 |
| Die Umfrage |
 |
 |
| Suchen Sie ein Blutdruckmessgerät |
|
 |
|
 |
 |
| Blutdruckmessgerät Nachrichten |
 |
 |
Blutdruckmessgerät |
 |
|
 |
 |
| Information |
 |
 |
Auf unserem Portal finden Sie nützliche Informationen zum Thema Blutdruckmessgerät bzw. Blutdruckmesser, Blutmessgerät und Blutzuckermessgerät. Alle Informationen auf unserem Portal stehen unseren Besuchern absolut kostenlos zu Verfügung und ohne lästigen Kaufaufforderung. |
 |
|
 |
 |
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
| |
Ein Herzfrequenz-Messgerät misst die Anzahl der Herzschläge pro Minute (Herzfrequenz oder besser Pulsfrequenz).
Eine präzise Herzfrequenz-Messung ist sowohl im Fitness- und im Ausdauertraining als auch bei wissenschaftlichen Untersuchungen von entscheidender Relevanz. Das manuelle Fühlen des Herzschlages bedeutet ungenaue Ergebnisse, EKG- oder Holter-Geräte sind in ihrer Nutzung zu kostenintensiv und zu komplex, um von Sportlern aktiv genutzt zu werden.
Das erste kabellose Herzfrequenz-Messgerät (auch bekannt als Pulsuhr oder Pulsmesser) wurde 1983 vorgestellt. Es handelte sich dabei um das tragbaren PE 2000 Herzfrequenz-Messgerät (Polar Electro Oy), das aus einem Empfänger und einem Sender bestand. Der Sender konnte an der Brust angebracht werden, entweder durch Einmal-Elektroden oder einen elastischen Elektrodengurt. Der Empfänger war ein uhrenähnlicher Monitor, der am Handgelenk getragen wurde.
Entwicklung
Zuerst wurden Herzfrequenz-Messgeräte für den Einsatz bei Sportlern und Trainern konzipiert, um die Qualität und Effektivität des Trainings zu optimieren. Bald darauf untersuchten Wissenschaftler die Geräte und nutzten sie in ihren Arbeiten. Heute bietet die Bandbreite der Herzfrequenz-Messgeräte einfach zu bedienende Produkte für jeden, der sich für Wellness, Fitness und Gesundheit interessiert. Es gibt aber auch High-Tech-Produkte, die die Wünsche und Bedürfnisse von ambitionierten Freizeit- und Leistungssportlern erfüllen und auf vielfältiger Art und Weise bei wissenschaftlichen Untersuchungen zu Herzfrequenz und Herzfrequenz-Variabilität eingesetzt werden.
Brustgurt
Die gängigen Herzfrequenz-Messgeräte nehmen über einen an der Brust getragenen Sender die Herzsignale (R-Impulse) auf, die über die Haut abgegeben werden (eigentlich wird nur Veränderung des Hautwiderstandes gemessen!), und senden diese Signale an den Empfänger, der am Handgelenk getragen oder am Fahrrad bzw. Sportgerät befestigt wird. Die aktuelle Herzfrequenz wird dann kontinuierlich im Display des Empfängers angezeigt. Manche Geräte setzen die Herzfrequenz auch in einen Prozentwert der gesamten Spannbreite der individuellen Herzfrequenz (Ruhe-Herzfrequenz bis maximale Herzfrequenz) um oder zeigen parallel zum aktuellen Wert die bisher erreichten Durchschnitts-Herzfrequenz an.
Alternativen zum Brustgurt
Im Fitness-Bereich werden häufig stationäre Herzfrequenzmesser an den Geräten selbst eingesetzt, die die Herzfrequenz über Sensoren abnehmen, die für die Messung umfasst werden müssen. Andere Geräte messen die Herzfrequenz am Ohrläppchen. Für den leistungsorientierten Bereich sind beide letztgenannte Messmethoden jedoch nicht geeignet.
Funktionen
Neben der Anzeige der Herzfrequenz bieten unterschiedliche Modelle zusätzliche Funktionen. Beginnend mit dem Alarm beim Überschreiten einer Zielzone, über die Kalorienberechnungsfunktion hin zum Höhen-, Temperatur- oder Geschwindigkeitsmesser sowie Belastungsmesser (Wattmesser) können je nach Geschmack alle nötigen Informationen für ein effektives Ausdauertraining abgerufen werden. Je nach Modell können die Herzfrequenz-Daten schon während des Trainings analysiert werden oder später anhand von entweder Durchschnittswerten oder der gesamten Herzfrequenzdatei (nach der Übertragung auf einen PC), um das Training optimal zu analysieren und zu steuern.
