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Der Blutdruck ist der Druck einer Pulswelle im Blut, der an die Innenwände der Blutgefäße anstößt. Er entspricht dem Produkt aus Herzminutenvolumen (das Volumen des Blutes, welches in einer Minute vom Herz durch den gesamten Kreislauf gepumpt wird) und Gefäßwiderstand (Strömungswiderstand, den ein Gefäß dem Herzen entgegensetzt).
Spricht man vom Blutdruck im engeren Sinn, dann meint man meistens den an den großen Schlagadern (z. B. Brachialarterie des Oberarms) gemessenen arteriellen Blutdruck. Der Blutdruck hängt von der Dehnbarkeit der Gefäße ab (geringere Dehnbarkeit – höherer Druck). Im Alter werden die Gefäße starrer, deshalb steigt der Blutdruck mit zunehmendem Alter. Angabe des Blutdrucks Angegeben wird der Blutdruck meistens als Zahlenpaar mit systolischem Blutdruck (maximaler Wert in der Herzauswurfphase) und diastolischem Blutdruck (minimaler Wert in der Herzfüllungsphase). Der Blutdruck wird auf Herzhöhe, meistens am Oberarm gemessen.
Niedriger Blutdruck – Hypotonie (Hypotension) Hypotonie wird ein Blutdruck unter der Norm bezeichnet. Die Hypertonie wird meistens auf den arteriellen Blutdruck bezogen, in einigen Veröffentlichungen wird ein systolischer Wert bei Frauen von unter 100, bei Männern von unter 110 angegeben. Andere Experten sprechen davon, dass es für die untere Grenze keinen bestimmten Wert gibt und dass die Diagnose für einen zu niedrigen Blutdruck nur gestellt wird, wenn entsprechende Beschwerden bestehen. So gibt es Menschen, die sich bei einem Wert von 90/60 pudelwohl fühlen, anderen hingegen geht es nicht gut. Folgen einer Hypotonie sind zum Beispiel Müdigkeit, Schwäche, Schwindel, kalte Hände und Füße, Ohnmachtsneigung, sogar Bewusstlosigkeit. Bei niedrigem Blutdruck mit Beschwerden sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Ursachen für zu niedrigen Blutdruck:
Blutarmut Schilddrüsenunterfunktion Hormonstörungen Störungen des Nervensystems Einnahme von bestimmten Medikamenten Sport und niedriger Blutdruck Bei niedrigem Blutdruck ohne Beschwerden und ohne ärztlich diagnostizierte Ursache kann ohne Bedenken Sport getrieben werden. Sport zur Behandlung und Vorbeugung von niedrigem Blutdruck kann in jedem Alter gemacht werden und sollte regelmäßig erfolgen. Hoher Blutdruck – Hypertonie Laut Deutscher Hochdruckliga liegt der ideale Blutdruck bei 120/80 (mmHg). Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Arterien dauerhaft über einem systolischen Wert von 140 und einem diastolischen Wert von 90 liegt.
Volkskrankheit Bluthochdruck
Bluthochdruck ist ein weit verbreitetes Phänomen. Im Alter zwischen 25 und 74 Jahren haben weniger als 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen Blutdruckwerte im normalen Bereich. Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, Nieren- und Herzschwäche. Da Bluthochdruck lange Zeit keine Beschwerden verursacht, wird die Erkrankung meist erst spät entdeckt. Knapp die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland sind die Folge eines Bluthochdrucks - das sind mehr als 400.000 Todesfälle jährlich. Ein Blutdruck, der bei wiederholten Messungen eindeutig bei 140/90 mmHg oder höher liegt, ist behandlungsbedürftig. Dies gilt auch für ältere Personen. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Blutdruck im Alter höher sein darf, ohne Schäden anzurichten. Ursachen für Bluthochdruck Oft (in 90% der Fälle) lassen sich für Bluthochdruck keine organischen Ursachen feststellen. Es liegt eine so genannte „essentielle Hypertonie“ vor. Bei den übrigen 10% hat Hypertonie eine Ursache, die zum Beispiel mit Störungen der Nierenfunktion oder des Zentralen Nervensystems, mit Hormonstörungen oder Herzerkrankungen zusammenhängen können. Für die essentielle Hypertonie gibt es einige Risikofaktoren: -Übergewicht -Bewegungsmangel - Stress und andere Psychosoziale Faktoren -Alkohol -Rauchen (zusätzliche Einnahme der Anti-Baby-Pille erhöht das Risiko nochmals) -falsche Ernährung -hoher Salzkonsum -Fettstoffwechselstörungen -Zuckerkrankheit
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