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<title>Blutdruckmessgerät und alles zu diesem Thema</title>
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<description>Blutdruckmessgerät und alles zu diesem Thema</description>
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<title>Blutdruckmessgerät bzw. Blutdruckmesser</title>
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<description><![CDATA[Mit dem Blutdruckmessgerät bzw. Sphygmomanometer oder auch als Blutdruckmesser gennant, kann mann von außen, am Handgelenk oder am Oberarm den Blutdruck des Menschen messen, diese Prozedure nennt man Blutdruckmessung. Die Blutdruckmessung dauert circa 20-40 Sekunden und ist absolut einfach in der Bedienung und vom Gefühl her wird als nicht unangenehm empfunden.<br /><br />Auf dem Blutdruckmessgerät kann man bestimmte Blutdruckwerte erkennen, sie werden in Millimeter Quecksilbersäule mmHg angegeben. Die meißten Blutdruckmessgeräte zeigen zwei Zahlen in zwei Reihen, oben systolischen Blutwerte und unten diastolischen Blutwerte, aufgrund den Zahlen ergibt sich ein Blutdruck.<br /><br />Das Blutdruckmaximum, auch systolische Blutdruck gennant beträgt einen Blutdruckwert bei einem gesunden Erwachsenen etwa 120 - 140 mm Hg  an der Quecksilbersäule, das Blutdruckminimum, wird auch als diastolische gennant beträgt ca. 70 - 90 mm Hg.  Eine anhaltende Erhöhung des Blutdrucks kann das Herz schädigen oder auch Blutgefäße, Nieren und Gehirn und ist deshalb sehr gefährlich.<br /><br />Ein Blutdruckmessgerät darf in keinem Haushalt fehlen. Mit handelsüblichen Blutdruckmessgeräten ist die Messung des eigenen Blutdrucks sehr einfach und unproblematisch geworden. Die Erfahrung zeigt, dass beinahe bei fast allen im Handel erhältlichen Blutdruckmessgeräten sind die angezeigten Blutdruckwerte als verlässlich zu betrachten. Hauptvorteile gegenüber der Messung durch den Arzt liegen praktisch auf der Hand - es wird Ihnen eine tägliche, wenn nicht sogar eine stündliche Messung aufgrund dieses Vorteils ermöglicht, die Blutdruckwerte werden in vertrauter Umgebung gemessen, so dass Sie sich in alle Ruhe ihren Blutdruck messen können. So werden die Blutdruckwerte nicht aufgrund der Aufregung beim Doktor erhöht oder zu zu niedrig sein.]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 02:50:37 -0700</pubDate>
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<title>Günstige Blutdruckmessgeräte</title>
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<description><![CDATA[Mit dem Alter, also meistens bei älteren Menschen wie man weiss kommt es leider oft dazu, dass sich vor allem sowohl die Sehefähigkeit als auch bestimmte Bewegungsabläufe, motorische Fähigkeiten und das gesamte Gesundheitlicher Zustand sich verschlechtern, was dazu führt, dass der blutdruck verückt spielt, was ein riesiges Problem darstellt. Daher ist sehr wichtig ein Blutdruckmessgerät Zuhand haben um immer schenll ud eingach den Blutdruckwert ermittlen zu können und um wenn nötig dann schnell und wirksam dagegen vorzugehen. Im Vergleich zum älteren Stythoskop der meiner Meinung nach genauer aber siemlich kompliziert in der Handhabung sind, sind die moderne Blutdruckmessgerät sind sehr einfach in der Bedienung und meistens nur mit einem oder zwei Knopfen ausgestattet. Man braucht daher nichts weiter zu tun als das Blutdruckmessgerät an das Handgelenk bzw. an das Oberarm mit der Manschete zu befestigen, das Blutdruckmesser einzuschalten und den "Start" Knopf zu drücken. Nach wenigen Sekunden tritt der relativ genaue Blutdruckwert in Erscheinung und an gleich weiss was die Sache ist.<br /><br />Die Preispalette für ein Blutdruckmessgerät ist ziemlich breit und liegt in etwa zwischen 10,- Euro und 250,- Euro. Man muss natürlich zwischen Blutdruckmessgeräte für Eigengebrauch und professionellen Blutdruckmessgeräte unterscheiden, die in der Regel in den Krankenhäusen die Anwendung finden.<br />Wie man sicherlich in den letzten Monaten gemerkt hat, erscheinen immer mehr elektronischen Blutdruckmessgeräte in solchen Geschäften wie Liddle, Penny, Aldi oder sogar in Mediamarkt und Saturn. Fraglich ist in wie Weit man Ergebnissen dieser Blutdruckmesser vertrauen kann und wie zuverlässig sind die Blutdruckwerte.<br />Die Erfahrung zeigt, dass sogar solche "billige" Blutdruckmessgeräte dessen Preis sich in Höhe von ca 10,- Euro bis 15,- Euro bewegt relative genaue Werte wiederhergeben. Jedoch ist aufgrund diesen niedrigen Preisen nicht unbedingt eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit zu erwarten, im Falle wenn das Blutdruckmessgerät versagen sollte, und wie man weiss die Gesundheit eines Menschen kann man nicht kaufen und die ist auch das teuerste Gut was Jederman besitzt. Daher ist es eventuell eine Überlegung Wert was für ein Blutdruckmessgerät man kaufen und in Anspruch nehmen sollte. Ferner kauft man so ein Gerät nicht jeden Tag]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Wed, 01 Aug 2007 00:01:31 -0700</pubDate>
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<title>Blutdruckmessung und Therapie</title>
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<description><![CDATA[Die Messung des arteriellen Blutdrucks, im allgemeinen mit BD oder BP abgekürzt, erfolgt heute nur noch selten nach der obsoleten Methode von Riva-Rocci mittels Armmanschette mit Quecksilbersäule und Tasten des Pulses und nicht mit Blutdruckmessgerät. In der Routinediagnostik kommt meist die oszillometrische Messung, oder die von Korotkow modifizierte Methode mit Armmanschette und Auskultation der Pulsationsgeräusche zum Einsatz.<br /><br />Dennoch kann man immer noch die Abkürzung „RR“ für diese spezielle nicht-blutige Messung des arteriellen Blutdrucks finden. Die Höhe des Blutdrucks wird häufig noch in "Millimeter Quecksilbersäule" (mm Hg, Torr), der alten Einheit für den Druck angegeben, während diese Einheit außerhalb der Medizin durch die SI-Einheit Pascal abgelöst wurde.<br /><br /><b>Grenzwerte</b><br /><br />Die von der WHO und den deutschen medizinischen Fachgesellschaften vertretenen Normwerte lauten :<br />Bewertung 	systolisch (mm Hg) 	diastolisch (mm Hg)<br />optimaler Blutdruck 	            110<br />isolierte systolische Hypertonie  > 140 	< 90<br /><br />Das Phänomen, dass Menschen mit sonst normalem Blutdruck bei Messungen durch medizinisches Personal wiederholt erhöhte Blutdruckwerte aufweisen wird oft als Weißkittelhypertonie bezeichnet. Daher sollten diese "Gelegenheitsmessungen" durch Selbstmessungen des Patienten und möglichst auch durch automatische 24-Stunden-Messungen ergänzt werden. Es ist auch möglich, belastungsabhängige Blutdruckspitzen durch Untersuchung am Fahrrad-Ergometer zu erfassen.<br /><br /><b>Behandlung</b><br /><br />Die Senkung des oberen Blutdruckwertes um durchschnittlich 12 mm Hg über 10 Jahre verhindert bei 11 behandelten Patienten einen Todesfall (Number needed to treat, NNT). Kaum jeder zweite Patient werde bei gegebener Hochdruck-Indikation therapiert. Hochdruckpatienten werden laut einer snapshot-Umfrage des Berufsverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK) weiterhin durch den Hausarzt unzureichend medikamentös versorgt. In der Einschätzung der Qualität ihrer Hochdrucktherapie verschätzten sich Hausärzte ebenso wie Kardiologen. In 60% der Fälle meinten sie "optimal eingestellt", während dies nur bei 35% der Fälle tatsächlich der Fall war. Der Blutdruck sei nur bei einem Drittel der Patienten gut eingestellt gewesen, bei den Privatpatienten signifikant besser als bei den Kassenpatienten.<br /><br /><b>Allgemeinmaßnahmen</b><br /><br />Der Veränderung des Lebensstils kommt als Grundlage der Therapie eine wichtige Rolle zu. Das gilt gleichermaßen für Patienten vor Beginn einer medikamentösen Therapie und für solche, die bereits behandelt werden. Faktoren, die nachgewiesenerweise den Blutdruck und das kardiovaskuläre Risiko senken können, sind:<br /><br />    * Beendigung des Rauchens<br />    * Gewichtsreduktion<br />    * Verminderung des Alkoholkonsums<br />    * körperliche Bewegung/Sport<br />    * Reduktion des Kochsalzkonsums<br />    * gesunde Ernährung (Obst, Gemüse, wenig Fett)<br /><br /><b>Medikamentöse Therapie</b><br />Es ist wichtig oft Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät zu messen.<br />Wenn andere Risikofaktoren (z. B. Diabetes mellitus) oder gar bereits Herz-Kreislauf-Krankheiten und Organschäden bestehen, sollte jedoch mit einer medikamentösen Behandlung nicht lange gewartet werden. Das gleiche gilt, wenn eine Änderung des Lebensstils nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat.<br /><br />Die Leitlinie der Deutschen Hochdruckliga (s. u. Weblinks) enthält genaue Vorschläge zur Risikobestimmung beim konkreten Patienten. Beispielsweise sollte bei einem sonst völlig gesunden Nichtraucher erst Werte ab 160 mmHg systolisch mit Medikamenten behandelt werden, bei einem rauchenden Diabetiker bereits solche ab 130 mmHg. Die Behandlungsziele unterscheiden sich genauso, d. h. ein übergewichtiger Patient mit koronarer Herzkrankheit sollte unbedingt Werte unter 130/80 mmHg erreichen, ein Gesunder kann bei 140/85 eingestellt werden.<br /><br />Für die medikamentöse Therapie kommen insbesondere folgende als Antihypertonika wirkende Substanzgruppen in Betracht:<br /><br />    * ACE-Hemmer<br />    * AT1-Antagonisten<br />    * Betablocker<br />    * Diuretika<br />    * Calciumantagonisten<br /><br />    * Alphablocker<br />    * Kaliumkanalöffner<br />    * &#945;2-Agonisten<br />    * NO-Donatoren<br /><br />Die Auswahl richtet sich nach dem Lebensalter und den Begleiterkrankungen des Betroffenen. Es gibt verschiedene Empfehlungen. Angestrebt werden aber möglichst einfache Schemata, in der Regel sollte nur ein Präparat verordnet werden.<br /><br /><b>Monotherapie</b><br /><br />Bei der Monotherapie mit nur einem Präparat muss unter Umständen mehrmals das Präparat gewechselt werden, bis eines gefunden ist, auf welches der Patient gut anspricht und bei dem keine größeren Nebenwirkungen auftreten.<br /><br />Für die Monotherapie eigenen sich Diuretika, Betablocker, Calciumantagonisten, AT1-Antagonisten und ACE-Hemmer (Mittel der ersten Wahl).<br /><br />Tritt innerhalb von 1-3 Monaten kein Therapieerfolg ein, sollte zu einer Zweifachkombination übergegangen werden.<br /><br /><b>Zweifachkombination</b><br /><br />Die Zweifachkombination ist einer bis zur Maximaldosis gesteigerten Monotherapie überlegen (da sich die Wirkungen der verschiedenen Mittel oft potenzieren) und verringert die Nebenwirkungsrate. Daher geht man in der modernen Therapie der Hypertonie dazu über, eher frühzeitig Medikamentenkombinationen von zwei oder sogar drei Medikamenten zu verordnen.<br /><br />Typische Zweifachkombinationen sind:<br /><br />    * Diuretikum + Betablocker oder Calciumantagonist oder ACE-Hemmer<br />    * Calciumantagonist + Betablocker oder ACE-Hemmer<br /><br />Reicht auch dies nicht, wird auf die Dreierkombination umgestiegen.<br /><br /><b>Dreifachkombination</b><br /><br />Hier sind typisch:<br /><br />    * Diuretikum + Betablocker + Vasodilatator<br />    * Diuretikum + AT1-Antagonist oder ACE-Hemmer + Calciumantagonist<br />    * Diuretikum + Sympatholytikum + Vasodilatator<br /><br />Vasodilatator bedeutet hier: Calciumantagonist, ACE-Hemmer, AT1-Antagonist, Alphablocker oder Dihydralazin<br /><br /><b>Ultima ratio</b><br /><br />Schlägt alles nicht an, kombiniert man ein stark wirksames Diuretikum mit dem Vasodilatator Minoxidil und einem Alphablocker. Diese Kombination ist praktisch immer wirksam, wird aber oft schlecht vertragen.<br /><br /><b>Zukünftiger Impfstoff</b><br /><br />Schweizer Wissenschaftler gaben im Juni 2007 bekannt, dass sich der entwickelte Impfstoffkandidat CYT006-AngQb erfolgreich in einer klinischen Studie in Phase IIa befinde. CYT006-AngQb soll das Immunsystem des Patienten dazu bringen, eine spezifische, gegen Angiotensin II gerichtete Antikörperantwort zu induzieren. Angiotensin II ist ein körpereigenes Peptid und Teil des Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, einem wichtigen Blutdruckregulator. Angiotensin II ruft eine Verengung der Blutgefässe hervor, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks führt. Durch die Bildung von Antikörpern solle die Bindung von Angiotensin II an seine Rezeptoren und die darauf folgende Gefässverengung reduziert werden. Insbesondere morgendliche Blutdruckspitzen sollen durch die Behandlung vermieden werden. Die Bedeutung für die Praxis ist noch unklar, umfangreiche klinische Daten liegen noch nicht vor.<br /><br /><ul><li> Seitentitel: Arterielle Hypertonie<br /></li><li> Herausgeber: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. <br /></li><li> Autor(en): <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzer" title="Wikipedia:Benutzer">Wikipedia-Autoren</a>, siehe <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&action=history" class="external text" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&action=history" rel="nofollow">Versionsgeschichte</a><br /></li><li> Datum der letzten Bearbeitung: 17. September 2007, 07:55 <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierte_Weltzeit" title="Koordinierte Weltzeit">UTC</a><br /></li><li> Versions-ID der Seite: 36795797<br /><br /></li><li> Permanentlink: <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797" class="external free" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797</a><br /></li><li> Datum des Abrufs: 19. September 2007, 10:13 UTC<br /></li></ul>]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 03:26:25 -0700</pubDate>
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<title>Blutdruckkrankheiten</title>
