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Blutdruckmessgerät_Nachrichten : Wenn der Blutdruck steigt
 
Wenn der Blutdruck steigt

Der Blutdruck ist für einen optimal funktionierenden Kreislauf verantwortlich. Er passt sich den Verhältnissen an. Im Ruhezustand, z.B. wenn wir schlafen, liegt er im Normalfall durchschnittlich bei um 105-115 mit seinem oberen und 65-75 mit seinem unteren Wert. Bei körperlicher Belastung kann er ohne Schaden für uns Werte von über 200 zu über 100 erreichen.
Merke: Gefährlich kann es für Bluthochdruckpatienten (Hypertoniker) werden, wenn nach einem Saunagang das Tauchbecken aufgesucht wird. Hierbei können Werte bis zu 300 (!) erreicht werden. Sind die Blutgefäße nicht mehr ausreichend elastisch und durch Ablagerungen (Arteriosklerose = Verkalkungen) vorgeschädigt, sind Hirnblutungen mit Schlaganfall oder auch Herzinfarkt möglich.

Der Kreislauf besteht aus Flüssigkeiten, die in speziellen Gefäßen transportiert werden: Blut in den Arterien, wenn es von der Lunge mit Sauerstoff gesättigt zu den Organen strömt oder in den Venen, wenn es mit Abfallprodukten des Zellstoffwechsels (auch Schlacken genannt) sauerstoffärmer geworden, zunächst zur Leber, dann, nach Entgiftung der festen Bestandteile, zur Lunge strömt, wo die gasförmigen Stoffe, vor allem Kohlendioxid dem Blut entweichen können. Der „Motor“ für den Umlauf der 4-5 Liter Blutes ist das Herz. Ein Zweites Flüssigkeitssystem durchströmt unseren Körper, die Lymphe. Sie fließt in speziellen Adern, den Lymphgefäßen und entstammt unserem Zwischenzellgewebe, das alle Organe miteinander verbindet und mündet im oberen Brustkorb in das Blut. „Motor“ für diesen „Nebenkreislauf“ mit 10-15 Litern Flüssigkeit ist die Atmung.

Kann der Blutdruck nicht den Erfordernissen des Körpers angepasst werden, spricht man von Kreislaufstörungen, meint damit aber eher zu NIEDRIGEN Blutdruck. Die Regulation ist gestört, häufig sind Wettereinflüsse mit ihren starken Magnetfeldern daran beteiligt. Organisch sind keine Schäden nachweisbar. Ausnahme: schwere Herzmuskelschwäche, die sich in mangelndem Blutdruckaufbau bei Belastung zeigt.

40% aller Menschen mit ERHÖHTEM Blutdruck haben Übergewicht. Übergewicht ist vermeidbar, also auch ein Großteil des Bluthochdruckes. Jeder Zweite im Rentenalter weist erhöhte Blutdruckwerte auf.
Wegen der gefährlichen Folgen des Bluthochdruckes auf unseren Körper, wie z.B. geistige und körperliche Behinderungen, sind die Normalwerte und Grenzbereiche von Experten neu festgelegt worden:
- optimaler Blutdruck unter 120/80
- normaler Blutdruck unter 130/85
- erhöhter Blutdruck ab 140/90 (gilt bereits als behandlungspflichtig).

16 Millionen Deutsche haben zu hohen, 4 Millionen leiden an zu niedrigem Blutdruck. Die wenigsten wissen von ihren erhöhten Werten, nur 1/3 der Betroffenen werden ausreichend behandelt.

WOMIT MISST MAN DEN BLUTDRUCK?
Mit einem Blutdruckmessgerät, bestehend aus einer aufblasbaren Manschette, einem Druckmesser, der die Werte in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angibt und einem Stethoskop, einem Hörrohr (Schlauch), mit dem gehört werden kann, wann die Geräusche des Pulses in der betreffenden Arterie, die durch den Manschettendruck zusammengedrückt wird, wieder hörbar werden (oberer Messwert) und wann sie wieder verschwinden (unterer Messwert). Inzwischen gibt es sowohl für den Oberarm als auch für das Handgelenk vollautomatische Blutdruckgeräte, die den Blutdruck und den Puls digital anzeigen und die Werte speichern können.
Merke: Der genaueste Messwert ist immer noch der mit Hand am linken (evtl. rechten) Oberarm gemessene („alte“ Methode). Je mehr Elektronik im Spiel ist, desto ungenauer werden die Blutdruckmessergebnisse. Da die Werte aber relativ konstant sind, sind sie mit den am Arm gemessenen vergleichbar. Im Zweifel lassen Sie parallel bei Ihrem Arzt den Blutdruck mit beiden Messverfahren messen und merken sich die Differenz zu Ihrem Blutdruckmessgerät. Dann kann nichts mehr schief gehen.


