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Blutdruckmessgerät » Articles for 31.07.2007
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Blutdruckmessgerät
Information
Auf unserem Portal finden Sie nützliche Informationen zum Thema Blutdruckmessgerät bzw. Blutdruckmesser, Blutmessgerät und Blutzuckermessgerät. Alle Informationen auf unserem Portal stehen unseren Besuchern absolut kostenlos zu Verfügung und ohne lästigen Kaufaufforderung.

Hauptkategorie : Blutdruckmessung und Therapie
 
Die Messung des arteriellen Blutdrucks, im allgemeinen mit BD oder BP abgekürzt, erfolgt heute nur noch selten nach der obsoleten Methode von Riva-Rocci mittels Armmanschette mit Quecksilbersäule und Tasten des Pulses und nicht mit Blutdruckmessgerät. In der Routinediagnostik kommt meist die oszillometrische Messung, oder die von Korotkow modifizierte Methode mit Armmanschette und Auskultation der Pulsationsgeräusche zum Einsatz.

Dennoch kann man immer noch die Abkürzung „RR“ für diese spezielle nicht-blutige Messung des arteriellen Blutdrucks finden. Die Höhe des Blutdrucks wird häufig noch in "Millimeter Quecksilbersäule" (mm Hg, Torr), der alten Einheit für den Druck angegeben, während diese Einheit außerhalb der Medizin durch die SI-Einheit Pascal abgelöst wurde.

Grenzwerte

Die von der WHO und den deutschen medizinischen Fachgesellschaften vertretenen Normwerte lauten :
Bewertung systolisch (mm Hg) diastolisch (mm Hg)
optimaler Blutdruck 110
isolierte systolische Hypertonie > 140 < 90

Das Phänomen, dass Menschen mit sonst normalem Blutdruck bei Messungen durch medizinisches Personal wiederholt erhöhte Blutdruckwerte aufweisen wird oft als Weißkittelhypertonie bezeichnet. Daher sollten diese "Gelegenheitsmessungen" durch Selbstmessungen des Patienten und möglichst auch durch automatische 24-Stunden-Messungen ergänzt werden. Es ist auch möglich, belastungsabhängige Blutdruckspitzen durch Untersuchung am Fahrrad-Ergometer zu erfassen.

Behandlung

Die Senkung des oberen Blutdruckwertes um durchschnittlich 12 mm Hg über 10 Jahre verhindert bei 11 behandelten Patienten einen Todesfall (Number needed to treat, NNT). Kaum jeder zweite Patient werde bei gegebener Hochdruck-Indikation therapiert. Hochdruckpatienten werden laut einer snapshot-Umfrage des Berufsverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK) weiterhin durch den Hausarzt unzureichend medikamentös versorgt. In der Einschätzung der Qualität ihrer Hochdrucktherapie verschätzten sich Hausärzte ebenso wie Kardiologen. In 60% der Fälle meinten sie "optimal eingestellt", während dies nur bei 35% der Fälle tatsächlich der Fall war. Der Blutdruck sei nur bei einem Drittel der Patienten gut eingestellt gewesen, bei den Privatpatienten signifikant besser als bei den Kassenpatienten.

Allgemeinmaßnahmen

Der Veränderung des Lebensstils kommt als Grundlage der Therapie eine wichtige Rolle zu. Das gilt gleichermaßen für Patienten vor Beginn einer medikamentösen Therapie und für solche, die bereits behandelt werden. Faktoren, die nachgewiesenerweise den Blutdruck und das kardiovaskuläre Risiko senken können, sind:

* Beendigung des Rauchens
* Gewichtsreduktion
* Verminderung des Alkoholkonsums
* körperliche Bewegung/Sport
* Reduktion des Kochsalzkonsums
* gesunde Ernährung (Obst, Gemüse, wenig Fett)

Medikamentöse Therapie
Es ist wichtig oft Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät zu messen.
Wenn andere Risikofaktoren (z. B. Diabetes mellitus) oder gar bereits Herz-Kreislauf-Krankheiten und Organschäden bestehen, sollte jedoch mit einer medikamentösen Behandlung nicht lange gewartet werden. Das gleiche gilt, wenn eine Änderung des Lebensstils nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat.