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<description><![CDATA[<b>Arterielle Hypertonie</b><br /><br />Die Arterielle Hypertonie, oft verkürzt auch Hypertonie, Hypertonus oder Hypertension oder im täglichen Sprachgebrauch Bluthochdruck genannt, ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck chronisch erhöht ist. Folgeschäden wie die koronare Herzkrankheit und Schlaganfall stellen eine Haupttodesursache in den Industrieländern dar. Altersabhängig sind 10-30 % der Bevölkerung davon betroffen.<br /><br />Nach WHO-Kriterien gilt ein mit dem Blutdruckmessgerät bemessener systolischer Blutdruck höher als 120 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck höher als 80 mmHg als grenzwertig, ein systolischer Blutdruck höher als 140 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck größer als 90 mmHg definiert eine Hypertonie.<br /><br /><b>Epidemiologie</b><br /><br />Die Krankheitshäufigkeit der arteriellen Hypertonie ist in den Industrieländern seit den 80er Jahren konstant hoch. Sie liegt bei 10-20 % der Gesamtbevölkerung. Mit 80 Jahren haben 30 % der Mitteleuropäer einen systolischen Blutdruck > 160 mmHg Renz-Polster: 2004.<br /><br />In westlichen Industrieländern lebt etwa jeder zweite Erwachsene mit einem Blutdruck mit Werten über 140/90 mmHg. In der Altersgruppe zwischen 25 und 29 Jahren ist der Druck in den Gefäßen bei etwa jeder zehnten Frau und etwa jedem vierten Mann zu hoch. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Häufigkeit des Bluthochdrucks stark zu. Bei den über 60-jährigen weist nur noch etwa jeder Vierte normale Blutdruckwerte auf. In Deutschland findet sich die höchste Hypertonie-Prävalenz in Europa und bei der Schlaganfall-Mortalität steht Deutschland mit an Europas Spitze. Hypertonie ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in einer allgemeinmedizinischen Praxis.<br /><br />Ein wichtiger blutdrucksteigernder Faktor kann Arbeit sein. Von Arbeitenden mit einem durchschnittlichen Alter von 44 Jahren hatten nur 35 % einen normalen Blutdruck und von den Bluthochdruckkranken hatten nur 7,5 % unter blutdrucksenkender Therapie normale Blutdruckwerte. Das zeigten Blutdrucklangzeitmessungen während der Arbeit, die über 5 Jahre hinweg immer wieder gemacht wurden.<br /><br />In Österreich schätzt zwar beinahe jeder diese Erkrankung als ernste Bedrohung ein, jedoch nur ca 50 % wissen über ihren Blutdruck auch Bescheid - im Gegensatz zu den USA, wo 70 % der Befragten ihre Blutdruckwerte kennen. In Österreich sind gut 1 Million Hypertoniker bekannt. Somit kann von einer weiteren Million ausgegangen werden, die als Hypertoniker unerkannt leben.<br /><br />Allerdings sind auch von den bekannten Hochdruckpatienten in Österreich nur ca. 30 % in Behandlung. Von diesen sind wiederum nur 10 % so eingestellt, dass von einem befriedigenden Ergebnis gesprochen werden kann, wogegen die behandelnden Ärzte der Meinung sind, 55 % der Patienten gut eingestellt zu haben.<br /><br /><ul><li> Seitentitel: Arterielle Hypertonie<br /></li><li> Herausgeber: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. <br /></li><li> Autor(en): <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzer" title="Wikipedia:Benutzer">Wikipedia-Autoren</a>, siehe <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&action=history" class="external text" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&action=history" rel="nofollow">Versionsgeschichte</a><br /></li><li> Datum der letzten Bearbeitung: 17. September 2007, 07:55 <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierte_Weltzeit" title="Koordinierte Weltzeit">UTC</a><br /></li><li> Versions-ID der Seite: 36795797<br /><br /></li><li> Permanentlink: <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797" class="external free" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797</a><br /></li><li> Datum des Abrufs: 19. September 2007, 10:08 UTC<br /></li></ul>]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Mon, 02 Jul 2007 03:14:00 -0700</pubDate>
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<title>Geschichtliche Entwicklung des Blutdruckmessgerätes</title>
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<description><![CDATA[1733 wurde erstmals durch Stephen Hales 1677-1761 die invasive, blutige Messung im Veterinärbereich vorgenommen.<br /><br />Ein frühes Gerät der indirekten Blutdruckmessung war z.B. der Sphygmograph des deutschen Physiologen Karl von Vierordt 1818-1884. Das erste Sphygmomanometer wurde vom österreichischem Pathologen Samuel Siegfried Karl Ritter von Basch 1837-1905 erfunden, dem Hausarzt von Maximilian I.<br /><br />Eine einfache Methode des Sphygmomanometers mittels Quecksilber wurde vom italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci erfunden und 1896 veröffentlicht. Deshalb wurden die so mit diesem Gerät gemessenen Blutdruckwerte früher häufig noch mit "RR" gekennzeichnet. 1901 entdeckte Harvey Cushing diese Methode auf einer Italienreise, verbesserte sie für die klinische Anwendung und popularisierte sie.<br /><br />Im Jahre 1905 wurde vom russischen Militärarzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow durch Einsatz des Stethoskops zwecks Hörens der später nach ihm benannten Korotkow-Geräusche die Methode um die Messung des diastolischen Drucks erweitert.<br /><br />Heinrich von Recklinghausen verwendete eine breite Manschette, die erst die tatsächlichen Blutdrücke messen konnte, im Gegensatz zur dünnen Gummimanschette von Riva-Rocci siehe die Messungen von Müller und Blauel von 1907 mit einem Unterschied von 40 %. Erst durch seine Verwendung von einem Feder- oder Kapselmanometer konnte auch oszillometrisch gemessen werden, das waren die ersten Ansatzpunkte für ein modernes Blutdruckmessgerät.<br /><br />Quelle:<br />Die Informationen wurden teilweise von www.de.wikipedia.org übernommen]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 03:09:00 -0700</pubDate>
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<title>Ursachen für die Blutdruckkrankheiten</title>
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<description><![CDATA[Für gewöhnlich wird zwischen primärer und sekundärer Hypertonie unterschieden. Damit möchte man deutlich machen, dass Hypertonie einerseits Folge, sekundäre Hypertonie, einer anderen Grunderkrankung und andererseits Ursache, bzw. Krankheit selbst sein kann, primärer Hypertonie.<br /><br /><b>sekundäre Hypertonie</b><br /><br />Die sekundäre Hypertonie ist eine Bluthochdruckerkrankung, deren Ursache andere Grundkrankheiten sind. Dies ist bei 5 - 15 % aller Hochdruck-Patienten der Fall. Nicht zu den hier beschriebenen, chronischen Formen von Bluthochdruck zählen vorübergehende Blutdruckerhöhungen durch Erkrankung, Medikamente oder Schwangerschaft. Zumindest theoretisch sind diese Fälle durch Beseitigung der Grunderkrankung kausal heilbar.<br /><br /><b>Nierenerkrankungen</b><br /><br />Akute oder chronische Entzündungen in der Niere oder dem Nierenbecken, Zystenbildung, Tumoren oder Gefäßverengungen der Nierenarterien (Nierenarterienstenose) können einen Bluthochdruck zur Folge haben.<br /><br /><b>Störungen im Hormonhaushalt</b><br /><br />Verschiedene Erkrankungen wie das Conn-Syndrom (klassische Form oder normokaliämische Form, bis zu 8 % der Fälle), Phäochromozytom, adrenogenitales Syndrom (AGS) oder die Akromegalie können den Hormonhaushalt stören und dadurch zu einem Bluthochdruck führen.<br /><br /><b>angeborene Missbildungen der Hauptschlagader</b><br /><br />Bei einer Aortenisthmusstenose besteht eine Verengung der Hauptschlagader im Aortenbogen, also der Krümmung der Schlagader oberhalb vom Herzen. Durch diese Verengung steigt der Blutdruck an.<br /><br /><b>primäre essentielle Hypertonie</b><br /><br />90-95% der Patienten müssen jedoch als primäre oder essentielle Hypertoniker angesehen und langdauernd oder lebenslang mit blutdrucksenkenden Maßnahmen behandelt werden. Die Ursachen der Hypertonie sind bei diesen Patienten multifaktoriell und weiterhin nicht abschließend geklärt.<br /><br />    * Daher ist die primäre Hypertonie auch eine Ausschlussdiagnose und darf erst gestellt werden, wenn andere Ursachen sicher ausgeschlossen werden können.<br /><br /><b>Hypothesen zur Pathogenese der primären Hypertonie</b><br /><br />Primäre Hypertonien treten häufig zusammen mit Adipositas und einem gestörten Glukose- und Fettstoffwechsel auf. Man spricht dann vom metabolischen Syndrom. Dieser Komplex könnte über die mit ihm verbundene Insulinresistenz (siehe Diabetes mellitus Typ 2) über 2 Mechanismen eine Schlüsselrolle in der Pathogenese spielen:<br /><br />    * Insulin wirkt anti-natriuretisch (weniger Natrium wird über den Urin ausgeschieden). Dies führt zu einer Wasserretention und einer Zunahme des intravasalen Volumens (also mehr Blutvolumen). Der Körper reagiert auf das erhöhte Volumen mit einer Vasokonstriktion der peripheren Widerstandsgefäße und somit mit einer Blutdruckerhöhung.<br />    * Daneben wirkt Insulin zellproliferativ. Dies kann die bei Hypertonie beobachtete Hypertrophie der Media in arteriellen Gefäßen erklären.<br /><br />Wichtig scheinen weiterhin die Nieren zu sein. Menschen mit primärem Hypertonus scheinen eine geringere Anzahl von Glomeruli als normotone Menschen zu haben. Auch dies führt zu einer verstärkten Salz- und Wasserretention. Der Zusammenhang von Kochsalz (Natriumchlorid) in der Nahrung und Hypertonie ist statistisch zwar belegt, aber dennoch strittig. Befürworter des Zusammenhangs sehen folgenden Pathomechanismus:<br /><br />    * Natrium steigert die Erregbarkeit der glatten Gefäßmuskulatur. Dadurch verengen sich die Arterien und der Flusswiderstand erhöht sich.<br />    * Ferner kann es zu einem erhöhtem Blutvolumen kommen (siehe oben).<br /><br />Wie schon mehrfach erwähnt haben Lebensstil und Genuss- und Rauschmittel eine erhebliche Bedeutung für die Entstehung eines Hypertonus.<br /><br />    * Stress führt zu einer Aktivierung von Adrenorezeptoren und damit zur Aktivierung des sympathischen Nervensystems.<br />    * Fettreiche Kost mit erhöhtem Cholesterinanteil und vielen gesättigten Fettsäuren führt zu einer Blutdruckerhöhung. Zudem ist dies ein wichtiger Risikofaktor für Arteriosklerose.<br />    * Rauchen führt über eine Vasokonstriktion zu einer Blutdruckerhöhung.<br />    * Alkohol erhöht die Herzfrequenz, das Herzzeitvolumen und aktiviert das sympathische Nervensystem.<br />    * Auch Nicht-Steroidale-Antiphlogistika (NSAR) (z.B. Aspirin, Diclofenac und Ibuprofen) erhöhen über die Hemmung der Prostaglandinsynthese den Blutdruck um ca. 5 mmHg.<br />    * Die Ergebnisse der STARLET-Studie (Stress-assoziierte Hypertonie am Arbeitsplatz) zeigen, dass ein erheblicher Teil der Berufstätigen zu hohe Blutdruckwerte am Arbeitsplatz hat. In 64 deutschen Betrieben wurden für STARLET über 5.000 Personen untersucht. Von ihnen erfüllten 64% die Kriterien eines behandlungsbedürftigen Bluthochdrucks. Um ungesunden Arbeitsstress zu charakterisieren, haben sich zwei Modelle bewährt: Das Anforderungs-Kontroll-Modell von Karasek und Theorell (1990) und das Modell nach Siegrist (1996), zitiert nach.<br /><br />Bei Patienten mit arterieller Hypertonie ist fast immer eine endotheliale Dysfunktion mit verminderter Synthese bzw. Freisetzung von NO (Stickstoffmonoxid) nachweisbar. Eine verminderte Aktivität der endothelialen NO-Synthase und ein erhöhter NO-Metabolismus Infolge einer vermehrten Bildung freier Radikale spielen dafür wohl eine entscheidende Rolle. Zudem haben die meist erhöhten Homocysteinwerte negative Auswirkungen auf das für den Körper verfügbare Stickstoffmonoxid.<br /><br />    * Die Folgen sind Vasokonstriktion und damit eine Steigerung der Blutdruckwerte und Zunahme der arteriosklerotischen Veränderungen der Gefäßwände.<br /><br />Genetische Ursachen: Weiter besteht wohl ein Zusammenhang mit dem Beta-2-Rezeptoren-Gen. Hochdruck-Patienten haben häufig eine Variante dieses Gens, deren Nachweis früh ein erhöhtes Risiko für Hypertonie aufzeigten könnte. Auch sind bei diesen Patienten oft nicht die oben beschriebenen Risikofaktoren wie Adipositas etc. zu finden.<br /><br />Adducin - Endogenes Ouabain Theorie: Eine Mutation des &#945;-Adducin Gens spielt bei einem Teil der Menschen mit essentieller Hypertonie eine Rolle. Zur Zeit werden neue Medikamente entwickelt (siehe Rostafuroxin), die an diesem Punkt therapeutisch eingreifen.<br /><br /><br /><ul><li> Seitentitel: Arterielle Hypertonie<br /></li><li> Herausgeber: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. <br /></li><li> Autor(en): <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzer" title="Wikipedia:Benutzer">Wikipedia-Autoren</a>, siehe <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&action=history" class="external text" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&action=history" rel="nofollow">Versionsgeschichte</a><br /></li><li> Datum der letzten Bearbeitung: 17. September 2007, 07:55 <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierte_Weltzeit" title="Koordinierte Weltzeit">UTC</a><br /></li><li> Versions-ID der Seite: 36795797<br /><br /></li><li> Permanentlink: <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797" class="external free" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Arterielle_Hypertonie&oldid=36795797</a><br /></li><li> Datum des Abrufs: 19. September 2007, 10:25 UTC<br /></li></ul>]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Mon, 21 May 2007 03:19:00 -0700</pubDate>
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<title>Der Blutdruck</title>
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<description><![CDATA[Der Blutdruck ist der Druck einer Pulswelle im Blut, der an die Innenwände der Blutgefäße anstößt. Er entspricht dem Produkt aus Herzminutenvolumen (das  Volumen des Blutes, welches in einer Minute vom Herz durch den gesamten Kreislauf gepumpt wird) und Gefäßwiderstand (Strömungswiderstand, den ein Gefäß dem Herzen entgegensetzt).<br /><br />Spricht man vom Blutdruck im engeren Sinn, dann meint man meistens den an den großen Schlagadern (z. B. Brachialarterie des Oberarms) gemessenen arteriellen Blutdruck. Der Blutdruck hängt von der Dehnbarkeit der Gefäße ab (geringere Dehnbarkeit – höherer Druck). Im Alter werden die Gefäße starrer,<br />deshalb steigt der Blutdruck mit zunehmendem Alter. Angabe des Blutdrucks Angegeben wird der Blutdruck meistens als Zahlenpaar mit systolischem Blutdruck (maximaler Wert in der Herzauswurfphase) und diastolischem Blutdruck (minimaler Wert in der Herzfüllungsphase). Der Blutdruck wird auf Herzhöhe, meistens am Oberarm gemessen. <br /><br />Niedriger Blutdruck – Hypotonie (Hypotension) Hypotonie wird ein Blutdruck unter der Norm bezeichnet. Die Hypertonie wird meistens auf den arteriellen Blutdruck bezogen, in einigen Veröffentlichungen wird ein systolischer Wert bei Frauen von unter 100, bei Männern von unter 110 angegeben. Andere Experten sprechen davon, dass es für die untere Grenze keinen bestimmten Wert gibt und dass die Diagnose für einen zu niedrigen Blutdruck nur gestellt wird, wenn entsprechende Beschwerden bestehen. So gibt es Menschen, die sich bei einem Wert von 90/60 pudelwohl fühlen, anderen hingegen geht es nicht gut. Folgen einer Hypotonie sind zum Beispiel Müdigkeit, Schwäche, Schwindel, kalte Hände und Füße, Ohnmachtsneigung, sogar Bewusstlosigkeit. Bei niedrigem Blutdruck mit Beschwerden sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.<br /><br />Ursachen für zu niedrigen Blutdruck:<br /><br />Blutarmut<br />Schilddrüsenunterfunktion<br />Hormonstörungen<br />Störungen des Nervensystems<br />Einnahme von bestimmten Medikamenten<br />Sport und niedriger Blutdruck<br />Bei niedrigem Blutdruck ohne Beschwerden und ohne ärztlich diagnostizierte Ursache kann ohne Bedenken Sport getrieben werden. Sport zur Behandlung und Vorbeugung von niedrigem Blutdruck kann in jedem Alter gemacht werden und sollte regelmäßig erfolgen. <br />Hoher Blutdruck – Hypertonie Laut Deutscher Hochdruckliga liegt der ideale Blutdruck bei 120/80 (mmHg). Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Arterien dauerhaft über einem systolischen Wert von 140 und einem diastolischen Wert von 90 liegt.<br /><br />Volkskrankheit Bluthochdruck<br /><br />Bluthochdruck ist ein weit verbreitetes Phänomen. Im Alter zwischen 25 und 74 Jahren haben weniger als 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen Blutdruckwerte im normalen Bereich. Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte.<br />Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, Nieren- und Herzschwäche. Da Bluthochdruck lange Zeit keine Beschwerden verursacht, wird die Erkrankung meist erst spät entdeckt. Knapp die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland sind die Folge eines Bluthochdrucks - das sind mehr als 400.000 Todesfälle jährlich. Ein Blutdruck, der bei wiederholten Messungen eindeutig bei 140/90 mmHg oder höher liegt, ist behandlungsbedürftig. Dies gilt auch für<br />ältere Personen. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Blutdruck im Alter höher sein darf, ohne Schäden anzurichten. Ursachen für Bluthochdruck<br />Oft (in 90% der Fälle) lassen sich für Bluthochdruck keine organischen Ursachen feststellen. Es liegt eine so genannte „essentielle Hypertonie“ vor. Bei den übrigen 10% hat Hypertonie eine Ursache, die zum Beispiel mit Störungen der Nierenfunktion oder des Zentralen Nervensystems, mit Hormonstörungen oder Herzerkrankungen zusammenhängen können. Für die essentielle Hypertonie gibt es einige Risikofaktoren:<br />-Übergewicht<br />-Bewegungsmangel<br />- Stress und andere Psychosoziale Faktoren<br />-Alkohol<br />-Rauchen (zusätzliche Einnahme der Anti-Baby-Pille erhöht das Risiko<br />nochmals)<br />-falsche Ernährung<br />-hoher Salzkonsum<br />-Fettstoffwechselstörungen<br />-Zuckerkrankheit]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Fri, 02 Mar 2007 23:52:00 -0800</pubDate>