Kritik
Ziel eines herzfrequenzgesteuerten Trainings ist es, die Grenzen der individuell unterschiedlichen Belastungsbereiche (z. B. aerober Ausdauerbereich/anaerober Ausdauerbereich/Entwicklungsbereich/wettkampfspezifische Ausdauer/Maximalbelastung) positiv zu beeinflussen, etwa den Pulswert für die anaerobe Schwelle in höhere Pulsbereiche zu verschieben oder den Leistungsbereich unterhalb der Maximalbelastung auszuweiten. Die exakte Bestimmung der Leistungsgrenzen im Rahmen einer Leistungsdiagnostik erfordert jedoch neben der Herzfrequenzmessung die Messung der Belastung selbst sowie eine kontinuierliche Messung des Laktats im Blut vor, während und kurz nach der Belastung.
In den letzten Jahren sind Herzfrequenz-Messgeräte aufgrund des immer günstigeren Preises sehr in Mode gekommen. Trotz der vielen positiven Aspekten, die eine Pulsuhr bietet, gibt es auch immer wieder Sportler, die auf die ständige elektronische Kontrolle der Herzfrequenz verzichten. Da die körperlichen Reaktionen auf Belastung bei jedem Menschen sehr unterschiedlich sind und eine Messung der Herzfrequenz nur sehr eingeschränkte Rückschlüsse auf Energie- oder Fettverbrauch ermöglicht, ersetzen diese eine aufmerksame Beobachtung des eigenen Körpers nicht. Dies wird aber gerade von unbedarftem Technikglauben konterkariert.
Gleichwohl sollte die Pulsuhr für sportliche Anfänger, besonders im fortgeschrittenen Alter, genutzt werden, weil gerade bei diesem Personenkreis am Anfang es meist zu einer Fehleinschätzung der eigenen körperlichen Fähigkeiten kommt. Soll heißen: Sport wird als etwas Anstrengendes empfunden, was mit viel Ausdauer und Leistung zu tun hat. Es kommt zu einer objektiven körperlichen Überforderung. Auch die vorgenannten "erfahrenen Sportler" sind hier bei sommerlichen Temperaturen von diesem Irrtum nicht ausgenommen, weil der Körper bei hoher Umgebungstemperatur eine wesentliche höhere Leistung für eine sportliche Leistung abgeben muss, als bei einer Temperatur von beispielsweise 10 °C. Auch hier tritt eine Überforderung auf, die von erfahrenen Sportlern negiert wird und gerade deshalb auf eine Pulsuhr verzichten oder wie vorgenannt als "Instrument des Technikglaubens" für Andersdenkende abqualifiziert wird.
Quelle:www.de.wikipedia.org |
|
 |
 |
 |
| |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
| |
In diesem Artikel geht es hauptsächlich um verschiedenen Tests aus dem Bereich Blutdruckmesser, Oberarm-Bluttdruckmessgerät, Handgelenk-Bluttdruckmessgerät, Sphygmomanometer, Digitales Blutdruckmessgerät, elektronisches Blutdruckmessgerät, Blutdruckmessgerät für das Handgelenk und Oberarm-Messgerät.
Der Blutdruck eines Menschen bezeichnet den Druck einer Pulswelle im Blut, der an die Innenwände der Blutgefäße stößt. Um zu leben, braucht der Mensch einen bestimmten Blutdruckwert, der sowohl innerlich wie auch äußerlich gemessen werden kann. Wer seinen Blutdruck selber messen und zu diesem Zweck nicht jedes Mal zum Hausarzt laufen möchte, kann dies mit einem eigenen Blutdruckmessgerät tun. Sowohl der obere als auch der untere Blutdruck kann am Oberarm oder am Handgelenk gemessen werden, die Blutdruckwerte werden anschließend in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben. Es gibt zwei Arten von Blutdruckmessgeräten:
Das klassische Blutdruckmessgerät ist ein mechanisches Gerät, mit dem eine Druckmanschette am Oberarm angelegt und mit einem Gummiball aufgepumpt wird. Der Druck wird soweit erhöht, bis kein Puls mehr mit dem Stethoskop zu hören ist und anschließend soweit wieder verringert, bis der obere Blutdruck abgelesen werden kann. Sobald der Puls abermals nicht mehr zu hören ist, kann der untere Blutdruck abgelesen werden. Bei dem digitalen Blutdruckmessgerät handelt es sich hingegen um ein modernes, elektronisches Gerät, mit dem der Blutdruck am inneren Handgelenk gemessen wird. Die Vorgehensweise ist dieselbe wie beim klassischen Messgerät. Die Blutdruckwerte können am Ende auf einem digitalen LCD-Bildschirm am Gerät abgelesen werden.
