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Gerinnungshemmende Medikamente / Präparate / meist verwendete Begriffe


18 April 2007. Autor: Blutdruckmessgerät
Gerinnungshemmende Medikamente / Präparate / meist verwendete Begriffe

Antikoagulanzien
Gerinnungshemmende Medikamente, Gegenspieler von Vitamin K

Antikoagulation
Hemmung der Blutgerinnung durch Medikamente

Aspirin®
Handelsname eines Schmerzmittels, das Acetylsalicylsäure (ASS) enthält. Wird auch zur Aktivitätshemmung der Blutplättchen eingesetzt und kann die Blutungsgefahr erhöhen.

Bioprothese
Herzklappenersatz aus biologischem Material - vom Rind, Schwein oder Menschen.

Blutplättchen
Thrombozyten; Zellen im Blut, die für die Gerinnung wichtig sind. Bilden zusammen mit den Fibrinfäden ein Gerinnsel.

Blutstillung
Reaktion des Körpers nach einer Gefäßverletzung, die über eine Vielzahl von Einzelreaktionen wie einer vorübergehenden Gefäßverengung und der Bildung eines Blutpfropfs das verletzte Blutgefäß verschließt: Die Blutung ist dann gestillt.

Blutgerinnung
Koagulation; umfaßt die Entstehung eines Blutgerinnsels.

Blutungen
Bei ungewöhnlich starken oder langen Blutungen muß der behandelnde Arzt aufgesucht werden. Dazu gehören: stärkeres Zahnfleischbluten oder eine stärkere und/oder längere Monatsblutung, ungewöhnliche oder häufige blaue Flecken, Nasenbluten, blutiger Urin. Bei "Kaffeesatz"-Erbrechen und schwarzem Stuhl muß sofort ein Arzt gerufen werden.

CoaguChek®S
Messgerät zur Selbstkontrolle der Gerinnung

Doppelflügelprothese
Moderner Typ einer künstlichen Herzklappe, z.B. die St.Jude-Medical- Prothese® (SJM).

Dosisänderungen
Eine Anpassung der Antikoagulanzien-Dosis sollte nur in kleinen Schritten erfolgen.

Einnahmefehler
Vergessen der Tabletten oder ein Verwechseln der Tablettenanzahl, die eingenommen werden sollte.

Entsorgung
Die verbrauchten Materialien können mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Embolus
Blutgerinnsel, das sich gelöst hat, frei in den Gefäßen schwimmt und ein Gefäß verstopft.

Fibrin
Eiweißstoff, der als Fibrinfaden wesentlicher Teil eines Gerinnsels ist.

Gerinnungsfaktoren
In der Leber gebildete Eiweißstoffe, die nach Aktivierung die Bildung eines Gerinnsels bewirken. An der Blutgerinnung (Koagulation) sind bis zu 30 verschiedene Gerinnungsfaktoren beteiligt, die in einer Kettenreaktion nacheinander aktiviert werden. Am Ende dieser Gerinnungskaskade wird lösliches Fibrin in seine unlösliche Form umgewandelt.

Gerinnungshemmer
Antikoagulanzien, gerinnungshemmende Medikamente

Gerinnungsmonitor
Gerät zum Messen der Blutgerinnung, z.B. CoaguChek®S

Gerinnungszeit
Zeitspanne vom Beginn einer Blutung bis zum Wundverschluß durch ein Gerinnsel

Halbwertszeit
Hier: biologische Halbwertszeit. Diese Zeit benötigt der Körper, um die Hälfte der Substanzmenge eines eingenommenen Medikaments wieder auszuscheiden.

Herzklappe
Wirkt am Herzen wie ein Ventil und ermöglicht einen gerichteten Blutstrom im Körper. Es gibt eine Pulmonalklappe, eine Trikuspidalklappe, eine Mitralklappe und die Aortenklappe.

Herzklappenprothese
Klappenersatz aus künstlichem oder biologischem Material

INR
International Normalized Ratio; von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Ergebniseinheit, zur Bestimmung der Blutgerinnung. Einer normalen Gerinnung entspricht INR = 1; INR = 2 bedeutet eine zweifach verlängerte Gerinnungszeit.