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<title>Folgen der Arteriellen Hypertonie</title>
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<description><![CDATA[Bluthochdruck ist als Risikofaktor f&#252;r die Entwicklung der Arteriosklerose anerkannt.<br /><br />Kommen zum Risikofaktor Bluthochdruck noch Adipositas (starkes &#220;bergewicht) sowie ein weiterer Risikofaktor – etwa Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Fettstoffwechselst&#246;rungen (erh&#246;hte Cholesterin-, bzw. LDL-Werte) – hinzu, besteht eine signifikant erh&#246;hte Gefahr, im Laufe des Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden.<br /><br />Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga werden 45 % der Todesf&#228;lle bei M&#228;nnern, 50 % der Todesf&#228;lle bei Frauen durch Herz-Kreislauferkrankungen verursacht, welche mit arterieller Hypertonie in Zusammenhang stehen, wie Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Nierenversagen, Schlaganfall, und Arterielle Verschlusskrankheit.<br /><br />Die Inzidenz der KHK-Todesf&#228;lle h&#228;ngt ann&#228;hernd linear vom Blutdruck ab; sie steigt von 10/10.000 Personenjahre (normaler Blutdruck) bis auf 60/10.000 Personenjahre (systolischer Druck > 180 mmHg). Da leichte und mittlere Blutdruckerh&#246;hungen viel h&#228;ufiger sind als extreme Dr&#252;cke von mehr als 180 mmHg, erleiden insgesamt deutlich mehr Menschen mit mittleren Blutdruckwerten kardiovaskul&#228;re Ereignisse. Das bedeutet aber auch, dass gerade Menschen mit nur etwas erh&#246;htem Blutdruck ebenfalls erkannt und behandelt werden m&#252;ssen, um die hohe Zahl von kardiovaskul&#228;r bedingten Todesf&#228;llen deutlich abzusenken.<br /><br />Die arterielle Hypertonie ist nach dem Zigarettenrauchen der zweitwichtigste und gleichzeitig der h&#228;ufigste Risikofaktor f&#252;r das Auftreten einer Herzkreislauferkrankung. Heutzutage stirbt jeder zweite (51 %) Deutsche und &#214;sterreicher an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Allein 16.000 &#214;sterreicher versterben j&#228;hrlich an einem Herzinfarkt. Es wird gesch&#228;tzt, dass es alleine durch die Umsetzung der neuen Richtlinien in &#214;sterreich 1500 Herzinfarkttote pro Jahr weniger g&#228;be. W&#252;rden 100 Hochdruckpatienten 1 Jahr lang medikament&#246;s gut eingestellt, k&#246;nnte 1 Todesfall verhindert werden.<br /><br />Der Bluthochdruck kann auch zu Ver&#228;nderungen der Netzhautgef&#228;&#223;e des Auges f&#252;hren, so dass ein Fundus hypertonicus oder bei einer Bluhochdruckkrise auch eine seltene hypertensive Retinopathie auftreten kann.<br /><br />Ebenfalls wird die Niere durch anhaltenden hohen Blutdruck gesch&#228;digt und es kommt zur Einschr&#228;nkung der Nierenfunktion.<br /><br /><br />Quelle:<br />Die Informationen wurden teilweise von www.de.wikipedia.org &#252;bernommen]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Mon, 29 Jan 2007 03:21:00 -0800</pubDate>
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<title>Kardiologie</title>
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<description><![CDATA[Kardiologie ist die Lehre vom Herzen, die sich mit der Struktur, der Funktion und den Erkrankungen des Herzens befasst, und in der Humanmedizin das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Herz-Kreislauferkrankungen beim Erwachsenen beschäftigt. Die Kinderkardiologie ist in Deutschland und der Schweiz ein eigenständiges Teilgebiet der Kinderheilkunde.<br /><br />Kardiologe ist in den deutschsprachigen Ländern eine standesrechtlich geschützte Bezeichnung, die nur von Ärzten geführt werden darf, die im Rahmen einer speziellen Weiterbildung besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Kardiologie erworben und nachgewiesen haben.<br /><br /> Geschichte und Entwicklung<br /><br />Bis 1900<br /><br />Menschen empfanden das Herz bereits seit langer Zeit als besonders verwundbares Organ, darauf weisen steinzeitliche Wandmalereien in Spanien hin. Heilkundige Chinesen, Griechen und Römer widmeten dem Herzen und dem Puls als Ausdruck mechanischer Herztätigkeit besondere Aufmerksamkeit. Herophilos von Chalkedon konstruierte um 300 v. Chr. eine Taschenwasseruhr zur Pulsmessung. Vor etwa 2000 Jahren beschrieb der römische Literat Seneca der Jüngere seine Angina Pectoris so: „Der Anfall ist sehr kurz und einem Sturm ähnlich. Bei anderen Leiden hat man mit der Krankheit zu kämpfen, hier aber mit dem Sterben.“ Der Beginn der modernen Kardiologie kann am ehesten auf das Jahr 1628 datiert werden, als der englische Arzt William Harvey seine Entdeckung des Blutkreislaufes veröffentlichte.<br /><br />1733 konnte der englische Pfarrer und Wissenschaftler Stephen Hales erstmals „blutig“, d. h. invasiv, den Blutdruck messen, indem er eine Kanüle in die Halsschlagader eines Pferdes einführte und mit einem Glaszylinder verband. Das älteste herzwirksame Medikament ist Digitalis, dessen Nutzen für die Behandlung der „Wassersucht“ 1785 William Withering beschrieb. 1816 erfand der Franzose René Théophile Hyacinthe Laënnec das Stethoskop, zunächst in Form recht einfacher hölzerner Zylinder, die eine Auskultation möglich machten. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts waren Stethoskope mit flexiblen Schläuchen für beide Ohren verbreitet. Ein frühes Gerät der indirekten „unblutigen“, d. h. nichtinvasiven Blutdruckmessung war z.B. der Sphygmograph des deutschen Physiologen Karl von Vierordt (1818-1884). Das erste Sphygmomanometer wurde vom österreichischem Pathologen Samuel Siegfried Karl Ritter von Basch (1837-1905) erfunden. 1896 beschrieb der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci ein einfaches Gerät zur Blutdruckmessung mit einer Armmanschette, das von Harvey Williams Cushing verbessert wurde, und dessen Messmethode 1905 vom russischen Militärarzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow abgewandelt wurde. Heutzutage wird nur noch selten nach der Methode von Riva-Rocci gemessen. Dann wird der so gemessene Blutdruck mit (RR) benannt. Fälschlicherweise wird der heutzutage nach Korotkow gemessene Blutdruck in der Praxis aber immer noch mit "RR" bezeichnet.<br /><br />Das 20. Jahrhundert<br /><br />Im Laufe des 20. Jahrhunderts gewannen die Herz-Kreislauferkrankungen erheblich an Bedeutung. Zu Beginn waren sie weltweit für weniger als 10 % der Todesfälle verantwortlich, gegen Ende für knapp 50 % in den Industrieländern und 25 % in den Entwicklungsländern. Diese Verschiebung wird mit dem selteneren Auftreten von Infektionskrankheiten und Mangelernährung als zuvor häufigsten Todesursachen und der steigenden Lebenserwartung erklärt. Da Herz-Kreislauferkrankungen im höheren Alter häufiger auftreten, erklärt schon der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung – in den USA von 49,2 Jahren im Jahr 1900 auf 76,9 Jahre im Jahr 2000– einen Großteil des Zuwachses.<br /><br />Anfang des 20. Jahrhunderts kristallisierte sich die Kardiologie als eigenständiges Forschungsgebiet innerhalb der Inneren Medizin heraus. 1907 wurde in Paris die erste Ausgabe der Fachzeitschrift „Archives de Maladies du Coeur et des Vaisseaux“ veröffentlicht, 1909 in Wien das „Zentralblatt für Herz- und Gefäßkrankheiten“. In England folgte 1910 die Zeitschrift „Heart“, in den USA 1925 das „American Heart Journal“. Ebenfalls 1925 wurde in den USA als erste kardiologische Fachgesellschaft die „American Heart Association“ gegründet. Sie wurde 1927 von der „Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung“ als erster Fachgesellschaft in Europa gefolgt, deren Mitgliederzahl in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens von 180 auf 300 anwuchs.<br /><br />1903 entwickelt der Holländer Willem Einthoven den Elektrokardiografen (EKG). Hände und Füße der Patienten wurden damals zur Ableitung der Herzströme in Salzlösung getaucht, erst in den 1940er Jahren erfolgte die Registrierung mit Hilfe von Metallscheiben an den Hand- und Fußgelenken, die durch Drähte mit dem Registriergerät verbunden wurden. Die heutige Behandlung von Herzrhythmusstörungen basiert u. a. auf der Arbeit des Japaners Sunao Tawara, der 1906 während seiner Tätigkeit beim Marburger Pathologen Ludwig Aschoff die Grundzüge des Erregungsleitungssystems des Herzens veröffentlichte.<br /><br />1929 kam es zur ersten Herzkatheteruntersuchung im weiteren Sinne, als sich der damalige chirurgische Assistenzarzt und spätere Urologe Werner Forßmann in Eberswalde einen Gummischlauch durch seine Armvene in den rechten Vorhof schob. 1941 veröffentlichte André Frédéric Cournand seine Erfahrungen mit der Herzkatheterisierung als diagnostischer Methode. 1956 erhielten Forßmann und Cournand u. a. für diese Verdienste zusammen mit Dickinson Woodruff Richards den Nobelpreis.<br /><br />Die erste Herzoperation wurde am 9. September 1896 von dem Frankfurter Chirurgen Ludwig Rehn vorgenommen. Er nähte das Herz eines Frankfurter Gärtnergesellen, das bei einer Messerstecherei verwundet worden war. Vorangegangen waren tierexperimentelle Versuche, die gezeigt hatten, dass der Herzmuskel zur Regeneration fähig war. In den USA folgt die erste Herzoperation eines offenen Ductus Botalli 1938 durch den amerikanischen Chirurgen Robert E. Gross, die erste Operation am offenen Herzen 1952 durch F. John Lewis.<br /><br />Die ersten Echokardiographien wurden 1950 durch Wolf-Dieter Keidel sowie 1954 von Inge Edler und Carl H. Hertz durchgeführt. Das 1952 von Bernard Lown und Samuel A. Levine für die Herzinfarkt-Behandlung propagierte armchair treatment fand erst in den 60er Jahren auch in Deutschland Anklang. Während den Patienten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für sechs bis acht Wochen jegliche körperliche Anstrengung verboten und strikte Bettruhe verordnet wurde, konnten sie jetzt bereits eine Woche nach dem Infarkt täglich bis zu zwei Stunden im Sessel sitzen, um den Kreislauf anzuregen und Muskelabbau sowie Thrombosen vorzubeugen. Heute stehen Patienten nach einem unkomplizierten Infarkt am ersten oder zweiten Tag auf und werden nach sieben bis zehn Tagen aus dem Krankenhaus entlassen, in den USA bereits nach weniger als fünf Tagen.<br /><br />Am stillstehenden Herzen konnte erst nach Einführung der Herz-Lungen-Maschine durch John Gibbon im Jahr 1953 operiert werden, die erste Operation mit diesem Gerät in Deutschland nahm 1957 der Berliner Chirurg Emil Sebastian Bücherl vor. 1958 wurde am Karolinska-Spital in Stockholm der erste von Äke Senning und Siemens-Entwicklungschef Rune Elmqvist gebaute Herzschrittmacher implantiert. 1959 brachten die deutschen Behring-Werke Streptokinase auf den Markt, das beim akuten Herzinfarkt das Blutgerinnsel im Herzkranzgefäß auflösen kann und so die Blutversorgung des betroffenen Areals wieder ermöglicht.<br /><br />Die erste künstliche Herzklappe wurde 1961 durch die beiden Amerikaner Albert Starr und Lowell Edwards implantiert. 1963 stellte das deutsche Unternehmen Knoll mit Verapamil den ersten Calciumantagonisten vor. Den ersten Beta-Blocker entwickelte 1964 der Schotte James W. Black, der 1980 den Nobelpreis erhielt. Der erste Koronararterien-Bypass wurde 1967 durch René G. Favaloro angelegt. Ebenfalls 1967 erfolgte die erste Herztransplantation durch Christiaan Barnard.<br /><br />Der in Dresden geborene Andreas Grüntzig führte 1977 in Zürich die erste Ballon-Dilatation durch und begründete damit die interventionelle Kardiologie.<br /><br />1980 wurde an der Johns-Hopkins-Universität erstmals ein interner Defibrillator eingesetzt, um lebensbedrohliche Tachykardien und Kammerflimmern zu beenden. 1981 führte die Pharmafirma Squibb Captopril als ersten ACE-Hemmer in die Therapie ein. Der erste Stent wurde von Ulrich Sigwart in Lausanne entwickelt und 1986 erstmals eingesetzt. 1987 entwickelte der in Amerika lebende Grieche Roy Vagelos das erste Statin. Die dopplergestützte Echokardiographie wurde zwar bereits 1959 durch den Japaner S. Satomura eingesetzt, kam jedoch erst in den frühen 1980er-Jahren mit der Verfügbarkeit leistungsstarker Rechner durch K. Namekawa, William J. Bommer sowie Larry Miller zur Anwendungsreife. In den späten 1980er-Jahren verbreiteten sich mit der transösophagealen Echokardiografie (TEE) („Schluckecho“) und der Stressechokardiografie zwei wesentliche Erweiterungen der Ultraschalluntersuchungen des Herzens. Die TEE wird insbesondere für die Feinbeurteilung von Herzklappenveränderungen und die Suche nach Emboliequellen eingesetzt, die Stressechokardiografie zur Beurteilung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels.<br /><br />Die erste Bypass-Operation in minimal-invasiver Technik wurde 1994 in den USA durchgeführt, 1995 erstmals auch in Deutschland durch Joachim Laas in der Herz-Kreislauf-Klinik in Bad Bevensen. Während die Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) zunächst auf Grund der schnellen Eigenbewegung des Herzens in der Kardiologie nur selten Verwendung fanden, haben sich diese Untersuchungsverfahren mit der Einführung immer leistungsfähigerer Computer in den 1990er-Jahren auch in diesem Fachgebiet etabliert.