Die Leitlinie der Deutschen Hochdruckliga (s. u. Weblinks) enthält genaue Vorschläge zur Risikobestimmung beim konkreten Patienten. Beispielsweise sollte bei einem sonst völlig gesunden Nichtraucher erst Werte ab 160 mmHg systolisch mit Medikamenten behandelt werden, bei einem rauchenden Diabetiker bereits solche ab 130 mmHg. Die Behandlungsziele unterscheiden sich genauso, d. h. ein übergewichtiger Patient mit koronarer Herzkrankheit sollte unbedingt Werte unter 130/80 mmHg erreichen, ein Gesunder kann bei 140/85 eingestellt werden.

Für die medikamentöse Therapie kommen insbesondere folgende als Antihypertonika wirkende Substanzgruppen in Betracht:

* ACE-Hemmer
* AT1-Antagonisten
* Betablocker
* Diuretika
* Calciumantagonisten

* Alphablocker
* Kaliumkanalöffner
* α2-Agonisten
* NO-Donatoren

Die Auswahl richtet sich nach dem Lebensalter und den Begleiterkrankungen des Betroffenen. Es gibt verschiedene Empfehlungen. Angestrebt werden aber möglichst einfache Schemata, in der Regel sollte nur ein Präparat verordnet werden.

Monotherapie

Bei der Monotherapie mit nur einem Präparat muss unter Umständen mehrmals das Präparat gewechselt werden, bis eines gefunden ist, auf welches der Patient gut anspricht und bei dem keine größeren Nebenwirkungen auftreten.

Für die Monotherapie eigenen sich Diuretika, Betablocker, Calciumantagonisten, AT1-Antagonisten und ACE-Hemmer (Mittel der ersten Wahl).

Tritt innerhalb von 1-3 Monaten kein Therapieerfolg ein, sollte zu einer Zweifachkombination übergegangen werden.

Zweifachkombination

Die Zweifachkombination ist einer bis zur Maximaldosis gesteigerten Monotherapie überlegen (da sich die Wirkungen der verschiedenen Mittel oft potenzieren) und verringert die Nebenwirkungsrate. Daher geht man in der modernen Therapie der Hypertonie dazu über, eher frühzeitig Medikamentenkombinationen von zwei oder sogar drei Medikamenten zu verordnen.

Typische Zweifachkombinationen sind:

* Diuretikum + Betablocker oder Calciumantagonist oder ACE-Hemmer
* Calciumantagonist + Betablocker oder ACE-Hemmer

Reicht auch dies nicht, wird auf die Dreierkombination umgestiegen.

Dreifachkombination

Hier sind typisch:

* Diuretikum + Betablocker + Vasodilatator
* Diuretikum + AT1-Antagonist oder ACE-Hemmer + Calciumantagonist
* Diuretikum + Sympatholytikum + Vasodilatator

Vasodilatator bedeutet hier: Calciumantagonist, ACE-Hemmer, AT1-Antagonist, Alphablocker oder Dihydralazin

Ultima ratio

Schlägt alles nicht an, kombiniert man ein stark wirksames Diuretikum mit dem Vasodilatator Minoxidil und einem Alphablocker. Diese Kombination ist praktisch immer wirksam, wird aber oft schlecht vertragen.

Zukünftiger Impfstoff

Schweizer Wissenschaftler gaben im Juni 2007 bekannt, dass sich der entwickelte Impfstoffkandidat CYT006-AngQb erfolgreich in einer klinischen Studie in Phase IIa befinde. CYT006-AngQb soll das Immunsystem des Patienten dazu bringen, eine spezifische, gegen Angiotensin II gerichtete Antikörperantwort zu induzieren. Angiotensin II ist ein körpereigenes Peptid und Teil des Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, einem wichtigen Blutdruckregulator. Angiotensin II ruft eine Verengung der Blutgefässe hervor, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks führt. Durch die Bildung von Antikörpern solle die Bindung von Angiotensin II an seine Rezeptoren und die darauf folgende Gefässverengung reduziert werden. Insbesondere morgendliche Blutdruckspitzen sollen durch die Behandlung vermieden werden. Die Bedeutung für die Praxis ist noch unklar, umfangreiche klinische Daten liegen noch nicht vor.

