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Blutdruckmessen12 July 2006. Autor: Blutdruckmessgerät |
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Blutdruckmessen
Was ist eine Blutdruckmessung? Blutdruckmessen ist eine einfache und risikolose Untersuchung, die Informationen über die Herz- und Kreislauffunktion gibt. Wie funktioniert die Blutdruckmessung? Eine Gummimanschette wird an den Oberarm angelegt und aufgepumpt, bis die Schlagader am Oberarm kein Blut mehr durchlässt. Durch Ablassen der Luft vermindert sich der Druck in der Manschette. Das Herz presst ab einem bestimmten Druck wieder Blut durch die zusammengedrückte Arterie. Mit einem Stethoskop werden die Geräusche der jetzt zusammenschlagenden Arterienwände in der Ellenbogenbeuge abgehört: * Das erste hörbare Geräusch ist der obere (systolische) Wert. Er wird gemessen, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und das Blut in die Gefäße pumpt. Diese Welle spüren Sie auch als Pulsschlag am Handgelenk. * Das Verschwinden des Geräuschs markiert den unteren (diastolischen) Wert. Dabei verhindert der im Gefäßsystem bestehende Druck das Zusammenschlagen der Arterienwände und gibt Aufschluss über die Elastizität der Gefäße. Üblicherweise wird der Blutdruck wie folgt angegeben. Zum Beispiel: 140 zu 90 Millimeter Quecksilbersäule (140/90 mmHg). Diese Angabe bezeichnet die Verschiebung der Quecksilbersäule durch den jeweiligen Druck. Der erste Wert ist der systolische, der zweite der diastolische. Werbung Conent-Ad Trennlinie Wie hoch sollte der Blutdruck sein? Um den Blutdruck zu beurteilen, zieht der Arzt sowohl den oberen als auch den unteren Wert heran. Ihr Blutdruck schwankt innerhalb eines Tages. Er ist davon abhängig, wie viel Sie schlafen, ob sie Sport treiben oder nervlichen Belastungen ausgesetzt sind. Der Arzt wird einen erhöhten Blutdruck deshalb erst diagnostizieren, wenn bei mehrere Blutdruckmessungen in Ruhe an verschiedenen Tagen der obere (systolische) Wert höher als 160 und der untere (diastolische) Wert höher als 95 ist. Werte zwischen 140/90 und 160/95 bezeichnet der Arzt als grenzwertig. Was sollten Sie bei der Blutdruckmessung beachten? * Seien Sie entspannt und ausgeruht. Beim Arzt oder Apotheker sollte der Blutdruck nicht sofort bei Ihrem Eintreffen gemessen werden, sondern frühestens nach zehn Minuten. * Legen Sie die Manschette immer zwei fingerbreit oberhalb der Armbeuge an. * Pumpen Sie die Manschette um etwa 30 mmHg über den zu erwartenden oberen Blutdruckwert auf. * Benutzen Sie eine Manschette, die Ihrem Oberarmumfang angepasst ist. Lassen Sie sich beim Gerätekauf beraten. Kann man den eigenen Blutdruck auch zu Hause messen? Da der Besuch beim Arzt eine gewisse Stress-Situation darstellt, fallen die dort gemessenen Blutdruckwerte in einigen Fällen höher aus als im normalen Alltag. Dieses so genannte "Weiß-Kittel-Syndrom" verfälscht also unter Umständen die Blutdruckwerte. * Patienten mit Blutdruckproblemen sollten sich für die entspannte Selbstmessung zu Hause ein eigenes Blutdruckmessgerät besorgen. * Patienten, die ihren Bluthochdruck mit Medikamenten behandeln, sollten mit Selbstmessung die Behandlung kontrollieren. Verändern Sie die Dosis der eingenommenen Medikamente aber nicht selbstständig. Schreiben Sie Ihre Blutdruckwerte auf und zeigen Sie sie ihrem Arzt bei der nächsten Untersuchung. * Um ein Blutdruck-Tagesprofil zu erstellen, legt der Arzt Ihnen ein spezielles Blutdruckgerät an. Es misst über 24 Stunden den Blutdruck und ermittelt so die Blutdruckwerte in der gewohnten Alltagsumgebung. Zwei bis vier Werte werden stündlich gemessen und gespeichert. Damit der Arzt die Daten besser auswerten kann, sollten Sie besondere Ereignisse mit Uhrzeit notieren und zusammen mit den Messergebnissen abgeben. Quelle: http://www.netdoktor.at/ratschlaege/untersuchungen/blutdruckmessen.htm Dr. Thomas M. Klemme |