<br /><br />Aktuell<br /><br />In Nordamerika und Westeuropa ist die Kardiologie zu Beginn des 21. Jahrhunderts nahezu flächendeckend in Praxis oder Klinik vertreten, während sie noch in den 1960er-Jahren fast ausschließlich an den Universitätskliniken und in wenigen spezialisierten Zentren präsent war. In den USA waren im Jahr 1999 etwa 14.000 Kardiologen zertifiziert. CT und MRT können auf Grund immer leistungsfähiger Computer für eine Reihe von Fragestellungen bereits vergleichbare oder bessere Ergebnisse liefern als die Echokardiografie oder die Herzkatheteruntersuchung, sind aber in vielen Ländern aus verschiedenen Gründen (u. a. Verfügbarkeit, Kosten, Strahlenbelastung und fehlende Möglichkeit zur Intervention) nicht in die Routineversorgung eingebunden.<br /><br /> Deutschland<br />	                           1984 	  2005<br />Linksherzkatheter 	 56.797 	772.137<br />Ballondilatationen 	  2.809 	  270.964<br />Prozeduren insgesamt (Deutschland)<br /><br />Zum Jahresende 2003 waren in Deutschland 3.059 Kardiologen berufstätig, davon waren 2.126 als Kassenarzt tätig. 2002 wurden alleine zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) u. a. 3.721.705 Echokardiografien durchgeführt.<br /><br />Besonders im Bereich der invasiven Kardiologie (Herzkatheteruntersuchungen) und der interventionellen Kardiologie (Ballondilatationen und andere kathetergestützte Therapieverfahren) ist es zu einer erheblichen Leistungsausweitung gekommen. Vom Beginn der systematischen Datenerhebung im Jahr 1984 bis zum Jahr 2005 zeigt sich ein deutlicher Anstieg der entsprechenden Untersuchungs- und Behandlungszahlen in deutschen Katheterlaboren.<br />Prozeduren pro 1 Mio. Einw. (2004) 	Deutschland 	Österreich 	Schweiz<br />Katheterplätze 	0,9 	1,1 	2,3<br />Linksherzkatheter 	8.695 	5.537 	4.490<br />Ballondilatationen 	3.022 	2.072 	1.933<br /><br />2001 waren in Deutschland 356 Linksherzkatheter-Einrichtungen mit 503 Messplätzen gemeldet. Dies entsprach einer Dichte von 4,3 Einrichtungen und 6,2 Messplätzen pro 1 Mio. Einwohner.<br /><br />Im Jahr 2004 wurden in Deutschland pro 1 Mio. Einwohner 8.695 diagnostische Linksherzkatheter und 3.022 Ballondilatationen vorgenommen. Diese Zahlen liegen im Vergleich mit anderen Ländern (vgl. Tabelle) recht hoch, was angesichts der Kosten von schätzungsweise 573 Mio. Euro für die Linksherzkatheter und 871 Mio. Euro für die Ballondilatation auch von gesundheitsökonomischer Bedeutung ist.<br /><br />Österreich<br /><br />2001 waren in Österreich 35 Linksherzkatheter-Einrichtungen mit 39 Messplätzen gemeldet, davon vier für Kinder. Pro 1 Mio. Einwohner entsprach dies 4,3 Einrichtungen und 4,8 Messplätzen.<br /><br />Schweiz<br /><br />Die für die Schweiz im Jahr 2000 gemeldeten 28 Linksherzkatheter-Einrichtungen (davon fünf auch und zwei nur für Kinder) mit 36 Messplätzen ergaben eine Dichte von 3,9 Einrichtungen und 5,0 Messplätzen pro 1 Mio. Einwohner.<br /><br />2004 waren insgesamt 323 Kardiologen registriert.<br /><br />Schwerpunkte<br /><br />Die Kardiologie konzentriert sich nicht nur auf die angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, sie befasst sich auch mit dem Kreislauf und den herznahen Blutgefäßen. Der daraus abgeleitete Begriff der Herz-Kreislauferkrankungen, im englischen Sprachraum cardiovascular diseases, beinhaltet auch Bluthochdruck (Hypertonie), Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit und viele andere Erkrankungen, ist aber nicht verbindlich definiert (vgl. Herz-Kreislauferkrankung). Bei der Diagnostik und Behandlung der nicht unmittelbar am Herz lokalisierten Krankheiten kommt es zu Überschneidungen mit anderen Fachgebieten wie der Angiologie, der Neurologie und der Pneumologie.<br /><br />Spezielle Aufgaben und Untersuchungsverfahren der Kardiologie sind<br /><br />    * die Erkennung und Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der herznahen Gefäße und des Herzbeutels (Perikard),<br />    * die Beratung und Führung von Herz-Kreislaufpatienten in der Rehabilitation und die sozialmedizinische Beurteilung ihrer beruflichen Belastbarkeit,<br />    * die intensivmedizinische Basisversorgung,<br />    * die Ultraschalluntersuchung des Herzens (z. B. Echokardiografie, Stressechokardiografie, Doppler- und Duplex-Echokardiografie, transösophageale Echokardiografie),<br />    * die diagnostische Links- und Rechtsherzkatheteruntersuchungen u. a. mit Koronarangiografie,<br />    * therapeutische Koronarinterventionen (z. B. PTCA, Stentimplantationen, Atherektomie, Rotablation, Brachytherapie),<br />    * die medikamentöse, apparative und interventionelle antiarrhythmische Therapie einschließlich Defibrillation und Ablation,<br />    * die Herzschrittmachertherapie und -nachsorge,<br />    * die Indikationsstellung und Nachsorge von implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) und<br />    * gemeinsam mit anderen Fachdisziplinen die interdisziplinäre Indikationsstellung und Beurteilung nuklearmedizinischer Untersuchungen und chirurgischer Behandlungsverfahren.<br /><br />Koronare Herzkrankheit<br /><br />In Nordamerika, Westeuropa, Japan, Australien und Neuseeland leidet die große Mehrzahl der von Kardiologen betreuten Patienten heute an der koronaren Herzkrankheit (KHK), so dass dort die Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Angina Pectoris, Herzinfarkten und infarktbedingter Herzmuskelschwäche zur Haupttätigkeit der meisten Kardiologen geworden ist.<br /><br />Neben der medikamentösen Therapie haben hier in den letzten zwei Jahrzehnten die invasiven Therapien immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um die von Herzchirurgen durchgeführte Bypass-Operation und die von interventionellen Kardiologen vorgenommene Ballondilatation, die heute meist mit der Implantation eines Stents verbunden wird. Voraussetzung für beide Verfahren ist die genaue Kenntnis der Koronaranatomie, die bei der Koronarangiografie im Rahmen einer Linksherzkatheter-Untersuchung gewonnen wird.<br /><br />Andere Erkrankungen<br /><br />Neben der KHK und der Herzinsuffizienz spielen für die heutige Kardiologie Herzrhythmusstörungen eine große Rolle (Rhythmologie), wobei zahlenmäßig das Vorhofflimmern überwiegt und hinsichtlich der Bedeutung für den Patienten die ventrikulären Rhythmusstörungen (Ventrikuläre Tachykardie und Kammerflimmern) besonders bedeutsam sind. Erkrankungen der Herzklappen, primäre Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) und die entzündlichen Herzkrankheiten (Endokarditis, Myokarditis und Perikarditis) sind dagegen heute in den Hintergrund getreten. Besonders die früher auch in Europa bedeutsameren rheumatischen Klappenfehler nach Infektionen mit &#946;-hämolysierenden Streptokokken sind viel seltener geworden. Während hier nur noch etwa 1,5 % der Todesfälle durch Herz-Kreislauferkrankungen auf eine rheumatische Herzerkrankung zurückzuführen sind, beträgt der Anteil in Entwicklungsländern noch 10-15 %.<br /><br />Überschneidungen<br /><br />Kinder und Jugendliche mit (in der Regel angeborenen) Herz-Kreislauferkrankungen werden in der Kinderkardiologie betreut, einem Schwerpunkt der Kinderheilkunde. Ein besonderes Problem stellt die kardiologische Versorgung von Patienten mit angeborenen komplexen Herzfehlern dar, die das Erwachsenenalter erreicht haben. Deren Zahl steigt ständig. Nach Operationen im Neugeborenen- und Kindesalter benötigen sie eine weitere Betreuung – in der Regel lebenslang. Der Übergang von der Kinderkardiologie zur Erwachsenenkardiologie ist bisher (2006) nicht abschließend geregelt, da diese Krankheitsbilder neu sind und sich durch neue Operationsverfahren weiter entwickeln. Als mögliche Lösungen werden eine besondere Zertifizierung von Abteilungen bzw. Kliniken und ein neu zu schaffender „Facharzt für angeborene Herzfehler“ durch die Fachgesellschaften diskutiert.<br /><br />Bluthochdruck wird auch von Nephrologen, pulmonale Hypertonie auch von Pneumologen, die arterielle Verschlusskrankheit von Angiologen, die entzündlichen Gefäßkrankheiten von Rheumatologen und der Schlaganfall auch von Neurologen und Neuroradiologen erforscht und behandelt.<br /><br />Organisation<br /><br />Fachgesellschaft der deutschen Kardiologen ist die „Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V.“, die 1927 als erste kardiologische Gesellschaft in Europa gegründet wurde. Sie hatte im Jahr 2006 mehr als 6.000 Mitglieder, davon circa 15 % Frauen. In Österreich sind mehr als 1000 Ärzte in der 1968 gegründeten „Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft“ organisiert. Fachgesellschaft der schweizerischen Kardiologen ist die „Schweizerische Gesellschaft für Kardiologie“.<br /><br />Die Zunahme von Wissen und speziellen Techniken hat zu einer zunehmenden Spezialisierung der Kardiologen insgesamt und auch innerhalb der Kardiologie geführt. Das ehemalige Teilgebiet der Inneren Medizin etabliert sich immer deutlicher als selbstständiger Schwerpunkt und innerhalb der Kardiologie entwickelt sich eine Subspezialisierung in nicht-invasive und invasive Kardiologie sowie Elektrophysiologie.<br /><br />Ausbildung<br /><br />Die kardiologische Ausbildung von Ärzten und anschließende Zertifizierung zum Kardiologen ist länderspezifisch geregelt. In den USA beispielsweise erteilt das American Board of Internal Medicine Zertifikate für 16 Subdisziplinen, von denen eines die Kardiologie ist. Die ersten drei Jahre der Ausbildung in „Allgemeiner Innerer Medizin“ werden mit einem Zertifikat abgeschlossen. Darauf baut eine dreijährige Subspezialisierung in „Kardiologie“ auf, die ebenfalls mit einem Zertifikat beendet wird. In der Kardiologie kann in einer dritten Stufe (third tier) eine weitere einjährige Spezialisierung in „Klinischer Elektrophysiologie des Herzens“ oder „Interventioneller Kardiologie“ angeschlossen und ebenfalls zertifiziert werden.<br /><br />Deutschland<br /><br />In Deutschland schließen jährlich etwa 300 bis 350 Ärzte ihre Weiterbildung zum Kardiologen mit einer Prüfung bei den Landesärztekammern erfolgreich ab. Die Kardiologie ist aus einer Spezialisierung innerhalb der Inneren Medizin hervorgegangen und ist als einer ihrer Schwerpunkte (wie Gastroenterologie oder Nephrologie) organisiert. Die genaue Bezeichnung lautet „Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie“. Die meisten heute tätigen Kardiologen sind gleichzeitig Fachärzte für „Allgemeine Innere Medizin“, weil sie nach einer älteren Weiterbildungsordnung zunächst die sechsjährige Weiterbildung und Prüfung zum Internisten absolviert und die kardiologische Spezialisierung daran angeschlossen haben.<br /><br />Kontrovers werden Initiativen der letzten Jahre beurteilt, die Kardiologie als eigenständige Fachdisziplin neben der „allgemeinen“ Inneren Medizin und ihren anderen Teilgebieten anzusehen und entsprechend zu etablieren. In Deutschland sieht die 2003 verabschiedete Musterweiterbildungsordnung einen „Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie“ mit mindestens sechsjähriger Weiterbildung (davon drei Jahre in der Inneren Medizin) neben dem „Facharzt Innere und Allgemeinmedizin“ vor.<br /><br />Österreich<br /><br />In Österreich wird die Kardiologenausbildung - wie alle ärztlichen Ausbildungen - von der vom Gesundheitsminister verordneten Ärzte-Ausbildungsordnung 1994 (ÄAO 1994) geregelt. Das „Zusatzfach Kardiologie“ setzt nach geltendem Recht eine abgeschlossenen Facharztausbildung für Innere Medizin (Mindestdauer: sechs Jahre) voraus, und dauert mindestens drei weitere Jahre, sofern nicht im Rahmen der Facharztausbildung schon anrechenbare Teile der Ausbildung absolviert wurden. Die explizit vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte sind in der ÄAO per Anlage ausgeführt.<br /><br />Schweiz<br /><br />In der Schweiz ist bereits seit 2001 ein „Facharzt für Kardiologie“ mit einer mindestens sechsjährigen Weiterbildung (davon die ersten zwei Jahre in der Inneren Medizin) vorgesehen.<br /><br />Kardiologie in der Tiermedizin<br /><br />Auch in der Tiermedizin erlebt die Kardiologie zunehmende Bedeutung, vor allem bei Hund und Katze. Bei Nutztieren treten zwar ebenfalls gelegentlich Herzerkrankungen auf, vor allem im Zusammenhang mit einigen Tierseuchen, diese werden aber, wenn überhaupt, nicht von kardiologisch spezialisierten Tierärzten behandelt.<br /><br />Ausbildung<br /><br />Die Kardiologie ist in Deutschland kein eigenes Fachtierarztgebiet, sondern eine Zusatzbezeichnung zu einem verwandten Fachtierarztgebiet (Kleintiere, Innere Medizin). 1981 wurde in Venedig die „European Society of Veterinary Cardiology“ gegründet. Sie gibt seit 1998 das „Journal of Veterinary Cardiology“ (ISSN 1760-2734) heraus. 1994 wurde von der „European Society of Veterinary Internal Medicine“ eine europäische Weiterbildung auf dem Gebiet der Kleintierinternistik etabliert, die seit 2003 vom „European Board of Veterinary Specialisation“ anerkannt ist. Innerhalb dieses „European College of Veterinary Internal Medicine - Companion Animals“ (ECVIM-CA) existiert eine Spezialisierung Kardiologie. Dieser postgraduale Weiterbildungsgang stellt fachlich deutlich höhere Ansprüche als das deutsche Weiterbildungssystem und erfordert unter anderem eine dreijährige Ausbildung an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte. Absolventen dieser Zusatzausbildung dürfen den Titel „Diplomate of the European College of Veterinary Internal Medicine - Companion Animals (Cardiology)“ - Dipl. ECVIM-CA (Cardiology) - führen. Momentan (Stand Mai 2006) haben 30 Tierärzte diese Zusatzausbildung absolviert, darunter drei Deutsche und zwei Schweizer. Dieses europäische Ausbildungssystem wurde nach dem Vorbild des amerikanischen ACVIM-CA (Cardiology) geschaffen. Dieser bereits länger existierende Abschluss wird in Europa ebenfalls anerkannt und seine Inhaber sind auch für das European College weiterbildungsberechtigt. Den Kardiologie-Abschluss des American College haben 129 Tierärzte (Stand 2005) erworben.<br /><br />Schwerpunkte der Veterinärkardiologie<br /><br />Hauptarbeitsgebiet der Veterinärkardiologie sind Herzerkrankungen bei Hunden, Katzen und Pferden.<br /><br />Im Kleintierbereich weisen etwa 11 Prozent aller vorgestellten Patienten eine Herzerkrankung auf. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf erworbenen Herzerkrankungen, welche bei kleinen Hunderassen vor allem in Form degenerativer Klappenerkrankungen (Klappenendokardiosen) auftreten, bei großwüchsigen Hunderassen hauptsächlich in Form von Herzmuskelerkrankungen (Dilatative Kardiomyopathie) vorliegen. Katzen neigen gleichfalls zur Ausprägung von Kardiomyopathien, hier tritt allerdings wesentlich häufiger die hypertrophe Form auf, auch in Folge der in den letzten Jahren zunehmend diagnostizierten Schilddrüsenüberfunktion. Früher aufgetretene fütterungsbedingte Herzmuskelerkrankungen (meist dilatative Kardiomyopathien bei bestimmten Hunderassen und Katzen) kommen infolge der breiten Verwendung industrieller Fertigfutter nur noch selten vor. In den Südstaaten der USA und im Mittelmeerraum spielt darüber hinaus die Herzwurmerkrankung (Dirofilariose) eine größere Rolle.<br /><br />Zu einem weiteren Schwerpunkt der Kleintierkardiologie entwickelt sich in den letzten Jahren die Untersuchung auf erblich bedingte Herzerkrankungen. Mit Untersuchungsprogrogrammen wird so von vielen Hunde- und Katzenzuchtverbänden der Versuch unternommen, bei einzelnen Rassen gehäuft auftretende Herzerkrankungen züchterisch zu eliminieren (z. B. Boxer: Aortenstenose; Neufundländer, Irischer Wolfshund: Dilatative Kardiomyopathie; Maine-Coon-Katze: Hypertrophe Kardiomyopathie). Koronare Herzerkrankungen treten bei Tieren im Gegensatz zum Menschen so gut wie nicht auf.<br /><br />Bei Pferden spielen vor allem Herzmuskelentzündungen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten, fütterungs- und stoffwechselbedingte Myokardosen, Herzklappenfehler (vor allem Insuffizienz der Aortenklappe) und Herzrhythmusstörungen eine Rolle.<br /><br /><ul><li> Seitentitel: Kardiologie<br /></li><li> Herausgeber: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. <br /></li><li> Autor(en): <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzer" title="Wikipedia:Benutzer">Wikipedia-Autoren</a>, siehe <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kardiologie&action=history" class="external text" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kardiologie&action=history" rel="nofollow">Versionsgeschichte</a><br /></li><li> Datum der letzten Bearbeitung: 5. September 2007, 12:38 <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierte_Weltzeit" title="Koordinierte Weltzeit">UTC</a><br /></li><li> Versions-ID der Seite: 36356346<br /><br /></li><li> Permanentlink: <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kardiologie&oldid=36356346" class="external free" title="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kardiologie&oldid=36356346" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kardiologie&oldid=36356346</a><br /></li><li> Datum des Abrufs: 19. September 2007, 10:22 UTC<br /></li></ul>]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Fri, 19 Jan 2007 12:22:00 -0800</pubDate>