Bei einem Kauf empfiehlt es sich, auf ein CE-Prüfsiegel oder den Vermerk "klinisch validiert" zu achten, da Messgeräte für den Privatgebrauch geeicht werden müssen, um exakt messen zu können. Für die richtigen Werte wird geraten, auf die Passform der Manschette zu achten und bei der Handgelenkmessung die Hand in Herzhöhe zu halten. |
|
 |
 |
 |
| |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
| |
Kraft, die das Blut auf die Gefäßwand der Arterien u. Venen ausübt, gemessen in mmHg Maschinell auch in kPa 1kPa = 7.5 mmHg Im klinischen Sprachgebrauch ist mit Blutdruck immer der Druck in den größeren Arterien gemeint.
* Systolischer Blutdruck: maximaler Druck im Gefäß (Spitzendruck ), entsteht während der Kammersystole
Anspannungszeit und Austreibungszeit des Herzen
* Diastolischer Blutdruck: mindest Druck im Gefäß während der Kammerdiastole, wird auch in der Zeit zwischen 2 Herzschlägen nicht unterschritten und ist ein Maß für die Dauerbelastung der Gefäßwände
Erschlaffungszeit und Auffüllzeit des Herzen
* Mitteldruck: mittlerer Druck zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck, entspricht nicht exakt dem arithmetischen Mittel * Amplitude: auch "Pulsdruck", engl. "pulse pressure"; Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck (120 - 80 = 40)
* "'Normotonie'": Normaler Blutdruck eines Menschen (120/80 mm/Hg) * "'Hypertonie"': Dauerhafte Blutdruckerhöhung über 160/90 mm/Hg * "'Hypotonie'": Die Blutdruckwerte sind unter der Marke von 100/60 mm/hg
bedingende Faktoren
* Gefäßwiderstand in den Arterien * Herzminutenvolumen * Blutvolumen im Gefäßsystem
Blutdruck (RR) und Puls passen sich den Erfordernissen an, bei körperlicher Arbeit sind Puls und systolischer Blutdruck höher als in Ruhe. Der diastolische Blutdruck bleibt beim gesunden Menschen etwa gleich.
Blutdruck-Messung
Die Messung des Blutdrucks erfolgt in der Regel immer am gleichen Arm und in der gleichen Position (liegend, sitzend, stehend) und möglichst zur gleichen Tageszeit, um einen Vergleich zu ermöglichen. Der Blutdruck ist in der Regel an beiden Armen fast gleich. Die Ansicht, der Blutdruck sei am linken Arm höher, weil dieser näher am Herzen sei, ist anatomisch falsch (vgl. Aorta). Signifikante Unterschiede zwischen den Armen ergeben sich meist aus anatomischen oder pathologischen Besonderheiten.
Der Blutdruck sollte nicht gemessen werden am jeweils betroffenen Arm:
* bei Zustand nach Brust-Amputation * bei Lymphödem * bei Parese/Plegie * bei venösen oder arteriellen Gefäßzugängen (z.B. Viggo)
Der Blutdruck darf auf keinen Fall gemessen werden am jeweils betroffenen Arm:
* bei Dialyse-Shunt
Die Messung:
* muß stets unter den gleichen Bedingungen erfolgen * in Ruhe * immer im Liegen, Sitzen od. Stehen * immer am gleichen Arm
RR-Kontrollen
* werden in der Regel vom Arzt angeordnet, erfahrenes Pflegepersonal misst bei Neuaufnahmen bzw. Herz- u. Kreislaufkranken * Nach OP`s und vor OP`s * Vor der Mobilisation ( nach langem Liegen ) * Hypertonie u. Hypotonie * Bei Kreislaufkollaps = Begriff für akute Hypotonie. * Gabe blutdruckbeeinflussender Medikamente * Starken Blutdruckschwankungen * Nach Unfällen, Blut- u. Flüssigkeitsverlusten u. bei Schock * Wird der BD zum ersten Mal gemessen, geschieht dies an beiden Armen. o Druckdifferenz möglich z.B. bei Verengung der A. subclavia. o Am Arm mit den höheren Werten (= keine Flussbehinderung) zukünftig weitermessen * Messung immer sofort dokumentieren, bei Abweichungen Arzt informieren
Methoden
Die unblutige (indirekte) Messung erfolgt in der Regel mit einem Blutdruckmessgerät bzw. einem Blutdruckmesser
* Abkürzung NIBP ... non-invasive blood pressure * gemessen werden die Strömungsgeräusche in einer Armarterie
Funktionsprinzip