ISI
Internationaler Sensitivitätsindex, der die Empfindlichkeit eines Reagenzes erfaßt. Ermöglicht rechnerisch den Vergleich von unterschiedlichen Thromboplastin-Reagenzien. INR = R ISI

Interaktion
Wechselwirkung von verschiedenen Substanzen, z. B. Medikamenten

Kapillarblut
Blut aus den kleinsten Blutgefäßen im Körpergewebe, kann den Ohrläppchen oder der Fingerkuppe entnommen werden.

Kippscheibenprothese
Künstliche Herzklappe mit einem Ventildeckel (Kippscheibe); Beispiele: Björk-Shiley®-, Medtronic-Hall®-Klappenprothese

Koagulation
Gerinnung

Koagulometer
Meßgerät zum Bestimmen der Gerinnung

Kontrollfrequenz
Eine Überprüfung der Gerinnung sollte einmal pro Woche durchgeführt werden, öfter z. B. bei einer Medikamentenumstellung.

Kumarine
Wirkstoffe aus Pflanzen wie Süßklee oder Waldmeister mit unterschiedlicher Wirkung

Kumarinderivate
Vom Kumarin abgeleitete Wirkstoffe, die zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt werden.

Kugel-Käfig-Prothese
Erste serienmässig hergestellte künstliche Herzklappe; z.B. Starr-Edwards®-Prothese

Nebenwirkung
Unerwünschte Wirkung eines Medikaments

Oral
Durch den Mund eingenommen, z. B. Tabletten oder Tropfen

Orale Antikoagulation
Gerinnungshemmende Therapie mit Tabletten

Quick-Wert
Angabe zum Ausmaß der Gerinnbarkeit des Blutes in %

Prothrombinzeit
Andere Bezeichnung für Thromboplastinzeit

Ratio
Rate der Gerinnung, gibt das Verhältnis der veränderten zur normalen Gerinnungszeit an.

Schlagader
Arterie; Blutgefäß, das Blut vom Herzen zu den Geweben transportiert.

Therapeutischer Bereich
Komplikationsarmer Bereich einer Therapie mit oralen Antikoagulanzien, geringes Risiko für eine Blutung oder Gerinnselbildung. Wird vom Arzt individuell festgelegt.

Thromboplastin
Körpereigener Stoff, der die Blutgerinnung auslöst. Wird auch für den Quick-Test bzw. zur Bestimmung der INR benutzt.

Thromboplastinzeit
Gemessene Zeit bei der Gerinnungskontrolle von der Zugabe des Thromboplastins bis zur Bildung eines Gerinnsels.

Thrombose
Störung der Fließfähigkeit des Blutes in einem Blutgefäß; ausgelöst durch einen Thrombus (Gerinnsel).

Thrombozyten
Blutplättchen; Zellen im Blut, die für die Gerinnung wichtig sind. Bilden zusammen mit den Fibrinfäden ein Gerinnsel.

Thrombus
Blutgerinnsel, Mehrzahl: Thromben

TPZ
Thromboplastinzeit

Vene
Blutgefäß, das sauerstoffarmes Blut zum Herzen zurückführt.

Venenblut
Aus einer Vene entnommenes Blut, z.B. aus der Vene in der Armbeuge

Vitamin
Vitalstoff, den der Körper für verschiedenste Stoffwechselvorgänge benötigt. Essentielle Vitamine - fettlöslich oder wasserlöslich - kann der Körper nicht herstellen, weshalb diese mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Vitamin K
Lebenswichtiger Vitalstoff, den die Leber zur Synthese der Gerinnungsfaktoren benötigt. Vitamin K wird u. a. von den Darmbakterien gebildet und ist z. B. in Gemüse enthalten.

Wechselwirkung
Gegenseitige Beeinflussung von Medikamenten. Kann eine Wirkung verstärken, abschwächen oder aufheben

Quelle:http://www.coaguchek.com/de/index.php?target=/de/patients/gerinnungs_selbstmanagement_/gerinnung_von_a_z_