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<title>Blutdruck</title>
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<description><![CDATA[Blutdruck, der Druck, den das Blut im Kreislauf auf die W&#228;nde der Arterien aus&#252;bt.<br /><br />Der Blutdruck ist ein wichtiger diagnostischer Wert, insbesondere im Zusammenhang mit der Kreislauffunktion. Da das Herz ein gr&#246;&#223;eres Blutvolumen in die Arterien pumpt, als die kleineren Arteriolen und Kapillaren aufnehmen k&#246;nnen, entsteht in den Arterien ein Stauungsdruck. Jede Krankheit, die zu einer Erweiterung oder Verengung der Blutgef&#228;&#223;e oder zu einer Verminderung ihrer Elastizit&#228;t f&#252;hrt, wirkt sich auf den Blutdruck aus; das Gleiche gilt f&#252;r Erkrankungen, bei denen die Pumpleistung des Herzens vermindert ist. Bei einem gesunden Menschen bleibt der normale Blutdruck innerhalb eines gewissen Schwankungsbereichs konstant. Die komplizierten Nervenmechanismen, die f&#252;r Ausgleich und Koordination der Herzt&#228;tigkeit und der Gef&#228;&#223;muskulatur sorgen, werden von Zentren im Gehirn, R&#252;ckenmark und sympathischen Nervensystem gesteuert und erlauben gro&#223;e lokale Unterschiede in der Durchblutung, ohne dass sich der Blutdruck insgesamt stark ver&#228;ndert. Ein wichtiger Botenstoff zur Regulierung des Blutdruckes ist Stickstoffoxid (NO): Blutgef&#228;&#223;e werden in ihrem Inneren von Endothelzellen ausgekleidet; diese Zellen geben Stickstoffoxid an die umliegende glatte Gef&#228;&#223;muskulatur ab. Dadurch erweitern sich die Adern, und es kommt zu einer besseren Durchblutung.<br /><br />Der Blutdruck wird in Form zweier Werte gemessen: Der obere Wert, Systole genannt, entspricht dem Druck des Blutes in dem Augenblick, wenn das Herz seinen Inhalt in den Kreislauf entleert. Zum Zeitpunkt des unteren Wertes, der Diastole, ist das Herz entspannt und bereit zur Aufnahme neuen Blutes. Der Blutdruck wird in der Einheit „Millimeter Quecksilbers&#228;ule” (mm Hg) gemessen; das Blutdruckmessger&#228;t (Sphygmomanometer) besteht aus einer aufblasbaren Armmanschette, die mit einem Druckmessger&#228;t und einer Skala verbunden ist. Die Manschette wird um den Oberarm gelegt und mit einem Gummiball aufgepumpt. Gleichzeitig legt der untersuchende Arzt ein Stethoskop auf eine Arterie am Unterarm. Die aufgeblasene Manschette dr&#252;ckt die Arterie allm&#228;hlich zusammen, bis der Blutfluss schlie&#223;lich unterbrochen ist, so dass man den Puls nicht mehr h&#246;ren kann. Dieser Punkt, der dem systolischen Wert entspricht, wird meist abgelesen, w&#228;hrend man die Luft langsam aus der Manschette entweichen l&#228;sst, bis der Puls wieder einsetzt. Anschlie&#223;end vermindert man den Druck weiter, bis das Blut wieder ungehindert flie&#223;t. An diesem Punkt wird der diastolische Wert abgelesen, der sich in der Entspannungsphase des Herzens einstellt. W&#228;hrend jedes einzelnen Schlagzyklus des Herzens schwankt der Blutdruck zwischen dem systolischen und dem diastolischen Wert. Gew&#246;hnlich werden beide Blutdruckwerte angegeben, z. B. als 140/80 (sprich „140 zu 80”). Wird nur ein einziger Wert genannt, ist damit in der Regel der h&#246;here, systolische Blutdruck gemeint. Manchmal wird auch die Blutdruckamplitude angegeben, der Unterschied zwischen systolischem und diastolischem Wert. Bei einer Messung von 160/90 betr&#228;gt die Blutdruckamplitude 70.<br /><br />Der Blutdruck gesunder Menschen betr&#228;gt bei S&#228;uglingen etwa 80/45, bei 30-J&#228;hrigen ungef&#228;hr 120/80 und mit &#252;ber 40 Jahren um die 140/85. Dieser Anstieg stellt sich ein, weil die Arterien allm&#228;hlich ihre Elastizit&#228;t verlieren, die bei j&#252;ngeren Menschen einen Teil des vom Herzen erzeugten Druckunterschieds abf&#228;ngt. Der Blutdruck schwankt au&#223;erdem von Mensch zu Mensch und bei demselben Menschen von einem Zeitpunkt zum anderen. Bei M&#228;nnern ist er im Allgemeinen h&#246;her als bei Frauen und Kindern, und seinen niedrigsten Wert erreicht er w&#228;hrend des Schlafes. Es gibt zahlreiche Faktoren, die sich auf den Blutdruck auswirken.<br /><br />Viele gesunde Menschen haben einen systolischen Blutdruck von nur etwa 95 bis 115, ohne dass eine Krankheit vorliegt. Dagegen gilt anomal hoher Blutdruck, auch Hypertonie genannt, als Risikofaktor f&#252;r Arteriosklerose. Bei verschiedenen Krankheiten lassen Giftstoffe, die im Organismus gebildet werden, den Blutdruck stark ansteigen. Einen besonders niedrigen Blutdruck (Hypotonie) beobachtet man bei Infektionen, auszehrenden Krankheiten, Blutungen und Kreislaufschw&#228;che. Wenn der systolische Druck unter 80 absinkt, liegt meistens ein lebensbedrohlicher Schockzustand vor.]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Fri, 12 Jan 2007 17:32:00 -0800</pubDate>
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<title>Richtige Positionierung des Handgelenk Blutdruckmessgerätes</title>
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<description><![CDATA[Die korrekte Positionierung ist wichtig<br />Halten Sie das Gerät vor Ihren Oberkörper. APS sichert die genaue Positionierung<br /><br />Erstes Beispiel:<br />Wenn Sie Ihr Handgelenk zu hoch halten, hören Sie kurze Piep-Geräusche, das Display leitet Sie zur richtigen Positionierung<br /><br />Zweites Beispiel:<br />Wenn Sie Ihr Handgelenk zu niedrig halten, hören Sie sehr kurze Piep-Geräusche, das Display leitet Sie zur richtigen Positionierung]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 09:48:00 -0800</pubDate>
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<title>Beschreibung der Blutdruckkrankheiten</title>
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<description><![CDATA[<b>Hoher Blutdruck</b><br /><br />Millionen von Menschen leiden unter Bluthochdruck, der mit Herzbeschwerden und Schlaganf&#228;llen in engem Zusammenhang steht. Wie wichtig es ist, den Blutdruck niedrig zu halten, kann gar nicht nachdr&#252;cklich genug betont werden. Einige nat&#252;rliche Methoden k&#246;nnen dabei helfen.<br /><br /><br />Die Blutgef&#228;&#223;e, in denen das Blut zu den Organen flie&#223;t, werden Arterien (Schlagadern) genannt. Gef&#228;&#223;e, die das von den Organen kommende Blut zum Herzen zur&#252;ck transportieren, nennt man Venen. Dabei herrscht im arteriellen Teil des K&#246;rperkreislaufs grunds&#228;tzlich ein h&#246;herer Druck als im ven&#246;sen Teil.<br />Das Herz, das sich wie jeder Muskel anspannt und entspannt, pumpt das Blut in die Arterien. Mit den Anspannungs- und Entspannungsphasen des Herzmuskels steigt und f&#228;llt dort der Druck. Die dadurch entstehende Druckwelle kann man als Puls tasten. Auch die Blutgef&#228;&#223;e k&#246;nnen Druck erzeugen. Besonders die Arterien k&#246;nnen sich verengen oder erweitern. Dies ist m&#246;glich, da ihre W&#228;nde teilweise aus Muskelgewebe bestehen. Verengt sich das Gef&#228;&#223;, steigt der Druck an, erweitert es sich, f&#228;llt er ab. Der Blutdruck ist also abh&#228;ngig von<br />a) dem Durchmesser der Gef&#228;&#223;e<br />b) und nat&#252;rlich von der Kraft des Herzens<br />Die Entspannungen und Anspannungen werden von einem komplizierten Steuerungssystem des K&#246;rpers get&#228;tigt und h&#228;ngt von vielen inneren und &#228;usseren Einfl&#252;ssen ab.<br />Der Blutdruck, den wir messen, entspricht dem Druck in den Arterien. Dabei wird von 2 verschiedenen Werten ausgegangen:<br />1. dem systolischen Wert - das ist der obere Wert in der Arterie<br />2. dem diastolischen Wert - hier handelt es sich um den unteren Wert <br /><br /><br />* Reden Sie langsamer: Schnellsprecher atmen oft nicht richtig, und das kann zu erh&#246;htem Blutdruck f&#252;hren.<br />* Nehmen Sie ab, wenn Sie &#252;bergewichtig sind. Eine kontrollierte, vern&#252;nftige Di&#228;t kann den Blutdruck bei &#252;bergewichtigen Menschen bemerkenswert senken.<br />* Senken Sie den Anteil von Natrium (das hei&#223;t, essen Sie weniger Salz) und steigern Sie den Anteil von Kalium in Ihrer Kost (siehe auf Seite »Verborgene Salze«)<br />* Essen Sie weniger Zucker (siehe auf Seite »Gefahren bei zu hohem Zuckerverbrauch«)<br />* Vermeiden Sie Koffein (siehe Seite »Suchtmittel und andere Drogen«)<br />* Essen Sie mehr Zwiebeln und Knoblauch<br />* H&#246;ren Sie auf zu rauchen<br />* Vermeiden Sie Stress und anstrengende Situationen. Schrille Alltagsger&#228;usche, selbst ein lauter Fernsehapparat, k&#246;nnen Stress erzeugen und den Blutdruck erh&#246;hen<br />* Sorgen Sie f&#252;r regelm&#228;&#223;ige k&#246;rperliche Bewegung (indem Sie beispielsweise flott gehen) und angemessene Ruhezeiten.<br /><br /><b>Niedriger Blutdruck</b><br /><br />Zu niedriger Blutdruck ist - wenn er nicht gerade extrem niedrig ist - weit besser als ein zu hoher. Aber Menschen mit niedrigem Blutdruck leiden oft an Benommenheit und gelegentlichen Ohnmachtsanf&#228;llen.]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Wed, 13 Dec 2006 03:31:00 -0800</pubDate>
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<title>Bezeichnungen f&amp;#252;r Blutdruckkrankheiten</title>
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<description><![CDATA[Blutdruckkrankheiten - Hypertonie - Hypotonie<br /> <br />Essentielle gutartige Hypertonie (roter Hochdruck)<br />Essentielle b&#246;sartige Hypertonie (wei&#223;er Hochdruck)<br />Arterielle Hypertonie bei Nierensklerose<br /><br />Essentielle Hypertonie mit Nierensklerose ohne Herzbeteiligung<br />Essentielle Hypertonie mit Beteiligung der Hirngef&#228;&#223;e<br />Hypotension und sonstige Kapillarkrankheiten<br /><br />Sonstige Blutdruckkrankheiten]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 03:29:00 -0800</pubDate>
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<title>Wichtige Bluthochdruckmedikamente</title>
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<link>http://www.blutdruckmessgeraet.org/2006/09/30/wichtige_bluthochdruckmedikamente.html</link>
<description><![CDATA[Wichtige Bluthochdruckmedikamente:<br /><br />Betablocker (Beta-Rezeptorenblocker):<br />Sie bremsen die Wirkung des Hormons Adrenalin auf Herz und Kreislauf, denn das Adrenalin kann nicht mehr an die Beta-Rezeptoren im Herzmuskel andocken kann. Betablocker sind deshalb wirksame Blutdrucksenker. Auch Herzkrankheiten, die auf eine Verengung der Herzkranzgef&#228;&#223;e zur&#252;ck gehen und bestimmte Formen von Herzrhythmusst&#246;rungen werden damit behandelt. Betablocker sind im allgemeinen gut vertr&#228;glich.<br /><br />Doch haben nicht nur Herzmuskelzellen, sondern auch viele andere Zellen Beta-Rezeptoren, es k&#246;nnen daher verschiedene K&#246;rperfunktionen gleichzeitig beeinflusst werden. Zur Hochdruckbehandlung werden Betablocker meist mit anderen Mitteln kombiniert.<br /><br />ACE-Hemmer: Verhindern die Umwandlung des Angiotensin I in seine kreislaufwirksame, den Blutdruck steigernde Form (Angiotensin II) und bremsen damit den Blutdruck.<br /><br />Angiotensin (AT) II-Antagonisten: Antagonisten sind Gegenspieler der Agonisten. So werden k&#246;rpereigene Substanzen bezeichnet, die an speziellen Bindungsstellen (Rezeptoren) angreifen und eine Wirkung zum Beispiel in den Muskelzellen des Herzens ausl&#246;sen. Angiotensin II-Antagonisten blockieren das Andocken des Agonisten "Angiotensin II" an seinen Rezeptor, das sonst den Blutdruck steigert. AT-II-Antagonisten sind die neueste Substanzklasse der Bluthochdruckmittel. Sie werden vor allem bei Patienten eingesetzt, die unter Nebenwirkungen von ACE-Hemmern (Reizhusten) leiden.<br /><br />Kalziumantagonisten (Kalziumkanalblocker): Senken den Einstrom von Kalzium in Herzmuskel- und Gef&#228;&#223;muskelzellen. Sie weiten die Blutgef&#228;&#223;e und senken so den Blutdruck.<br /><br />Diuretika: Entw&#228;ssernde Medikamente. Sie werden oft mit Blutdrucksenkern kombiniert.]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Sat, 30 Sep 2006 21:14:00 -0700</pubDate>
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<title>Blut</title>
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<link>http://www.blutdruckmessgeraet.org/2006/08/25/blut.html</link>