* der Blutstom der Arteria brachialis wird mittels Kompression mit einer Manschette unterbrochen, bis der Manschettendruck größer ist als der systolische Blutdruck. (Strömungsgeräusche sind nicht mehr hörbar) * Ventil wird geöffnet, Luft kann entweichen ( nicht mehr als 3mmHg/sec ) o sind Manschettendruck und systolischer Druck gleich groß, strömt wieder Blut durch die Ateria o der diastolische Druck ist noch geringer als der Manschettendruck, das Blut strömt also nicht kontinuierlich. * Es kommt zu einem Wechsel: Blut strömt ( Systole ) - Blut strömt nicht ( Diastole ). * Dieser Wechsel verursacht die typischen Strömungsgeräusche = Korotkow Töne * Das Ventil bleibt geöffnet, der Druck der Manschette fällt weiter, o sinkt er unter den diastolische Druck, bleibt die Arterie ständig offen und die Strömungsgeräusche sind nicht mehr hörbar
Duchführung der indirekten Messung
Material
* geeignete Manschette mit passender Breite mit Verschluß und kleinem Ballon mit Ventil * Meßeinheit mit Manometer * Stethoskop mit Flachmembran
Vorgehen
* Ruhepausen von 15 min vor Messung * Beengte Kleidung vom Arm entfernen * Manschette luftleer und straff am Arm anlegen, ableitende Schläuche nicht in die Ellenbeuge
Ventil schließen
* Oliven in die Ohren * Membran in der Ellenbeuge auflegen ( A. cubitalis ) , dabei radialis Puls fühlen * Manschette füllen bis kein Puls mehr tastbar u. keine Geräusche hörbar * Manschettendruck um ca. 30mmHg erhöhen * Ventil öffnen, Luft langsam entweichen lassen * Auf pulssynchrone Strömungsgeräusche = Korotkow Töne achten * Druckwert am Manometer ablesen, sobald erster Ton hörbar * Manschette weiter langsam leeren u. beim letzten Ton den diast. Druck ablesen ( oder wenn Gräusche deutlich leiser werden ) * Restluft ablassen, Manschette entfernen
Die blutige (direkte) Messung
* die Messung uber Drucksonde direkt im Blut
Palpatorische Methode
* Kann angewendet werden, wenn Strömungsgeräusche nur schlecht zu hören sind. * Zu messen ist nur der systolische Blutdruck o Puls tasten o Manschette aufpumpen, bis Puls verschwindet o Druck ablassen bis der Puls wieder tastbar o Der beim ersten tastbaren Puls angezeigte Druckwert entspricht dem systolische Blutdruck * Messung auch am Bein möglich, dabei wird die Manschette am Oberschenkel angelegt und die A. poplitea in der Kniekehle getastet
Quelle: Die Informationen wurden teilweise von www.pflegewiki.de übernommen |
|
 |
 |
 |
| |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
| |
Blutbildung und Blutreaktionen Blutzellen werden im Knochenmark ständig neu gebildet, bei Kindern zunächst auch in der Milz. Das Blutplasma stammt aus unterschiedlichen Bereichen des Körpers: Albumine und Fibrinogen werden in der Leber gebildet, die auch Zucker speichert und wichtige Elemente wie Natrium, Kalium und Calcium liefert. Die Hormone im Blutplasma stammen aus den endokrinen Drüsen. Einige Plasmaproteine, z. B. Zytokine, werden von Leukozyten produziert. Viele weitere Bestandteile des Blutes werden im Verdauungstrakt aus der aufgenommenen Nahrung gewonnen. 1. BlutgerinnungBlut hat die Fähigkeit zu gerinnen (Koagulation), sobald ein Blutgefäß verletzt wird. Dies geschieht nicht nur bei offenen Wunden, sondern auch innerhalb des Körpers, wenn Gewebe durch einen Stoß, Riss oder andere Einwirkungen zerstört worden ist. Innerhalb der Blutgefäße bleibt Blut in der Regel flüssig. Es kann jedoch durch Fremdkörper oder bestimmte Substanzen im Blut zu einer Verklumpung von Thrombozyten und damit zu einem Blutgerinnsel (Thrombus) kommen. Wird Blut dem Körper ohne gerinnungshemmende Zusätze entnommen, so verwandelt es sich in eine zähe, gallertartige rote Masse (Blutkuchen), die in einer durchsichtigen, gelblichen Flüssigkeit (Serum) schwimmt. Geronnenes Blut besteht vor allem aus Blutzellen, die in einem Netz feiner Fasern aus Fibrin verfangen sind, das sich seinerseits aus Fibrinogen gebildet hat. Diese Reaktion wird durch das Enzym Thrombin katalysiert, das ebenfalls erst während des Gerinnungsprozesses aus dem im Blut befindlichen Prothrombin gebildet wird. Die gesamte Blutgerinnung ist eine komplexe Kaskade biochemischer Reaktionen, die durch Thrombozyten, Enzyme und Hormone (vor allem durch Prostaglandine und Thromboxane) gesteuert wird. Bei größeren Verletzungen ist die Blutgerinnung lebensrettend, doch kann sie auch zum Tod führen: Steht ein Mensch längere Zeit nicht auf (z. B. während eines längeren Krankenhausaufenthalts), können sich Blutgerinnsel in den Venen bilden (Thrombose). Wenn ein Blutgerinnsel sich löst, im Kreislaufsystem