SPÄTSCHÄDEN BEI BLUTHOCHDRUCK
- Arteriosklerose, v.a. im Zusammenspiel mit Rauchen, erhöhten Blutfetten, Übergewicht, Rauchen, Diabetes, d.h. Verkalkung und Brüchigkeit der Arterien.
- Schlaganfall (Gehirn) mit Nervenausfällen, die von Bewusstseins- und Intelligenzstörungen, Sprach- und Sprechstörungen bis zu Lähmungen von Armen und Beinen (der selben Seite) führen können.
- Bauchschlagaderverkalkung mit lebensgefährlichen Komplikationen; wenn sie reißt, kann nur eine sofortige Notoperation das Leben retten.
- Herzinfarkt mit dauerhafter, unwiederbringlicher Mangeldurchblutung der betroffenen Herzmuskelanteile.
- Nierenschädigungen.
- Sehnerv- und Augenhintergrundschädigung mit Schwächung der Sehkraft.

Merke: all das ist vermeidbar.


WORAN KANN MAN BLUTHOCHDRUCK (HYPERTONIE) ERKENNEN?
Vielleicht an Schmerzen im Hinterkopf, selten an Dauerkopfschmerzen, weil sich der Organismus an dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte gewöhnt und sich darauf einstellt. Er hält diese Werte dann für normal. Auch Herzbeklemmung ist bei raschem Anstieg des Blutdruckes möglich.
Weitere Symptome wie Herzklopfen, Schweißausbrüche, Luftnot, Sehstörungen, Schwindel und Angst sind meist Ausdruck der Folgeschäden der Hypertonie, kommen aber auch bei massiv angestiegenem Blutdruck vor, z.B. bei körperlicher oder seelischer Belastung.
Merke: Treten solche Symptome bei Ihnen mehr als einmal auf, sollten Sie sofort den Check-Up beim Hausarzt vornehmen lassen: Cholesterin und Blutzucker, Harnuntersuchung, sowie Blutdruckmessung im Sitzen und Stehen und gegebenenfalls ein EKG

WAS SOLLTEN SIE BEI ERHÖHTEM BLUTDRUCK TUN?
- Leben umstellen – bringen Sie eine neue Ordnung in ihren Tagesablauf. Stress, Hektik und Unerledigtes sollte abgebaut werden. Auseinandersetzungen mit Partner, Familie oder am Arbeitsplatz, mangelnde Stressbewältigung aktivieren den Teil des Nervensystems, der für die Erhöhung des Blutdruckes zuständig ist: den Sympathikus. Was früher lebenswichtig war, gilt durch unsere heutige Lebensweise nicht mehr.
- Ernährung: weniger Fette, rotes Fleisch reduzieren, Fastentage einlegen, 5 Portionen frisches Obst und Gemüse täglich verzehren, keine Saucen, keine Mayonnaise, Pellkartoffeln statt Pommes Frites, Safttage, Reistage etc.
- Jeder Dritte reagiert auf Salz, besonders Übergewichtige. Eine Verringerung der Kochsalzzufuhr sollte auf jeden Fall versucht werden – also salzarm essen und den Blutdruck kontrollieren.
- Ausdauersport oder wenigstens regelmäßig wandern oder strammen Schrittes 60 Minuten 3 mal pro Woche gehen („Walking“).
- Regelmäßig Sauna oder Kneippsche Therapiemaßnahmen (Wechselwaschungen mit warm-kalten Lappen und anschließenden Bewegungen) – hierbei Vorsicht walten lassen, denn zu lange zu kalt kann den Blutdruck auch steigen lassen. Es geht um jahrelange regelmäßige Anwendungen unter Blutdruckkontrolle plus Bewegung.
- Fasten mit Gewichtsabnahme oder reines Heilfasten zur Entschlackung und Umstellung der inneren hormonellen Regulationskreise.
- Entspannungsverfahren wie Autogenes Training und Jacobson´sche Relaxation. Auch Yoga senkt nachweislich den Blutdruck, das ist wissenschaftlich bewiesen, ebenso wie die extrem positive Wirkung der Meditation.
- Vitamin-C-Zufuhr steigern: 1. Durch Ernährung, 2. zusätzlich durch Vitamin C Extra-Gaben in der Höhe von 2-4 Gramm täglich; Vitamin E 600 mg täglich; Magnesium 400-600 mg tägl.; Kalium aus Obst und Gemüse; Omega 3-Fettsäuren aus Seefisch und/oder in Form von Kapseln. Es gibt inzwischen auch Omega 3FS aus Pflanzen.
- Regelmäßige Einläufe (1x pro Woche) entlasten die Entgiftung und den Darm. Dadurch verbessert sich die allgemeine Regulationsfähigkeit des Körpers.
- Bäder mit Lavendel, Melisse, Baldrian .
- Aufgüsse (auch Tees genannt): Mistel – 1 TL pro Tasse über Nacht kalt ansetzen, am Morgen oder zu einer anderen Tageszeit 1-2 Tassen warm trinken; Weißdorn – 1TL pro Tasse mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und gut warm, nicht zu heiß trinken, 3x tägl. eine Tasse zügig trinken.
- HOMÖOPATHIE: Aconitum D6 bei Blutdruck-Krise mit Angst und Unruhe: einen Tropfen pro Minute oder alle 5 Minuten je 5 Tropfen; Arnica D4 bei Schwindel, Nasenbluten und rotem Gesicht: alle 3 Minuten 3 Tropfen; Barium jodatum D4 bei älteren Menschen mit Arteriosklerose, Vergesslichkeit, Schlafstörungen, Wirkung eher auf die Nebensymptome, weniger auf den Blutdruck; Secale D6 bei Neigung zu Kopfschmerzen und Kribbeln in den Gliedmaßen.