<description><![CDATA[<div align="center"><b>Zusammensetzung des Blutes</b></div><br /><br />Blutbestandteile sind das Plasma, in dem sich alle wasserl&#246;slichen Substanzen befinden, und die Blutzellen. Das Blutplasma besteht zu 90 Prozent aus Wasser, der Rest sind haupts&#228;chlich Proteine und gel&#246;ste Ionen. Die im Blut schwimmenden Zellen machen etwa 45 Volumenprozent aus: Ein Kubikmillimeter menschliches Blut enth&#228;lt 3,5 bis 5,9 Millionen Erythrozyten (rote Blutzellen), 4 000 bis 10 000 Leukozyten (wei&#223;e Blutzellen) und 150 000 bis 400 000 Thrombozyten (Blutpl&#228;ttchen). Die Bildung der Blutzellen geschieht im Knochenmark und wird als H&#228;matopoiese (oder H&#228;matopoese) bezeichnet.<br /><br /><b>1. 	Erythrozyten oder rote Blutzellen</b><br /><br />Erythrozyten sind rote, runde, in der Mitte eingedellte Scheibchen von etwa acht Mikrometer (tausendstel Millimeter) Durchmesser. Bei Menschen und S&#228;ugetieren sind sie ohne Zellkern. In den Erythrozyten ist das eisenhaltige Protein H&#228;moglobin enthalten, das dem Blut seine rote Farbe und seinen charakteristischen Geruch verleiht. H&#228;moglobin bindet in den Lungen Sauerstoff, woraufhin das Blut hellrot wird. Der an H&#228;moglobin gebundene Sauerstoff wird in den Kapillaren an die Zellen abgegeben und gegen Kohlendioxid eingetauscht (das Blut erscheint nun dunkelrot), das bei der Atmung in den Zellen erzeugt wird. In den Lungen wird das h&#228;moglobingebundene Kohlendioxid wieder gegen Sauerstoff ausgetauscht.<br /><br /><b>2. 	Leukozyten oder wei&#223;e Blutzellen</b><br /><br />Leukozyten &#252;ben zahlreiche Funktionen im Immunsystem aus. Anhand der Struktur des Zellkerns unterscheidet man zwei Gruppen: die granul&#228;ren (gek&#246;rnten) und die agranul&#228;ren Leukozyten. Die granul&#228;ren Leukozyten (Granulozyten) kann man nach ihrer F&#228;rbbarkeit weiter unterteilen: Neutrophile Granulozyten lassen sich nicht f&#228;rben, eosinophile dagegen mit Eosin rot und basophile mit basischen Farbstoffen blau f&#228;rben.<br /><br /><b>3.	Thrombozyten oder Blutpl&#228;ttchen</b><br /><br />Thrombozyten sind kleine, runde oder l&#228;ngliche K&#246;rperchen ohne Zellkern, deren Durchmesser nur rund ein Drittel des Durchmessers der Erythrozyten betr&#228;gt. Bei Verletzungen sammeln sie sich an der Wunde im Blutgef&#228;&#223; und produzieren Enzyme, die zur Blutgerinnung beitragen. Thrombozyten unterst&#252;tzen au&#223;erdem die Immunabwehr, indem sie durch Endozytose Fremdstoffe aufnehmen.<br /><br />Um den Gesundheitszustand eines Patienten einzusch&#228;tzen, wird oftmals die Anzahl der unterschiedlichen Zellfraktionen im Blut bestimmt, d. h. ein Blutbild erstellt. Dazu wird eine Blutprobe histologisch oder chemisch aufbereitet und anschlie&#223;end in speziellen Apparaten analysiert. Dabei werden Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten getrennt erfasst.<br /><br /><b>4.	Substanzen im Blutplasma</b><br /><br />Im Blutplasma sind eine Vielzahl von Substanzen gel&#246;st, die f&#252;r den Organismus lebenswichtig sind. Dazu geh&#246;ren in erster Linie Natrium-, Chlor- und Carbonationen, Zucker und andere Kohlenhydrate, Fette, Enzyme und andere Proteine sowie Aminos&#228;uren. Manche dieser Substanzen dienen als Hormone im endokrinen System des K&#246;rpers. Abfallstoffe des Stoffwechsels, die in gr&#246;&#223;eren Mengen im Blut nachgewiesen werden k&#246;nnen, sind u. a. Harnstoff und Kreatin.<br /><br />Zu den wichtigsten Plasmaproteinen geh&#246;ren die Albumine. Sie erhalten die osmotischen Eigenschaften des Blutes und verhindern so, dass Blut unkontrolliert aus den Blutgef&#228;&#223;en austritt. Die Globuline umfassen beispielsweise Proteine des Immunsystems, die so genannten Immunglobuline (siehe Antik&#246;rper). Der Transport von Fetten und lipophilen Hormonen (z. B. Steroidhormone) im Blut wird – genauso wie der Transport vieler Giftstoffe – von bestimmten Transportproteinen (Carrier; englisch f&#252;r Tr&#228;ger) &#252;bernommen. Fibrinogen und Prothrombin sind Proteine, die bei der Bildung der Fibrin-Netzstruktur w&#228;hrend der Blutgerinnung eine entscheidende Rolle spielen.<br /><br />Die Trennung und Reinigung von Blutplasma-Proteinen gelang erstmals 1920. W&#228;hrend des 2. Weltkrieges hatten sie gro&#223;e Bedeutung als Blutersatz. Heute dienen hochgereinigte Gammaglobuline medizinischen Zwecken, beispielsweise der Vorbeugung von Hepatitis sowie der Behandlung von H&#228;mophilie (Bluterkrankheit) und Rhesusfaktorunvertr&#228;glichkeit.<br /><br />"Blutdruckmessger&#228;t," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklop&#228;die 2007<br />http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Fri, 25 Aug 2006 17:40:00 -0700</pubDate>
</item><item>
<title>Pulsmesser - Herzfrequenz-Messger&amp;#228;t</title>
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<link>http://www.blutdruckmessgeraet.org/2006/07/26/pulsmesser__herzfrequenzmessger228t.html</link>
<description><![CDATA[Ein Herzfrequenz-Messger&#228;t misst die Anzahl der Herzschl&#228;ge pro Minute (Herzfrequenz oder besser Pulsfrequenz).<br /><br />Eine pr&#228;zise Herzfrequenz-Messung ist sowohl im Fitness- und im Ausdauertraining als auch bei wissenschaftlichen Untersuchungen von entscheidender Relevanz. Das manuelle F&#252;hlen des Herzschlages bedeutet ungenaue Ergebnisse, EKG- oder Holter-Ger&#228;te sind in ihrer Nutzung zu kostenintensiv und zu komplex, um von Sportlern aktiv genutzt zu werden.<br /><br />Das erste kabellose Herzfrequenz-Messger&#228;t (auch bekannt als Pulsuhr oder Pulsmesser) wurde 1983 vorgestellt. Es handelte sich dabei um das tragbaren PE 2000 Herzfrequenz-Messger&#228;t (Polar Electro Oy), das aus einem Empf&#228;nger und einem Sender bestand. Der Sender konnte an der Brust angebracht werden, entweder durch Einmal-Elektroden oder einen elastischen Elektrodengurt. Der Empf&#228;nger war ein uhren&#228;hnlicher Monitor, der am Handgelenk getragen wurde.<br /><br />Entwicklung<br /><br />Zuerst wurden Herzfrequenz-Messger&#228;te f&#252;r den Einsatz bei Sportlern und Trainern konzipiert, um die Qualit&#228;t und Effektivit&#228;t des Trainings zu optimieren. Bald darauf untersuchten Wissenschaftler die Ger&#228;te und nutzten sie in ihren Arbeiten. Heute bietet die Bandbreite der Herzfrequenz-Messger&#228;te einfach zu bedienende Produkte f&#252;r jeden, der sich f&#252;r Wellness, Fitness und Gesundheit interessiert. Es gibt aber auch High-Tech-Produkte, die die W&#252;nsche und Bed&#252;rfnisse von ambitionierten Freizeit- und Leistungssportlern erf&#252;llen und auf vielf&#228;ltiger Art und Weise bei wissenschaftlichen Untersuchungen zu Herzfrequenz und Herzfrequenz-Variabilit&#228;t eingesetzt werden.<br /><br />Brustgurt<br /><br />Die g&#228;ngigen Herzfrequenz-Messger&#228;te nehmen &#252;ber einen an der Brust getragenen Sender die Herzsignale (R-Impulse) auf, die &#252;ber die Haut abgegeben werden (eigentlich wird nur Ver&#228;nderung des Hautwiderstandes gemessen!), und senden diese Signale an den Empf&#228;nger, der am Handgelenk getragen oder am Fahrrad bzw. Sportger&#228;t befestigt wird. Die aktuelle Herzfrequenz wird dann kontinuierlich im Display des Empf&#228;ngers angezeigt. Manche Ger&#228;te setzen die Herzfrequenz auch in einen Prozentwert der gesamten Spannbreite der individuellen Herzfrequenz (Ruhe-Herzfrequenz bis maximale Herzfrequenz) um oder zeigen parallel zum aktuellen Wert die bisher erreichten Durchschnitts-Herzfrequenz an.<br /><br />Alternativen zum Brustgurt<br /><br />Im Fitness-Bereich werden h&#228;ufig station&#228;re Herzfrequenzmesser an den Ger&#228;ten selbst eingesetzt, die die Herzfrequenz &#252;ber Sensoren abnehmen, die f&#252;r die Messung umfasst werden m&#252;ssen. Andere Ger&#228;te messen die Herzfrequenz am Ohrl&#228;ppchen. F&#252;r den leistungsorientierten Bereich sind beide letztgenannte Messmethoden jedoch nicht geeignet.<br /><br />Funktionen<br /><br />Neben der Anzeige der Herzfrequenz bieten unterschiedliche Modelle zus&#228;tzliche Funktionen. Beginnend mit dem Alarm beim &#220;berschreiten einer Zielzone, &#252;ber die Kalorienberechnungsfunktion hin zum H&#246;hen-, Temperatur- oder Geschwindigkeitsmesser sowie Belastungsmesser (Wattmesser) k&#246;nnen je nach Geschmack alle n&#246;tigen Informationen f&#252;r ein effektives Ausdauertraining abgerufen werden. Je nach Modell k&#246;nnen die Herzfrequenz-Daten schon w&#228;hrend des Trainings analysiert werden oder sp&#228;ter anhand von entweder Durchschnittswerten oder der gesamten Herzfrequenzdatei (nach der &#220;bertragung auf einen PC), um das Training optimal zu analysieren und zu steuern.<br /><br />Kritik<br /><br />Ziel eines herzfrequenzgesteuerten Trainings ist es, die Grenzen der individuell unterschiedlichen Belastungsbereiche (z. B. aerober Ausdauerbereich/anaerober Ausdauerbereich/Entwicklungsbereich/wettkampfspezifische Ausdauer/Maximalbelastung) positiv zu beeinflussen, etwa den Pulswert f&#252;r die anaerobe Schwelle in h&#246;here Pulsbereiche zu verschieben oder den Leistungsbereich unterhalb der Maximalbelastung auszuweiten. Die exakte Bestimmung der Leistungsgrenzen im Rahmen einer Leistungsdiagnostik erfordert jedoch neben der Herzfrequenzmessung die Messung der Belastung selbst sowie eine kontinuierliche Messung des Laktats im Blut vor, w&#228;hrend und kurz nach der Belastung.<br /><br />In den letzten Jahren sind Herzfrequenz-Messger&#228;te aufgrund des immer g&#252;nstigeren Preises sehr in Mode gekommen. Trotz der vielen positiven Aspekten, die eine Pulsuhr bietet, gibt es auch immer wieder Sportler, die auf die st&#228;ndige elektronische Kontrolle der Herzfrequenz verzichten. Da die k&#246;rperlichen Reaktionen auf Belastung bei jedem Menschen sehr unterschiedlich sind und eine Messung der Herzfrequenz nur sehr eingeschr&#228;nkte R&#252;ckschl&#252;sse auf Energie- oder Fettverbrauch erm&#246;glicht, ersetzen diese eine aufmerksame Beobachtung des eigenen K&#246;rpers nicht. Dies wird aber gerade von unbedarftem Technikglauben konterkariert.<br /><br />Gleichwohl sollte die Pulsuhr f&#252;r sportliche Anf&#228;nger, besonders im fortgeschrittenen Alter, genutzt werden, weil gerade bei diesem Personenkreis am Anfang es meist zu einer Fehleinsch&#228;tzung der eigenen k&#246;rperlichen F&#228;higkeiten kommt. Soll hei&#223;en: Sport wird als etwas Anstrengendes empfunden, was mit viel Ausdauer und Leistung zu tun hat. Es kommt zu einer objektiven k&#246;rperlichen &#220;berforderung. Auch die vorgenannten "erfahrenen Sportler" sind hier bei sommerlichen Temperaturen von diesem Irrtum nicht ausgenommen, weil der K&#246;rper bei hoher Umgebungstemperatur eine wesentliche h&#246;here Leistung f&#252;r eine sportliche Leistung abgeben muss, als bei einer Temperatur von beispielsweise 10 °C. Auch hier tritt eine &#220;berforderung auf, die von erfahrenen Sportlern negiert wird und gerade deshalb auf eine Pulsuhr verzichten oder wie vorgenannt als "Instrument des Technikglaubens" f&#252;r Andersdenkende abqualifiziert wird.<br /><br />Quelle:www.de.wikipedia.org]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Wed, 26 Jul 2006 18:17:00 -0700</pubDate>
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<title>Allgemeines zum Blutdruckmessgeräte</title>
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<description><![CDATA[In diesem Artikel geht es hauptsächlich um verschiedenen Tests aus dem Bereich Blutdruckmesser, Oberarm-Bluttdruckmessgerät, Handgelenk-Bluttdruckmessgerät, Sphygmomanometer, Digitales Blutdruckmessgerät, elektronisches Blutdruckmessgerät, Blutdruckmessgerät für das Handgelenk und Oberarm-Messgerät.<br /><br />Der Blutdruck eines Menschen bezeichnet den Druck einer Pulswelle im Blut, der an die Innenwände der Blutgefäße stößt. Um zu leben, braucht der Mensch einen bestimmten Blutdruckwert, der sowohl innerlich wie auch äußerlich gemessen werden kann. Wer seinen Blutdruck selber messen und zu diesem Zweck nicht jedes Mal zum Hausarzt laufen möchte, kann dies mit einem eigenen Blutdruckmessgerät tun. Sowohl der obere als auch der untere Blutdruck kann am Oberarm oder am Handgelenk gemessen werden, die Blutdruckwerte werden anschließend in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben.<br />Es gibt zwei Arten von Blutdruckmessgeräten:<br /><br />Das klassische Blutdruckmessgerät ist ein mechanisches Gerät, mit dem eine Druckmanschette am Oberarm angelegt und mit einem Gummiball aufgepumpt wird. Der Druck wird soweit erhöht, bis kein Puls mehr mit dem Stethoskop zu hören ist und anschließend soweit wieder verringert, bis der obere Blutdruck abgelesen werden kann. Sobald der Puls abermals nicht mehr zu hören ist, kann der untere Blutdruck abgelesen werden. Bei dem digitalen Blutdruckmessgerät handelt es sich hingegen um ein modernes, elektronisches Gerät, mit dem der Blutdruck am inneren Handgelenk gemessen wird. Die Vorgehensweise ist dieselbe wie beim klassischen Messgerät. Die Blutdruckwerte können am Ende auf einem digitalen LCD-Bildschirm am Gerät abgelesen werden.<br /><br />Bei einem Kauf empfiehlt es sich, auf ein CE-Prüfsiegel oder den Vermerk "klinisch validiert" zu achten, da Messgeräte für den Privatgebrauch geeicht werden müssen, um exakt messen zu können. Für die richtigen Werte wird geraten, auf die Passform der Manschette zu achten und bei der Handgelenkmessung die Hand in Herzhöhe zu halten.]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Tue, 25 Jul 2006 23:44:00 -0700</pubDate>
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<title>Blutdruck</title>