weiterwandert und an einer anderen Stelle ein Blutgefäß verstopft, kommt es zu einer Embolie. Stirbt unterversorgtes Gewebe ab und kann das betroffene Organ seine lebenswichtige Funktion nicht mehr ausüben, führen Embolien oft zum Tod (siehe Herzinfarkt, Schlaganfall). Um einer Embolie vorzubeugen, werden Präparate verabreicht, die entweder die Bildung der Gerinnsel verhindern oder bereits bestehende Gerinnsel abbauen. Diese Präparate enthalten natürliche Substanzen wie Heparin oder das aus Blutegeln gewonnene Hirudin bzw. die synthetischen Ersatzstoffe Dicumarol (Marcumar®) und Warfarin (Coumadin®). Gerinnungshemmende Mittel werden auch gentechnisch hergestellt. Fehlen maßgeblich an der Blutgerinnung beteiligte Elemente, ist der Gerinnungsprozess gestört. Fängt man z. B. die Calciumionen durch Zugabe von Natriumcitrat ab, so gerinnt das Blut nicht. Ein Mangel an Vitamin K führt zu chronischem Mangel an Prothrombin und damit zu ernsten Problemen bei der Blutgerinnung. Neugeborene erhalten in der Regel Vitamin K, weil es vorher nicht die Plazenta passieren und deshalb nicht in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes gelangen konnte. Bei der Bluterkrankheit Hämophilie ist die Konzentration der Gerinnungsfaktoren (aller Blutproteine, die an der Gerinnung beteiligt sind) gestört. 2. Homöostatische ReaktionenDer Mensch reagiert sehr empfindlich auf kleinste Veränderungen bestimmter Blutwerte. Ein Beispiel hierfür ist der Säuregrad (pH-Wert): Wird der reguläre pH-Wert von 7,2 auch nur geringfügig unterschritten (auf 7,0), so fällt der Patient wegen Blutübersäuerung ins Koma. Steigt der pH-Wert dagegen auf etwa 7,5, tritt Tetanie ein, eine schwere neurophysiologische Störung mit Krampfanfällen, die meist zum Tode führt. Auch die Konzentration des Blutzuckers wird durch Homöostasemechanismen geregelt: Die Normalkonzentration von Glucose beträgt etwa 0,1 Prozent, d. h., in einem Milliliter Blut ist ein Milligramm Glucose. Fällt der Wert auf unter 0,05 Prozent, so treten Krämpfe auf. Eine Überkonzentration von Blutzucker führt dagegen rasch zum Koma. Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ist durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet. "Blutdruckmessgerät," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
|
 |
 |
 |
| |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
| |
Punktuelle Glukosemessungen Allgemeines Die punktuelle Blutglukosemessung spiegelt den gegenwärtigen Wert der Glukosekonzentration zum Zeitpunkt der Blutentnahme wider. Weder die Richtung noch die Geschwindigkeit der Konzentrationsänderung werden abgebildet. Die nachfolgende Handlungsentscheidung baut weitgehend auf therapeutischen Erfahrungen auf. Methodik Es existieren derzeit verschiedene Methoden zur Bestimmung der Konzentrationen der Blutglukose. Heute werden fast ausschließlich enzymatische Bestimmungsmethoden verwandt. Analysatoren, die auf diesen Methoden beruhen, können in großen Serien aus einem Blutvolumen im Mikroliter–Bereich mit hoher Präzision (Variationskoeffizient von Tag zu Tag <2,5%) und mit für klinische Zwecke ausreichender Richtigkeit innerhalb kurzer Zeit die Glukosekonzentrationen im Blut messen. Diese enzymatische Bestimmung der Glukosekonzentration basiert auf der Reaktion von Glukose mit Substanzen, die im Zuge einer enzymvermittelten Reaktionskaskade Elektronen an einer Messelektrode freisetzen. Im Verlauf der auf der Oxidation von Glukose mittels Sauerstoff basierenden Reaktion wird in einem ersten Schritt die Glukose mit Hilfe des Enzyms Glukose-Oxidase (GOD) in Gluconsäure umgewandelt. Als Nebenprodukt bildet sich Wasserstoffperoxid (H2O2). H2O2 ist chemisch gesehen sehr reaktionsfähig. An einer Elektrode, an der ein definiertes elektrisches Potential anliegt, wird es in einem elektrochemischen Prozess leicht zersetzt. Bei diesem zweiten Schritt werden Elektronen freigesetzt. Es entsteht ein messbarer Strom, der sich proportional zur Konzentration von H2O2 verhält. Laufen diese Reaktionen nacheinander in einem geschlossenen System ab, so ist der Stromfluss auch proportional zur Glukosekonzentration. Auf Enzymelektroden