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Blutdruckkrankheiten2 July 2007. Autor: Blutdruckmessgerät |
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Arterielle Hypertonie
Die Arterielle Hypertonie, oft verkürzt auch Hypertonie, Hypertonus oder Hypertension oder im täglichen Sprachgebrauch Bluthochdruck genannt, ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck chronisch erhöht ist. Folgeschäden wie die koronare Herzkrankheit und Schlaganfall stellen eine Haupttodesursache in den Industrieländern dar. Altersabhängig sind 10-30 % der Bevölkerung davon betroffen. Nach WHO-Kriterien gilt ein mit dem Blutdruckmessgerät bemessener systolischer Blutdruck höher als 120 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck höher als 80 mmHg als grenzwertig, ein systolischer Blutdruck höher als 140 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck größer als 90 mmHg definiert eine Hypertonie. Epidemiologie Die Krankheitshäufigkeit der arteriellen Hypertonie ist in den Industrieländern seit den 80er Jahren konstant hoch. Sie liegt bei 10-20 % der Gesamtbevölkerung. Mit 80 Jahren haben 30 % der Mitteleuropäer einen systolischen Blutdruck > 160 mmHg Renz-Polster: 2004. In westlichen Industrieländern lebt etwa jeder zweite Erwachsene mit einem Blutdruck mit Werten über 140/90 mmHg. In der Altersgruppe zwischen 25 und 29 Jahren ist der Druck in den Gefäßen bei etwa jeder zehnten Frau und etwa jedem vierten Mann zu hoch. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Häufigkeit des Bluthochdrucks stark zu. Bei den über 60-jährigen weist nur noch etwa jeder Vierte normale Blutdruckwerte auf. In Deutschland findet sich die höchste Hypertonie-Prävalenz in Europa und bei der Schlaganfall-Mortalität steht Deutschland mit an Europas Spitze. Hypertonie ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in einer allgemeinmedizinischen Praxis. Ein wichtiger blutdrucksteigernder Faktor kann Arbeit sein. Von Arbeitenden mit einem durchschnittlichen Alter von 44 Jahren hatten nur 35 % einen normalen Blutdruck und von den Bluthochdruckkranken hatten nur 7,5 % unter blutdrucksenkender Therapie normale Blutdruckwerte. Das zeigten Blutdrucklangzeitmessungen während der Arbeit, die über 5 Jahre hinweg immer wieder gemacht wurden. In Österreich schätzt zwar beinahe jeder diese Erkrankung als ernste Bedrohung ein, jedoch nur ca 50 % wissen über ihren Blutdruck auch Bescheid - im Gegensatz zu den USA, wo 70 % der Befragten ihre Blutdruckwerte kennen. In Österreich sind gut 1 Million Hypertoniker bekannt. Somit kann von einer weiteren Million ausgegangen werden, die als Hypertoniker unerkannt leben. Allerdings sind auch von den bekannten Hochdruckpatienten in Österreich nur ca. 30 % in Behandlung. Von diesen sind wiederum nur 10 % so eingestellt, dass von einem befriedigenden Ergebnis gesprochen werden kann, wogegen die behandelnden Ärzte der Meinung sind, 55 % der Patienten gut eingestellt zu haben.
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