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<description><![CDATA[Kraft, die das Blut auf die Gefäßwand der Arterien u. Venen ausübt, gemessen in mmHg Maschinell auch in kPa 1kPa = 7.5 mmHg Im klinischen Sprachgebrauch ist mit Blutdruck immer der Druck in den größeren Arterien gemeint.<br /><br />    * Systolischer Blutdruck: maximaler Druck im Gefäß (Spitzendruck ), entsteht während der Kammersystole <br /><br />Anspannungszeit und Austreibungszeit des Herzen<br /><br />    * Diastolischer Blutdruck: mindest Druck im Gefäß während der Kammerdiastole, wird auch in der Zeit zwischen 2 Herzschlägen nicht unterschritten und ist ein Maß für die Dauerbelastung der Gefäßwände <br /><br />Erschlaffungszeit und Auffüllzeit des Herzen<br /><br />    * Mitteldruck: mittlerer Druck zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck, entspricht nicht exakt dem arithmetischen Mittel<br />    * Amplitude: auch "Pulsdruck", engl. "pulse pressure"; Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck<br />      (120 - 80 = 40) <br /><br />    * "'Normotonie'": Normaler Blutdruck eines Menschen (120/80 mm/Hg)<br />    * "'Hypertonie"': Dauerhafte Blutdruckerhöhung über 160/90 mm/Hg<br />    * "'Hypotonie'": Die Blutdruckwerte sind unter der Marke von 100/60 mm/hg <br /><br />bedingende Faktoren<br /><br />    * Gefäßwiderstand in den Arterien<br />    * Herzminutenvolumen<br />    * Blutvolumen im Gefäßsystem <br /><br />Blutdruck (RR) und Puls passen sich den Erfordernissen an, bei körperlicher Arbeit sind Puls und systolischer Blutdruck höher als in Ruhe. Der diastolische Blutdruck bleibt beim gesunden Menschen etwa gleich.<br /><br />Blutdruck-Messung<br /><br />Die Messung des Blutdrucks erfolgt in der Regel immer am gleichen Arm und in der gleichen Position (liegend, sitzend, stehend) und möglichst zur gleichen Tageszeit, um einen Vergleich zu ermöglichen. Der Blutdruck ist in der Regel an beiden Armen fast gleich. Die Ansicht, der Blutdruck sei am linken Arm höher, weil dieser näher am Herzen sei, ist anatomisch falsch (vgl. Aorta). Signifikante Unterschiede zwischen den Armen ergeben sich meist aus anatomischen oder pathologischen Besonderheiten.<br /><br />Der Blutdruck sollte nicht gemessen werden am jeweils betroffenen Arm:<br /><br />    * bei Zustand nach Brust-Amputation<br />    * bei Lymphödem<br />    * bei Parese/Plegie<br />    * bei venösen oder arteriellen Gefäßzugängen (z.B. Viggo) <br /><br />Der Blutdruck darf auf keinen Fall gemessen werden am jeweils betroffenen Arm:<br /><br />    * bei Dialyse-Shunt <br /><br /><br />Die Messung:<br /><br />    * muß stets unter den gleichen Bedingungen erfolgen<br />    * in Ruhe<br />    * immer im Liegen, Sitzen od. Stehen<br />    * immer am gleichen Arm <br /><br />RR-Kontrollen<br /><br />    * werden in der Regel vom Arzt angeordnet, erfahrenes Pflegepersonal misst bei Neuaufnahmen bzw. Herz- u. Kreislaufkranken<br />    * Nach OP&#96;s und vor OP&#96;s<br />    * Vor der Mobilisation ( nach langem Liegen )<br />    * Hypertonie u. Hypotonie<br />    * Bei Kreislaufkollaps = Begriff für akute Hypotonie.<br />    * Gabe blutdruckbeeinflussender Medikamente<br />    * Starken Blutdruckschwankungen<br />    * Nach Unfällen, Blut- u. Flüssigkeitsverlusten u. bei Schock<br />    * Wird der BD zum ersten Mal gemessen, geschieht dies an beiden Armen.<br />          o Druckdifferenz möglich z.B. bei Verengung der A. subclavia.<br />          o Am Arm mit den höheren Werten (= keine Flussbehinderung) zukünftig weitermessen <br />    * Messung immer sofort dokumentieren, bei Abweichungen Arzt informieren <br /><br />Methoden<br /><br />Die unblutige (indirekte) Messung erfolgt in der Regel mit einem Blutdruckmessgerät bzw. einem Blutdruckmesser<br /><br />    * Abkürzung NIBP ... non-invasive blood pressure<br />    * gemessen werden die Strömungsgeräusche in einer Armarterie <br /><br />Funktionsprinzip<br /><br />    * der Blutstom der Arteria brachialis wird mittels Kompression mit einer Manschette unterbrochen, bis der Manschettendruck größer ist als der systolische Blutdruck.<br />      (Strömungsgeräusche sind nicht mehr hörbar)<br />    * Ventil wird geöffnet, Luft kann entweichen ( nicht mehr als 3mmHg/sec )<br />          o sind Manschettendruck und systolischer Druck gleich groß, strömt wieder Blut durch die Ateria<br />          o der diastolische Druck ist noch geringer als der Manschettendruck, das Blut strömt also nicht kontinuierlich. <br />    * Es kommt zu einem Wechsel: Blut strömt ( Systole ) - Blut strömt nicht ( Diastole ).<br />    * Dieser Wechsel verursacht die typischen Strömungsgeräusche = Korotkow Töne<br />    * Das Ventil bleibt geöffnet, der Druck der Manschette fällt weiter,<br />          o sinkt er unter den diastolische Druck, bleibt die Arterie ständig offen und die Strömungsgeräusche sind nicht mehr hörbar <br /><br />Duchführung der indirekten Messung<br /><br />Material<br /><br />    * geeignete Manschette mit passender Breite mit Verschluß und kleinem Ballon mit Ventil<br />    * Meßeinheit mit Manometer<br />    * Stethoskop mit Flachmembran <br /><br />Vorgehen<br /><br />    * Ruhepausen von 15 min vor Messung<br />    * Beengte Kleidung vom Arm entfernen<br />    * Manschette luftleer und straff am Arm anlegen, ableitende Schläuche nicht in die Ellenbeuge <br /><br />Ventil schließen<br /><br />    * Oliven in die Ohren<br />    * Membran in der Ellenbeuge auflegen ( A. cubitalis ) , dabei radialis Puls fühlen<br />    * Manschette füllen bis kein Puls mehr tastbar u. keine Geräusche hörbar<br />    * Manschettendruck um ca. 30mmHg erhöhen<br />    * Ventil öffnen, Luft langsam entweichen lassen<br />    * Auf pulssynchrone Strömungsgeräusche = Korotkow Töne achten<br />    * Druckwert am Manometer ablesen, sobald erster Ton hörbar<br />    * Manschette weiter langsam leeren u. beim letzten Ton den diast. Druck ablesen ( oder wenn Gräusche deutlich leiser werden )<br />    * Restluft ablassen, Manschette entfernen <br /><br />Die blutige (direkte) Messung<br /><br />    * die Messung uber Drucksonde direkt im Blut <br /><br />Palpatorische Methode<br /><br />    * Kann angewendet werden, wenn Strömungsgeräusche nur schlecht zu hören sind.<br />    * Zu messen ist nur der systolische Blutdruck<br />          o Puls tasten<br />          o Manschette aufpumpen, bis Puls verschwindet<br />          o Druck ablassen bis der Puls wieder tastbar<br />          o Der beim ersten tastbaren Puls angezeigte Druckwert entspricht dem systolische Blutdruck <br />    * Messung auch am Bein möglich, dabei wird die Manschette am Oberschenkel angelegt und die A. poplitea in der Kniekehle getastet <br /><br />Quelle:<br />Die Informationen wurden teilweise von www.pflegewiki.de übernommen]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Fri, 21 Jul 2006 21:11:00 -0700</pubDate>
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<title>Eigentschaften des Blutes</title>
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<link>http://www.blutdruckmessgeraet.org/2006/07/20/eigentschaften_des_blutes.html</link>
<description><![CDATA[<div align="center"><b>Blutbildung und Blutreaktionen</b></div><br /><br />Blutzellen werden im Knochenmark st&#228;ndig neu gebildet, bei Kindern zun&#228;chst auch in der Milz. Das Blutplasma stammt aus unterschiedlichen Bereichen des K&#246;rpers: Albumine und Fibrinogen werden in der Leber gebildet, die auch Zucker speichert und wichtige Elemente wie Natrium, Kalium und Calcium liefert. Die Hormone im Blutplasma stammen aus den endokrinen Dr&#252;sen. Einige Plasmaproteine, z. B. Zytokine, werden von Leukozyten produziert. Viele weitere Bestandteile des Blutes werden im Verdauungstrakt aus der aufgenommenen Nahrung gewonnen.<br /><b>1. 	Blutgerinnung</b><br /><br />Blut hat die F&#228;higkeit zu gerinnen (Koagulation), sobald ein Blutgef&#228;&#223; verletzt wird. Dies geschieht nicht nur bei offenen Wunden, sondern auch innerhalb des K&#246;rpers, wenn Gewebe durch einen Sto&#223;, Riss oder andere Einwirkungen zerst&#246;rt worden ist. Innerhalb der Blutgef&#228;&#223;e bleibt Blut in der Regel fl&#252;ssig. Es kann jedoch durch Fremdk&#246;rper oder bestimmte Substanzen im Blut zu einer Verklumpung von Thrombozyten und damit zu einem Blutgerinnsel (Thrombus) kommen. Wird Blut dem K&#246;rper ohne gerinnungshemmende Zus&#228;tze entnommen, so verwandelt es sich in eine z&#228;he, gallertartige rote Masse (Blutkuchen), die in einer durchsichtigen, gelblichen Fl&#252;ssigkeit (Serum) schwimmt.<br /><br />Geronnenes Blut besteht vor allem aus Blutzellen, die in einem Netz feiner Fasern aus Fibrin verfangen sind, das sich seinerseits aus Fibrinogen gebildet hat. Diese Reaktion wird durch das Enzym Thrombin katalysiert, das ebenfalls erst w&#228;hrend des Gerinnungsprozesses aus dem im Blut befindlichen Prothrombin gebildet wird. Die gesamte Blutgerinnung ist eine komplexe Kaskade biochemischer Reaktionen, die durch Thrombozyten, Enzyme und Hormone (vor allem durch Prostaglandine und Thromboxane) gesteuert wird.<br /><br />Bei gr&#246;&#223;eren Verletzungen ist die Blutgerinnung lebensrettend, doch kann sie auch zum Tod f&#252;hren: Steht ein Mensch l&#228;ngere Zeit nicht auf (z. B. w&#228;hrend eines l&#228;ngeren Krankenhausaufenthalts), k&#246;nnen sich Blutgerinnsel in den Venen bilden (Thrombose). Wenn ein Blutgerinnsel sich l&#246;st, im Kreislaufsystem weiterwandert und an einer anderen Stelle ein Blutgef&#228;&#223; verstopft, kommt es zu einer Embolie. Stirbt unterversorgtes Gewebe ab und kann das betroffene Organ seine lebenswichtige Funktion nicht mehr aus&#252;ben, f&#252;hren Embolien oft zum Tod (siehe Herzinfarkt, Schlaganfall).<br /><br />Um einer Embolie vorzubeugen, werden Pr&#228;parate verabreicht, die entweder die Bildung der Gerinnsel verhindern oder bereits bestehende Gerinnsel abbauen. Diese Pr&#228;parate enthalten nat&#252;rliche Substanzen wie Heparin oder das aus Blutegeln gewonnene Hirudin bzw. die synthetischen Ersatzstoffe Dicumarol (Marcumar®) und Warfarin (Coumadin®). Gerinnungshemmende Mittel werden auch gentechnisch hergestellt.<br /><br />Fehlen ma&#223;geblich an der Blutgerinnung beteiligte Elemente, ist der Gerinnungsprozess gest&#246;rt. F&#228;ngt man z. B. die Calciumionen durch Zugabe von Natriumcitrat ab, so gerinnt das Blut nicht. Ein Mangel an Vitamin K f&#252;hrt zu chronischem Mangel an Prothrombin und damit zu ernsten Problemen bei der Blutgerinnung. Neugeborene erhalten in der Regel Vitamin K, weil es vorher nicht die Plazenta passieren und deshalb nicht in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes gelangen konnte. Bei der Bluterkrankheit H&#228;mophilie ist die Konzentration der Gerinnungsfaktoren (aller Blutproteine, die an der Gerinnung beteiligt sind) gest&#246;rt.<br /><b>2. 	Hom&#246;ostatische Reaktionen</b><br /><br />Der Mensch reagiert sehr empfindlich auf kleinste Ver&#228;nderungen bestimmter Blutwerte. Ein Beispiel hierf&#252;r ist der S&#228;uregrad (pH-Wert): Wird der regul&#228;re pH-Wert von 7,2 auch nur geringf&#252;gig unterschritten (auf 7,0), so f&#228;llt der Patient wegen Blut&#252;bers&#228;uerung ins Koma. Steigt der pH-Wert dagegen auf etwa 7,5, tritt Tetanie ein, eine schwere neurophysiologische St&#246;rung mit Krampfanf&#228;llen, die meist zum Tode f&#252;hrt.<br /><br />Auch die Konzentration des Blutzuckers wird durch Hom&#246;ostasemechanismen geregelt: Die Normalkonzentration von Glucose betr&#228;gt etwa 0,1 Prozent, d. h., in einem Milliliter Blut ist ein Milligramm Glucose. F&#228;llt der Wert auf unter 0,05 Prozent, so treten Kr&#228;mpfe auf. Eine &#220;berkonzentration von Blutzucker f&#252;hrt dagegen rasch zum Koma. Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ist durch einen chronisch erh&#246;hten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet.<br /><br />"Blutdruckmessger&#228;t," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklop&#228;die 2007<br />http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.]]></description>
<category><![CDATA[Hauptkategorie]]></category>
<dc:creator>Blutdruckmessgerät</dc:creator>
<pubDate>Thu, 20 Jul 2006 17:44:00 -0700</pubDate>
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<title>Das Blut - Wissenswertes</title>
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<description><![CDATA[Das Blut ist eine Körperflüssigkeit, die mit Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems die Funktionalität der verschiedenen Körpergewebe über vielfältige Transport- und Verknüpfungsfunktionen sicherstellt. Blut wird als „flüssiges Gewebe“, gelegentlich auch als „flüssiges Organ“ bezeichnet.<br /><br />Blut besteht aus speziellen Zellen sowie dem Blutplasma, in dem diese Zellen schwimmen. Es wird vornehmlich durch mechanische Tätigkeit des Herzmuskels in einem Kreislaufsystem durch die Blutgefäße des Körpers gepumpt. Unterstützend wirken Venenklappen in Kombination mit Muskelarbeit. Dabei werden die Gefäße, die vom Herzen wegführen, als Arterien und jene, die zurück zum Herzen führen, als Venen bezeichnet.<br /><br />Das Gefäßsystem des erwachsenen menschlichen Körpers enthält etwa 70 bis 80 ml Blut pro kg Körpergewicht, dies entspricht ca. 5 bis 6 l Blut. Männer besitzen in der Regel etwa 1 l Blut mehr als Frauen, was vor allem auf Größen- und Gewichtsunterschiede zurückzuführen ist.<br /><br />Aufgrund der Gemeinsamkeiten in der Funktion ist Blut bei allen Wirbeltieren ähnlich. Auf bestehende Unterschiede zwischen menschlichem und tierischem Blut wird im Artikel hingewiesen. Zu Unterschieden in Aufbau und Funktion der Zellbestandteile des Blutes sei auf die betreffenden Artikel verwiesen.<br /><br />Evolution<br /><br />Jede Zelle ist für den Erhalt ihres Stoffwechsels auf den Austausch mit ihrer Umgebung angewiesen. Da mit der Entwicklung komplexerer Vielzeller nicht mehr jede Zelle mit der Körperoberfläche in direktem Kontakt steht und die Diffusion ein sehr langsamer Vorgang ist, dessen Dauer sich proportional zum Quadrat der Entfernung verhält, wird mit zunehmender Größe des Lebewesens ein Transportmedium für diese Austauschprozesse notwendig. Diese Flüssigkeit bringt die Stoffe also in die Nähe der Zielzellen und verkürzt damit die Diffusionsstrecke.<br /><br />Bei den Tieren mit offenem Blutkreislauf (z. B. Gliederfüßern oder Mollusken) sind Blut- und interstitielle Flüssigkeit (Flüssigkeit im Gewebszwischenraum) nicht voneinander getrennt. Die hier zirkulierende Flüssigkeit wird als Hämolymphe bezeichnet. Den Nachteil des relativ langsamen Blutflusses in einem offenen Kreislauf kompensieren Insekten dadurch, dass die Hämolymphe nicht dem Sauerstofftransport dient, sondern dieser über Tracheen gewährleistet wird. Bei allen Tieren mit einem geschlossenen Blutkreislauf, unter anderem allen Wirbeltieren, wird die zirkulierende Flüssigkeit „Blut“ genannt.<br /><br />Zusammensetzung und Eigenschaften<br /><br />Blut besteht aus zellulären Bestandteilen (ca. 44 %) und Plasma (ca. 55 %), einer wässrigen Lösung (90 % Wasser) aus Proteinen, Salzen und niedrig-molekularen Stoffen wie z. B. Monosacchariden (Einfachzuckern). Weitere Bestandteile des Blutes sind Hormone, gelöste Gase sowie Nährstoffe (Zucker, Lipide und Vitamine), die zu den Zellen, und Stoffwechsel- und Abfallprodukte (z. B. Harnstoff und Harnsäure), die von den Zellen zu ihren Ausscheidungsorten transportiert werden.<br /><br />Aus chemisch-physikalischer Sicht ist Blut eine Suspension, also ein Gemisch aus der Flüssigkeit Wasser und den als Feststoff fungierenden zellulären Bestandteilen. Es stellt eine nicht-Newtonsche Flüssigkeit dar. Dies begründet seine besonderen Fließeigenschaften. Blut hat aufgrund der enthaltenen Erythrozyten eine gegenüber Plasma erhöhte Viskosität. Je höher der Hämatokritwert und je geringer die Strömungsgeschwindigkeit ist, desto mehr steigt die Viskosität. Aufgrund der Verformbarkeit der roten Blutkörperchen verhält sich Blut bei steigender Fließgeschwindigkeit nicht mehr wie eine Zellsuspension, sondern wie eine Emulsion.<br /><br />Der pH-Wert von Blut beträgt 7,4 und wird durch verschiedene Blutpuffer konstant gehalten. Fällt er unter einen bestimmten Grenzwert (ca. 7,37), so spricht man von einer Azidose (Übersäuerung), liegt er zu hoch (ca. 7,43), wird dies Alkalose genannt.<br /><br />Blut verdankt seine rote Farbe dem Hämoglobin, genauer gesagt seinem sauerstoffbindenden Anteil, der Hämgruppe. Deshalb zählt Hämoglobin zur Gruppe der Blutfarbstoffe. Mit Sauerstoff angereichertes Blut hat einen helleren und kräftigeren Farbton als sauerstoffarmes Blut, da die Hämgruppe nach der Aufnahme des Sauerstoffs eine Konformationsänderung vollzieht, in der sich die Position des Eisens in der Hämgruppe relativ zu seinen Bindungspartnern ändert. Dies hat eine Veränderung des Absorptionsspektrums des Lichts zur Folge.<br /><br />Blutplasma<br /><br />Die im Plasma enthaltenen Ionen sind vorwiegend Natrium-, Chlorid-, Kalium-, Magnesium-, Phosphat- und Calciumionen.