laufen diese Schritte hintereinander ab. Eingebettet in kleinen Testfeldern am Ende eines Plastikstreifens, die zusätzlich alle notwendigen chemischen Substanzen enthalten, entwickeln diese Elektroden bei Anwesenheit von Glukose einen Stromfluss. Ein mit dem Streifen verbundenes Messgerät registriert diesen und errechnet die entsprechende Glukosekonzentration. Diese wird auf einem Display angezeigt. Ein zuverlässiges Messergebnis erscheint innerhalb von 20 Sekunden nach Auftragen des Blutes auf das Testfeld. Blutglukose-Teststreifen ermöglichen eine rasche semi-quantitative Bestimmung der Blutglukosekonzentration im Vollblut bei Verwendung eines einzigen Tropfen Blutes. Die Blutglukosekonzentration kann über den gesamten therapeutisch relevanten Bereich (20–500 mg/dl) gemessen werden. Eine exakte Bestimmung von Werten <60 mg/dl ist mit Teststreifen allerdings kaum möglich. Beachtet werden muss zudem beim Einsatz von Teststreifen für die Messung von Glukose im Vollblut der Einfluss des Hämatokrit-Wertes auf das Messergebnis, da bei Patienten mit niedrigem Hämatokrit falschhohe Konzentrationen gemessen werden können und umgekehrt. Neben der Glukose-Oxidase-Methode existieren weitere Methoden der Glukosebestimmung, bei denen es nach Ablauf der Reaktion zu einer Farbveränderung kommt, über die letztlich photometrisch die Glukosekonzentration bestimmt wird. Für alle Methoden existieren heute eine Vielzahl von Messgeräten, die sich vor allem in der Menge des Blutvolumens, der Geschwindigkeit der Anzeige und der Speicherung der Glukosewerte unterscheiden. Die Entwicklung dieser Geräte hat zu einem nicht enden wollenden Strom von ständig neuen Geräten und Messprinzipien geführt. Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl von Publikationen über deren Vor- und Nachteile, entsprechende geeignete Untersuchungsmethoden bzw. Anforderungen denen diese Geräte genügen müssen. Ihnen gemeinsam ist jedoch, dass sie jeweils nur einen Wert zu einer bestimmten Zeit messen. Den Eigenschaften dieser Geräte wird gegenüber den Problemen, die sich aus der Patient-Gerät-Interaktion ergeben, ein viel zu großer Raum eingeräumt. Die Anwendung im diagnostischen und therapeutischen Alltag wird von vielen weiteren Kriterien der Handhabung und Interpretation beeinflusst. Diagnostische Anwendung Punktuelle Blutglukosemessungen werden mit unterschiedlicher Zielstellung vorgenommen. Sie sind sowohl Teil des ärztlichen Handelns, wie auch Mittel zur Therapiegestaltung des Patientenalltags. Grundsätzlich verfolgt jeder gemessene Wert eine bestimmte Absicht und zieht im Anschluss eine entsprechende Handlung nach sich. Blutglukosemessung zur Kontrolle der Medikamentenwirkung * zur Ersteinstellung bei Diabetesmanifestation * zum Erreichen der Therapieziele bei Therapieumstellung * zum Nachweis des Einhaltens der Therapieziele bei unveränderter Medikamentenmenge Blutglukosemessung vor Anpassung der Insulinmenge * bei geplanter Mahlzeit * zur Berechnung der Insulinmenge bei geplanter Kohlenhydratmenge Grundsätzlich ergeben sich bei Typ 1- und Typ 2-Diabetikern unterschiedliche Strategien für die Blutglukosebestimmung. Glykierte Hämoglobine Zur retrospektiven Abschätzung der Dauer und Höhe der Hyperglykämie werden Glykierungs-Langzeitparameter eingesetzt. Diese Einschätzung erfolgt weitgehend unabhängig von zirkadianen Rhythmen, diätetischen und sonstigen Schwankungen der Blutglukosekonzentration. Sie integriert diese Schwankungen über Zeiträume von Tagen, Wochen und Monaten. Glukose und andere Monosaccharide reagieren konzentrationsabhängig mit der freien Aminogruppe der für sie erreichbaren Proteine. Dazu gehören auch die Hämoglobine (Hb) im Erythrozyten. Diese Glykierung erfolgt langsam und kontinuierlich während der gesamten Lebensdauer der Erythrozyten (im Mittel 120 Tage). Das Ausmaß der Glykierung wird durch die relativen Konzentrationen der Reaktionspartner Hämoglobin und Glukose bestimmt. Die Proportionalität zwischen Blutglukosekonzentration und Hämoglobinglykierung ist dadurch gewährleistet, dass die Glukose bei Menschen ungehindert in die Erythrozyten diffundiert und sich an die