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Gerinnungshemmung bei Herzerkrankungen:


18 April 2007. Autor: Blutdruckmessgerät
Wann ist sie notwendig?

Vorhofflimmern
- Das Schlaganfallrisiko liegt bei Vorhofflimmern bei bis zu15 % pro Jahr.
- Eine Phenprocoumon-Therapie (z. B. „Marcumar“, „Fali-throm“) ist erforderlich.
- Als Marcumar-Stärke wird eine INR zwischen 2,0 und 3,0 empfohlen.
Koronare Herzerkrankung
- ASS (z. B. „Aspirin“) sollte bei bekannter koronarer Herz-erkrankung als Therapie und bei kardiovaskulären Risiko-faktoren als Prophylaxe lebenslang eingenommen werden.

ASS bewirkt:
- eine Hemmung der Aktivierung der Blutplättchen (Thrombozyten);
- eine Senkung des Risikos für das Auftreten von Herzinfarkt oder Schlaganfall.
- Clopidogrel (z. B. „Plavix“, „Iscover“):
- sollte nach Implantation von Stents in Kombination mit Aspirin eingenommen werden;
- bewirkt eine deutliche Senkung des Risikos für das Auftreten eines so genannten plötzlichen Stent-Ver-schlusses;
- die Therapie-Dauer ist abhängig vom gewählten Verfahren und vom Typ der verwendeten Stents.

Herzklappen-Ersatz
- Bei mechanischem Klappenersatz („Kunstklappen“) muss Marcumar lebenslang eingenommen werden. Als Marcu-mar-Stärke wird abhängig vom Klappentyp und von der betroffenen Herzklappe eine INR zwischen 2,0 und 3,5 empfohlen.
- Bei biologischem Klappenersatz („Bioprothesen“) wird die Therapie mit Marcumar für die Dauer von 3 Monaten empfohlen.

Thrombose und Lungenembolie
- Nach einmaliger Thrombose muss Marcumar für mindes-tens 6 Monate eingenommen werden.
- Nach der zweiten Thrombose muss Marcumar lebenslang eingenommen werden.
- Die empfohlene Marcumar-Stärke liegt bei einer INR zwischen 2,0 und 3,0.

Quelle:http://www.charite.de/kardiologie/ChronischeHerzschwaeche.html