 
 
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Blutdruckmessgerät : Blutdruckmessung
 
Die Blutdruckmessung mit einem Blutdruckmessgerät ist eine Ermittlung des Blutdrucks in einem Blutgefäß durch einen technischen äußerlichen Verfahren. In der Regel unterscheidet man die Messung des arteriellen Blutdrucks, des venösen Blutdrucks, wie zum Beispiel den zentralen Venendruck, sowie die Messung in der Lungenschlagader, ein sogenannter pulmonalarterieller Blutdruck und im Lungenkapillargebiet ein sogenanntes pulmonalkapillärer Blutdruck. Die meisten Methoden erfordern spezielle Untersuchungsverfahren und teilweise an die Spezialverfahren außerhalb der Routine angewiesen sind, dabei ist die Messung des arteriellen Blutdruckes eine der wichtigsten Werten im menschlichen Organismus, daher ist es von eine enorme Bedeutung, dass diese Vorgang unkompliziert, verlässlich und schnell durchzuführen möglich ist.

Messung des Blutdrucks mit dem Blutdruckmessgerät

Es gibt eine indirekte nichtinvasive, unblutige Blutdruckmessung und es gibt eine direkte invasive bzw. blutige Messung mittels eines Druckfühlers in einem Blutgefäß unddie mit Hilfe einer Blutdruckmanschette an einer Extremität durchgeführt werden kann.


Direkte Blutdruckmessung

Bei der direkten, invasiven Messung sehr häufig auch mit „IBP“, invasive blood pressure abgekürzt wird eine periphere Arterie, meist die Arteria radialis, punktiert und ein Drucksensor eingebracht. Über diesen lässt sich der Blutdruckverlauf auf einem Monitor darstellen. Die Messung ist genau und bietet den Vorteil einer kontinuierlichen Überwachung, zusätzlich bestimmt das Gerät die Herzfrequenz und den mittleren arteriellen Druck MAP. Da die Methode invasiv ist, was mit dem Risiko von Blutungen, Infektionen und Nervenverletzungen einhergeht, wird sie vor allem von Anästhesisten zur Überwachung während einer Operation und auf Intensivstationen eingesetzt. Mit einer invasiven Blutdruckmessung können auch der zentralvenöse Druck in der Hohlvene und der pulmonalarterielle Druck in der Lungenarterie gemessen werden.

Indirekte Blutdruckmessung

Bei der auskultatorischen Messung wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm über den erwarteten Blutdruck aufgeblasen. Beim langsamen Ablassen kann man das Auftreten und danach wieder das Verschwinden eines Korotkow-Geräusches mit Hilfe eines Stethoskops über der Arterie des Armes hören auskultieren. Der Druck, der bei Auftretensbeginn des gehörten Geräusches auf der Skala des Messgerätes abgelesen werden kann, entspricht dem oberen, systolischen Blutdruckwert, d.h. der systolische Druck ist in diesem Moment größer als der Druck der Manschette. Das Geräusch, das gegen Ende des Druckablassens der Manschette gehört wird, zeigt den diastolischen Blutdruck an, der nun stärker als der Manschettendruck ist. Die auskultatorische Messung ist das Standardverfahren der nichtinvasiven Messverfahren.

Die oszillatorische Messung wird wie die beiden anderen Verfahren durchgeführt, der obere und untere Wert wird anhand eines Zitterns des Zeigers auf der Skala des Messgerätes festgestellt, das die Übertragung von Schwingungen der Gefäßwand auf die Blutdruckmanschette darstellt. Bei der manuellen Messung lassen sich so nur ungenaue Ergebnisse erzielen. Dieses Messprinzip wird jedoch zuverlässig von Messautomaten zur kontinuierlichen Überwachung, z.B. postoperativ im Aufwachraum eingesetzt. Diese messen als Alternative zur invasiven Blutdruckmessung den Blutdruck des Patienten im Intervall von wenigen Minuten.