Aminogruppen anlagert. Durch die Anlagerung von Glukose an das Hämoglobin entsteht eine Mischung unterschiedlich glykierter Hämoglobine. Mittels Fraktionierung gelingt eine Unterteilung in verschiedene Gruppen. Eine dieser Fraktionen ist das HbA1c. Die HbA1c-Fraktion liegt bei gesunden Menschen in einer Konzentration von 4-6% bezogen auf das Gesamthämoglobin vor. Daraus leitet sich der Normwert für das HbA1c ab. Durch die bei Diabetikern auftretende Hyperglykämie wird ein höherer Anteil des Hämoglobins glykiert als beim gesunden Menschen. Hyperglykämische Zustände spiegeln sich also langfristig am deutlichsten im erhöhten HbA1c-Wert wieder. Es ist noch nicht genau erforscht, ab welcher zeitlichen Dauer hohe bzw. niedrige Blutglukosewerte die Glykosilierung messbar beeinflussen. Da die Glykosilierung nach bisherigen Erkenntnissen nicht reversibel ist, ist ein Absinken dieses Laborwertes daher nur über einen geringeren Grad der Glykosilierung von frisch gebildetem Hämoglobin bzw. durch eine quasi normoglykämische Stoffwechseleinstellung möglich. Dieser Laborwert gibt heute und wohl auch in Zukunft einen gewissen Aufschluss über die durchschnittliche Qualität der Stoffwechseleinstellung. Er sollte jedoch nicht alleinige Datenbasis für therapeutische Grundsatzentscheidungen sein. Methodik Für die Messung der Konzentration der glykierten Hämoglobine haben sich chromatographische, immunologische, kolorimetrische und elektrophoretische Analyseverfahren etabliert. Die analytische Methodik des glykierten Hämoglobins ist zur Zeit noch nicht ausreichend stan-dardisiert. Es gibt große Schwankungen von Labor zu Labor. Eine Referenzmethode oder zertifi-ziertes Referenzmaterial steht derzeit nicht zur Verfügung. Zahlreiche nationale und internatio-nale Ringversuchsveranstalter bieten eine externe Qualitätskontrolle der Glykohämoglobine an. Dadurch wird zwar ein Richtigkeitsnachweis der verwendeten Methode möglich, aber die Vergleichbarkeit über Labore hinweg bleibt gerade im Zusammenhang mit zukünftigen Disease-Management-Modellen ein Problem. In Deutschland wird für die Vergleichbarkeit der absoluten Werte der relative HbA1c-Wert eingeführt. Er wird als Quotient des HbA1c-Wertes zum mittleren Normwert der Methode des lokalen Labors berechnet. Für die Erfassung einer beginnenden Störung des Glukosestoffwechsels ist die Sensitivität des HbA1c-Wertes unzureichend. Diagnostische Anwendung Der HbA1c-Wert ist die Grundlage für die langfristige Überwachung der Therapie bzw. Beurteilung des Therapieerfolges im Bezug auf die Verhinderung von Folgeerkrankungen. Dazu gibt es inzwischen umfangreiche Studienergebnisse. Weil das Risiko von Komplikationen des Diabetes deutlich mit dem Hyperglykämiegrad assoziiert ist, wird ein HbA1c-Wert im Normbereich im allgemeinen als Therapieziel definiert. Eine Reduktion des HbA1c-Wertes um 1%-Punkt reduziert bei Typ 2-Diabetikern das Risiko der Komplikationen für alle diabetischen Endpunkte um 21%, um 21% für diabetesbedingte Todesfälle, um 14% für Myocardinfarkte und 37% für mikrovaskuläre Komplikationen. Studien für Typ 1-Diabetiker liefern ebenso überzeugende Ergebnisse. Die Bedeutung des HbA1c-Wertes ist mit dem Nachweis der Abhängigkeit des Auftretens von mikro- und makroangiopathischen Schädigungen des Diabetikers deutlich gestiegen. |
|
 |
 |
 |
| |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
| |
Durchführung der Blutdruckmessung
Zur Messung des Drucks in der Arteria radialis geht man wie folgt vor:
Zur Blutdruckmessung wird eine Manschette um den Oberarm gelegt, deren Unterrand etwa 2 cm oberhalb der Ellenbeuge enden sollte. Bei einem Oberarmumfang von weniger als 40 cm findet die "übliche" Manschette Anwendung, die 12 cm breit ist und deren aufblasbares Luftreservoir 26 cm lang ist. Bei Patienten mit einem Oberarmumfang größer als 40 cm muss eine 18 cm breite Blutdruckmanschette verwendet werden. Unter Palpation (Tasten) der Arteria radialis wird die Manschette rasch etwa 30 mm Hg über den systolischen Druck aufgepumpt, wobei das Verschwinden des Pulses in der Arteria radialis als Hinweis für den systolischen Druck gewertet wird.