Merke: Das funktioniert. Ihr Körper wartet nur auf diese Signale. Er reguliert dann den Blutdruck wieder herunter, wenn Sie genau so ausdauernd mit der Lebensumstellung sind wie vorher mit der Anhäufung von Fehlverhalten.
Daneben helfen Akupunktur, Akupressur, Neuraltherapie, Reflexzonentherapie und Schröpfen

WORAN ERKENT MAN NIEDRIGEN BLUTDRUCK?
- Müdigkeit, v.a. am Morgen nach dem Aufstehen
- Leistungsschwäche und Schlafneigung am Tage
- Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen bei schnellem Aufstehen
- Kälte in den Füßen oder Händen
- Leeregefühl im Kopf, Reizbarkeit, Ohrensausen, Konzentrationsstörungen
Merke: niedriger Blutdruck kann auch völlig symptomfrei sein


WAS VERSTEHT MAN UNTER NIEDRIGEM BLUTDRUCK?
Messwerte unter 100-105 des oberen (systolischen) und unter 60 des unteren (diastolischen) Blutdruckes.
Merke: Dabei kommt es noch am ehesten auf das subjektive Empfinden an. Es gibt Menschen, die sich bei einem Blutdruck von 95/60 sehr wohl fühlen.
Mit einem eher niedrigen Blutdruck ist auch eine höhere Lebenserwartung verbunden.
Merke: die Ursachen eines niedrigen oder besser eines zu niedrigen Blutdruckes sind wissenschaftlich nicht zu ergründen. Mögliche Ursachen können darüber hinaus folgende Medikamente sein: Psychopharmaka, Herz-Kreislaufmedikamente, besonders gegen hohen Blutdruck, Entwässerungstabletten. Auch schwere Herzmuskelschwäche, Verengung der Aortenklappe am Ausgang der linken Herzkammer oder Schilddrüsenunterfunktion kommen in Frage.
STEHTEST nach Schellong: erst liegen, dann aufstehen und in Abständen von 1-2 Minuten den Blutdruck messen weist besonders den Blutdruckabfall im Stehen nach, das sogenannte „Orthostasesyndrom“.


WAS KANN MAN GEGEN ZU NIEDRIGEN BLUTDRUCK TUN?
- Kneippsche Güsse und Kaltwaschungen mit Lappen und anschließende Gymnastik (Zeitaufwand etwa 5 Minuten morgens).
- Bewegungstherapie mit Anspannung von Muskeln ohne Bewegung, morgens vor dem Aufstehen im Bett (Isomatrik), immer wieder Muskeln anspannen bei jeder Gelegenheit.
- Immer ausgiebig atmen.
- Sport treiben.
- Sauna mit Tauchbad, in der Sauna liegen.
- HOMÖOPATHIE: Haplopappus D2 oder D3 bei Bedarf viertelstündlich 5 Tropfen, sonst 3x10 Tr.
- Kreislauftropfen mit Weißdorn und Kampfer.
- Kältereize suchen.
- Akupressur, Akupunktur.
- Mehr trinken.
- Salzen ist erlaubt – ausprobieren, z.B. öfters mal eine Hühner- oder Gemüsebrühe
- Reflexzonenmassage.
- Sauerstofftherapie (Ozon).


WAS SOLLTEN SIE VERMEIDEN BEI HYPOTONIE (NIEDRIGEM BLUTDRUCK)?
- Rauchen
- Alkohol
- Coca Cola
- Schwarzen Tee
Merke: eventuell in kleinen Mengen Tee oder Kaffee – ausprobieren.

TIPP DER WOCHE:
Gehen sie in die Hocke mit übereinander gekreuzten Beinen, atmen Sie ein und halten Sie die Luft für 4-8 Sekunden an. Der Blutdruck steigt an. Bei Bedarf beliebig oft wiederholen.

Quelle:MDR.de
 
 
 
 
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