Bei der indirekten Blutdruckmessung häufig mit „NIBP“, non-invasive blood pressure abgekürzt wird der Blutdruck mit Hilfe eines Blutdruckmessgerätes an einer Extremität, meist am Arm, gemessen. Während die Messung auf diese Weise nicht so genau wie das direkte Verfahren ist, machen die leichte, schnelle, ungefährliche und kostengünstige Durchführung sie zum Mittel der Wahl in den meisten medizinischen Bereichen. Man unterscheidet die manuelle Messung von der automatischen Messung mittels eines digitalen Gerätes siehe Blutdruckmessgerät. Wichtig ist, dass die Manschette auf Herzhöhe ist, dies ist insbesondere bei Handgelenkgeräten zu beachten. Die manuelle Messung kann auskultatorisch, palpatorisch und oszillatorisch durchgeführt werden. Die Werte der einzelnen Methoden weichen dabei leicht voneinander ab.

Auch bei der palpatorischen Messung wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm angelegt, beim Ablassen des Druckes wird der Puls an der Arteria radialis getastet. Der Druck, der beim erstmalig getasteten Pulsschlag auf der Skala des Messgerätes abgelesen werden kann, entspricht dem oberen, systolischen Blutdruckwert. Der diastolische Wert kann auf diese Weise nicht ermittelt werden. Das Verfahren bietet sich für laute Umgebungen, insbesondere im Rettungsdienst, an.

 
 
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Hauptkategorie : Blutdruckmessgerät bzw. Blutdruckmesser
 
Mit dem Blutdruckmessgerät bzw. Sphygmomanometer oder auch als Blutdruckmesser gennant, kann mann von außen, am Handgelenk oder am Oberarm den Blutdruck des Menschen messen, diese Prozedure nennt man Blutdruckmessung. Die Blutdruckmessung dauert circa 20-40 Sekunden und ist absolut einfach in der Bedienung und vom Gefühl her wird als nicht unangenehm empfunden.

Auf dem Blutdruckmessgerät kann man bestimmte Blutdruckwerte erkennen, sie werden in Millimeter Quecksilbersäule mmHg angegeben. Die meißten Blutdruckmessgeräte zeigen zwei Zahlen in zwei Reihen, oben systolischen Blutwerte und unten diastolischen Blutwerte, aufgrund den Zahlen ergibt sich ein Blutdruck.

Das Blutdruckmaximum, auch systolische Blutdruck gennant beträgt einen Blutdruckwert bei einem gesunden Erwachsenen etwa 120 - 140 mm Hg an der Quecksilbersäule, das Blutdruckminimum, wird auch als diastolische gennant beträgt ca. 70 - 90 mm Hg. Eine anhaltende Erhöhung des Blutdrucks kann das Herz schädigen oder auch Blutgefäße, Nieren und Gehirn und ist deshalb sehr gefährlich.

Ein Blutdruckmessgerät darf in keinem Haushalt fehlen. Mit handelsüblichen Blutdruckmessgeräten ist die Messung des eigenen Blutdrucks sehr einfach und unproblematisch geworden. Die Erfahrung zeigt, dass beinahe bei fast allen im Handel erhältlichen Blutdruckmessgeräten sind die angezeigten Blutdruckwerte als verlässlich zu betrachten. Hauptvorteile gegenüber der Messung durch den Arzt liegen praktisch auf der Hand - es wird Ihnen eine tägliche, wenn nicht sogar eine stündliche Messung aufgrund dieses Vorteils ermöglicht, die Blutdruckwerte werden in vertrauter Umgebung gemessen, so dass Sie sich in alle Ruhe ihren Blutdruck messen können. So werden die Blutdruckwerte nicht aufgrund der Aufregung beim Doktor erhöht oder zu zu niedrig sein.
 
 
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