Ist das Gefäß durch den Manschettendruck verschlossen, kann kein Blut mehr passieren. Anschließend wird der Druck der Manschette allmählich mit Hilfe einer Ablassschraube um ca. 2-3 mm/sec so weit abgesenkt, bis der systolische Blutdruck, also das Blutdruckmaximum, in der Lage ist, für einen kurzen Moment das Gefäß ein wenig gegen den Manschettendruck zu öffnen, so dass Blut hindurchströmt. Da das Gefäß durch die Systole nur teilweise geöffnet wird, besitzt es einen verminderten Radius und zusätzlich eine Profiländerung gegenüber den angrenzenden Gefäßen; damit steigt die Reynoldssche Zahl an dieser Engstelle, so dass die Bedingungen für eine turbulente Strömung gegeben sind. Mit Hilfe eines Stethoskops lassen sich die entsprechenden Geräusche über die Arteria radialis hören. Der Manschettendruck ist daher in diesem Moment etwa gleich dem systolischen Druck in dem betreffenden Gefäß.
Lässt man den Manschettendruck weiter absinken, so dehnt der systolische Druck das Gefäß auf seine ursprüngliche Weite. Nach Beendigung der Systole kollabiert das Gefäß jedoch wieder. Erniedrigt man den Manschettendruck weiter, so ist irgendwann auch der diastolische Druck in der Lage, das Gefäß offen zuhalten. Dann sind normalerweise keine Geräusche mehr hörbar. Der Punkt, an dem die Geräusche verschwinden, entspricht in etwa dem diastolischen Blutdruck.
In der Diskussion über diese Messmethode ist immer noch keine Einigung erzielt, ob man als Kriterium für den diastolischen Druck das völlige Verschwinden der Geräusche, oder aber schon die Geräuschänderung zählen soll. Auf diese Diskussion soll hier nicht weiter eingegangen werden. Zwei Punkte müssen jedoch erwähnt werden:
1. Je sklerotischer (verkalkt) ein Gefäß wird (z.B. mit zunehmendem Alter, bei Arteriosklerose), desto höher muss der Manschettendruck sein, um das Gefäß zu komprimieren, denn der erhöhte Widerstand der Arterienwand muss zusätzlich überwunden werden. Die Blutdruckmessung wird damit ungenau, nämlich zu hoch. 2. Wenn sich jemand extrem körperlich anstrengt und sein Herzminutenvolumen (HMV) z.B. auf das 6-fache des Normalwerts erhöht ist, muss bei gleicher Gefäßweite das Blut mit 6-facher Geschwindigkeit durch das Gefäß fließen; es kann bei dieser Geschwindigkeit bereits ohne Manschettendruck zu Turbulenzen kommen.
Man würde in einem derartigen Fall einen diastolischen Druck bis auf Null herunter messen. Dies kommt allerdings sehr selten vor. Normalerweise ist die Messung des diastolischen Drucks nach Riva-Rocci für die Routine ausreichend.
Der systolische Druck wird in der Regel bis auf etwa ± 5 mm Hg genau gemessen, der diastolische etwa auf ± 10 mm Hg.
Als Normwerte gelten für Erwachsene ein diastolischer Druck, der kleiner ca. 90 mm Hg ist, sowie ein systolischer Druck kleiner als ca. 140 mm Hg (140/90).
Quelle:http://gesundheit.msn.de/gesundheit_az/untersuchungen_az/blutdruckmessung.html?p=4 |
|
 |
 |
 |
| |
|
|
 |
|
 |
|