<br /><br />Der Anteil der Proteine beträgt etwa 60 bis 80 g/l, entsprechend 8 % des Plasmavolumens. Sie werden nach ihrer Beweglichkeit bei der Elektrophorese in Albumine und Globuline unterschieden. Letztere werden wiederum in &#945;1-, &#945;2-, &#946;- und &#947;-Globuline unterschieden. Die Plasmaproteine übernehmen Aufgaben des Stofftransports, der Immunabwehr, der Blutgerinnung und der Aufrechterhaltung des pH-Wertes und des osmotischen Druckes.<br /><br />Blutplasma ohne Gerinnungsfaktoren wird als Blutserum bezeichnet. Serum wird gewonnen, indem das Blut in einem Röhrchen nach vollständigem Gerinnen zentrifugiert wird. Im unteren Teil des Röhrchens findet sich dann der so genannte Blutkuchen, im oberen die als Serum bezeichnete, meist klare Flüssigkeit. Das Serum enthält auch Substanzen, die im Plasma nicht enthalten sind: insbesondere Wachstumsfaktoren wie PDGF, die während des Gerinnungsvorgangs freigesetzt werden. Serum besteht zu 91 % aus Wasser und 7 % Proteinen. Der Rest sind Elektrolyte, Nährstoffe und Hormone. Durch gelöstes Bilirubin ist es gelblich gefärbt.<br /><br />Zelluläre Bestandteile<br /><br />Blut hat bei Männern einen Zellanteil von 44 bis 46 %, bei Frauen von 41 bis 43 %. Dieses Verhältnis wird Hämatokrit genannt. Beim Neugeborenen beträgt der Hämatokrit ca. 60 %, bei Kleinkindern nur noch 30 %. Bis zur Pubertät steigt er dann auf die Werte für Erwachsene an. Die im Blut enthaltenen Zellen werden unterschieden in Erythrozyten, die auch rote Blutkörperchen genannt werden, Leukozyten, die als weiße Blutkörperchen bezeichnet werden und Thrombozyten oder Blutplättchen.<br /><br />Die Erythrozyten oder roten Blutkörperchen dienen dem Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid. Sie enthalten Hämoglobin, ein Protein, das für Sauerstoffbindung und -transport im Blut verantwortlich ist und aus dem eigentlichen Eiweiß Globin und der Häm-Gruppe, die mit Eisen einen Komplex bildet, besteht. Dieses Eisen verleiht dem Blut von Wirbeltieren seine rote Farbe. Würde man das Eisen in diesem Komplex durch Kupfer ersetzen, hätte das Blut stattdessen eine blaue Farbe. Bei anderen Tieren wie den Spinnen oder beim Oktopus erfüllt eine Kupferverbindung diese Funktion. Etwa 0,5 bis 1 % der roten Blutkörperchen sind Retikulozyten, das heißt noch nicht vollständig ausgereifte Erythrozyten.<br /><br />Die Leukozyten oder weißen Blutkörperchen werden noch einmal in Eosinophile, Basophile und Neutrophile Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten unterteilt. Die Granulozyten werden nach dem Färbeverhalten ihres Protoplasmas benannt und dienen der unspezifischen Immunabwehr, während die Lymphozyten und die Monozyten an der spezifischen Immunabwehr teilnehmen. Thrombozyten dienen der Blutstillung.<br /><br />Die zahlenmäßige Zusammensetzung des Blutes variiert zwischen den einzelnen Wirbeltieren. Besonders hohe Erythrozytenzahlen haben Ziegen (bis 14 Mio/µl), besonders niedrige das Geflügel (3–4 Mio/µl). Die Leukozytenzahlen haben ähnlich große Variationen. Während Rinder und Pferde mit 8.000/µl in der Größenordnung des Menschen liegen, haben Schafe (bis zu 17.000/µl) und Vögel (bis 25.000/µl) besonders hohe Anteile an weißen Blutkörperchen. Auch der Anteil der einzelnen Untertypen der Leukozyten variiert beträchtlich. Während beim Menschen und Pferden die Granulozyten dominieren (granulozytäres Blutbild), sind es bei Rindern die Lymphozyten (lymphozytäres Blutbild), während das Verhältnis von Granulo- zu Lymphozyten beispielsweise bei Schweinen ausgeglichen ist (granulo-lymphozytäres Blutbild).<br /><br />Auf- und Abbau der Zellen des Blutes<br /><br />Alle Zellen des Blutes werden in einem Hämatopoese genannten Vorgang im Knochenmark gebildet. Aus pluripotenten Stammzellen, aus denen jede Zelle reifen kann, werden multipotente Stammzellen, die auf verschiedene Zelllinien festgelegt sind. Aus diesen entwickeln sich dann die einzelnen zellulären Bestandteile des Blutes.<br /><br />Die Erythropoese bezeichnet als Unterscheidung zur Hämatopoese nur die Differenzierung von Stammzellen zu Erythrozyten. Der Prozess der Reifung und Proliferation der Zellen wird durch das in Niere und Leber produzierte Hormon Erythropoietin gefördert. Eine wichtige Rolle bei der Erythropoese spielt Eisen, das zur Bildung von Hämoglobin benötigt wird. Außerdem spielen Vitamin B12 (Cobalamine) und Folsäure eine Rolle. Kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Körper, zum Beispiel auf Grund eines Höhenaufenthalts, so wird die Hormonausschüttung erhöht, was längerfristig zu einer erhöhten Anzahl an roten Blutkörperchen im Blut führt. Diese können mehr Sauerstoff transportieren und wirken so dem Mangel entgegen. Dieser Gegenregulationsvorgang ist auch messbar: Man findet eine erhöhte Anzahl von Retikulozyten (unreifen roten Blutkörperchen).<br /><br />Der Abbau der roten Blutkörperchen findet in der Milz und den Kupffer’schen Sternzellen der Leber statt. Erythrozyten haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 120 Tagen. Das Hämoglobin wird in einem Abbauprozess über mehrere Schritte (über Bilirubin) zu Urobilin und Sterkobilin abgebaut. Während Urobilin den Urin gelb färbt, ist Sterkobilin für die typische Farbe des Kots verantwortlich.<br /><br />Funktion<br /><br />Das Blut mit seinen einzelnen Bestandteilen erfüllt viele wesentliche Aufgaben, um die Lebensvorgänge aufrecht zu erhalten. Hauptaufgabe ist der Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den Zellen und der Abtransport von Stoffwechselendprodukten wie Kohlendioxid oder Harnstoff. Außerdem werden Hormone und andere Wirkstoffe zwischen den Zellen befördert.<br /><br />Blut dient weiterhin der Homöostase, das heißt der Regulation und Aufrechterhaltung des Wasser- und Elektrolythaushaltes, des pH-Werts sowie der Körpertemperatur (Homoiothermie).<br /><br />Als Teil des Immunsystems hat das Blut Aufgaben in Schutz und Abwehr gegen Fremdkörper (unspezifische Abwehr) und Antigene (spezifische Abwehr) durch Phagozyten (Fresszellen) und Antikörper. Weiter ist das Blut ein wichtiger Bestandteil bei der Reaktion auf Verletzungen (Blutgerinnung und Fibrinolyse).<br /><br />Zudem hat Blut eine Stützwirkung durch den von ihm ausgehenden Flüssigkeitsdruck.<br /><br />Rolle des Blutes bei der Atmung<br /><br />Eine der bedeutendsten Aufgaben des Blutes ist der Transport von Sauerstoff von der Lunge zu den Zellen und von Kohlenstoffdioxid, das Endprodukt verschiedener Stoffwechsel ist, zurück zur Lunge.<br /><br />Im Rahmen der Atmung gelangt der in der Luft enthaltene Sauerstoff über die Luftröhre in die Lunge bis hin zu den Lungenbläschen. Durch deren dünne Membran gelangt der Sauerstoff in die Blutgefäße. Das Blut wiederum wird im Rahmen des Lungenkreislaufes vom Herzen zur Lunge geführt. Das zunächst sauerstoffarme Blut gibt in der Lunge Kohlendioxid (CO2) ab und nimmt dort Sauerstoff auf. Das nun sauerstoffreiche Blut fließt über mehrere Lungenvenen (Venae pulmonales) wieder zurück zum Herzen, genauer zum linken Vorhof. Von dort wird das Blut über ein geschlossenes Netz aus Blutgefäßen an die meisten lebenden Zellen innerhalb des Körpers verteilt (vgl. auch Blutkreislauf). Ausgenommen davon sind u. a. Zellen der Hornhaut des Auges und der Knorpel, die keinen direkten Anschluss ans Gefäßsystem haben und wie bei primitiveren Organismen über Diffusion ernährt werden (bradytrophe Gewebe).<br /><br />Verantwortlich für den oben beschriebenen Gasaustausch ist der in den roten Blutkörperchen enthaltene Blutfarbstoff Hämoglobin. Jedes Hämoglobinmolekül besteht aus vier Untereinheiten, die jede jeweils eine Hämgruppe enthalten. Im Zentrum der Hämgruppe ist ein Eisen-Ion gebunden. Dieses Eisen übt eine starke Anziehungskraft (sog. Affinität) auf Sauerstoff aus, wodurch der Sauerstoff an das Hämoglobin gebunden wird. Hat dies stattgefunden, so spricht man von oxigeniertem Hämoglobin.<br /><br />Die Affinität des Hämoglobins für Sauerstoff wird durch eine Erhöhung des Blut-pH-Werts, eine Senkung des Partialdrucks von Kohlendioxid, eine geringere Konzentration von 2,3-Bisphosphoglycerat und eine niedrigere Temperatur erhöht.<br /><br />Ist die Affinität des Hämoglobins für Sauerstoff hoch und der Partialdruck von Sauerstoff ebenso, wie es in den Lungen der Fall ist, dann begünstigt dies die Bindung von Sauerstoff an Hämoglobin, ist jedoch das Gegenteil der Fall wie im Körpergewebe, so wird Sauerstoff abgegeben.<br /><br />98,5 % des im Blut enthaltenen Sauerstoffs sind chemisch an Hämoglobin gebunden. Nur die restlichen 1,5 % sind physikalisch im Plasma gelöst. Dies macht Hämoglobin zum vorrangigen Sauerstofftransporter der Wirbeltiere.<br /><br />Unter normalen Bedingungen ist beim Menschen das die Lungen verlassende Hämoglobin zu etwa 96–97 % mit Sauerstoff gesättigt. Desoxygeniertes Blut ist immer noch zu ca. 75 % gesättigt. Die Sauerstoffsättigung bezeichnet das Verhältnis aus tatsächlich gebundenem Sauerstoff zu maximal möglichem gebundenem Sauerstoff.<br /><br />Kohlenstoffdioxid wird im Blut auf verschiedene Art und Weise transportiert: Der kleinere Teil wird physikalisch im Plasma gelöst, der Hauptteil jedoch wird in Form von Hydrogencarbonat (HCO3-) und als an Hämoglobin gebundenes Carbamat transportiert. Die Umwandlung von Kohlenstoffdioxid zu Hydrogencarbonat wird durch das Enzym Carboanhydrase ermöglicht.<br /><br />Blutstillung und -gerinnung<br /><br />Hämostase <br /><br />Die Prozesse, die den Körper vor Blutungen schützen sollen, werden unter dem Oberbegriff der Hämostase zusammengefasst. Dabei wird zwischen der primären und der sekundären Hämostase unterschieden.<br /><br />An der primären Hämostase sind neben den Thrombozyten verschiedene im Plasma enthaltene und auf der Gefäßwand präsentierte Faktoren beteiligt. Das Zusammenspiel dieser Komponenten führt bereits nach zwei bis vier Minuten zur Abdichtung von Lecks in der Gefäßwand. Dieser Zeitwert wird auch als Blutungszeit bezeichnet. Zuerst verengt sich das Gefäß, dann verkleben die Thrombozyten das Leck, und schließlich bildet sich ein fester Pfropfen aus Fibrin, der sich nach abgeschlossener Gerinnung zusammenzieht. Die Fibrinolyse ist später für ein Wiederfreimachen des Gefäßes verantwortlich.<br /><br />Die sekundäre Hämostase findet durch Zusammenwirkung verschiedener Gerinnungsfaktoren statt. Dies sind, bis auf Calcium (Ca2+), in der Leber synthetisierte Proteine. Diese im Normalfall inaktiven Faktoren werden in einer Kaskade aktiviert. Sie können entweder endogen, das heißt durch Kontakt des Blutes mit anionischen Ladungen des subendothelialen (unter der Gefäßinnenoberfläche gelegenen) Kollagens oder exogen aktiviert werden, das heißt durch Kontakt mit Gewebsthrombokinase, die durch größere Verletzungen aus dem Gewebe in die Blutbahn gelangt ist. Ziel der sekundären Blutgerinnung ist die Bildung von wasserunlöslichen Fibrinpolymeren, die das Blut zu „Klumpen“ gerinnen lassen.<br /><br />Als Fibrinolyse wird der Prozess der Rückbildung der Fibrinklumpen bezeichnet. Dies findet durch die Aktion des Enzyms Plasmin statt.<br /><br />Soll aufgrund verschiedener medizinischer Indikationen wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabgesetzt werden, so setzt man Antikoagulantien (Gerinnungshemmer) ein. Diese wirken, indem sie entweder das zur Gerinnung notwendige Calcium binden (jedoch nur im Reagenzglas, z. B. Citrat oder EDTA), indem sie die Interaktion zwischen den Gerinnungsfaktoren hemmen (z. B. Heparin) oder indem sie die Bildung der Gerinnungsfaktoren selbst unterbinden (z. B. Cumarine).<br /><br />Medizinische Aspekte<br /><br />Erkrankungen<br /><br />Viele Krankheiten lassen sich aus bestimmten Veränderungen der Blutbestandteile im Blutbild erkennen und in ihrem Schweregrad einordnen, weshalb das Blut die am häufigsten untersuchte Körperflüssigkeit in der Labormedizin ist. Eine weitere wichtige Untersuchung ist die Blutsenkungsreaktion (BSR), bei der anhand der Zeit, in der sich die festen Bestandteile in mit Gerinnungshemmern behandeltem Blut absetzen, Rückschlüsse auf eventuell vorhandene Entzündungen gezogen werden können.<br /><br />Außer Krankheiten, die sich durch Veränderungen im Blutbild äußern, gibt es auch Krankheiten, die das Blut bzw. Bestandteile dessen selbst befallen. Das Fachgebiet der Medizin, das sich mit diesen Erkrankungen befasst, ist die Hämatologie. Zu den wichtigsten zählen die Anämie oder Blutarmut, die Hämophilie oder Bluterkrankheit und die Leukämie als Blutkrebs. Bei einer Anämie kommt es, aufgrund vielfältiger Ursachen, zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff (Hypoxie) führt. Bei Hämophilien ist die Blutgerinnung gestört, was in schlecht oder nicht stillbaren Blutungen resultiert. Bei einer Leukämie werden übermäßig viele weiße Blutkörperchen gebildet und bereits in unfertigen Formen ausgestoßen. Dies führt zu einer Verdrängung der anderen zellulären Bestandteile des Blutes in Knochenmark und Blut selbst.<br /><br />Eine übermäßige Bildung von Blutzellen nennt man Zytose oder Philie, die je nach Zellart in Erythrozytose und Leukozytose (Unterformen sind Granulozytose: Eosinophilie, Basophilie, Neutrophilie; Monozytose; Lymphozytose; Thrombozytose) unterteilt wird. Einen Mangel an roten Blutzellen nennt man Erythropenie (Anämie), an weißen Leukopenie (je nach Zellart Eosinopenie, Basopenie, Neutropenie, Monopenie, Lymphopenie, Thrombozytopenie). Solche Verschiebungen der Proportionen der Zellzahlen werden im Differentialblutbild untersucht und geben zum Teil Hinweise auf die Art und das Stadium einer Krankheit.<br /><br />Hohe oder zu niederige Blutdruck<br /><br />Blutdruckmessung mit einem Blutdruckmessgerät ist unerlässlich, denn es ist gefährlich diese ernsthafte Angelegenheit unbeaufsichtig zu lassen.<br /><br />Durch die Rolle des Blutes in der Versorgung der Zellen besteht bei einer fehlenden oder nicht ausreichenden Blutversorgung immer die Gefahr von Zellschädigung oder -sterben. Bei einer körperweiten Minderversorgung mit Blut, beispielsweise durch einen großen Blutverlust, spricht man von Schock. Durch Blutgerinnsel (aber auch andere Ursachen) kann es zu einer Thrombose, Embolie oder einem Infarkt (z. B. Herz- oder Hirninfarkt [Schlaganfall]) kommen. Um dies zu verhindern, können Medikamente wie Aspirin®, Heparin oder Marcumar® angewendet werden, die die Gerinnung hemmen.<br /><br />Blut selbst hat, wenn es in größeren Mengen in den Magen-Darm-Trakt gelangt, eine abführende Wirkung.<br /><br />Blutgruppen<br /><br />In der Zellmembran der roten Blutkörperchen sind Glycolipide verankert, die als Antigene wirken. Sie werden als Blutgruppen bezeichnet. Kommt es zu einer Vermischung von Blut verschiedener Blutgruppen, so tritt oft eine Verklumpung des Blutes ein. Deswegen muss vor Bluttransfusionen die Blutgruppe von Spender und Empfänger festgestellt werden, um potenziell tödliche Komplikationen zu vermeiden. Die medizinisch bedeutsamsten Blutgruppen des Menschen sind das AB0-System und der Rhesus-Faktor (beide von Karl Landsteiner und Mitarbeitern zuerst beschrieben). Jedoch gibt es beim Menschen noch rund 20 weitere Blutgruppensysteme mit geringerer Bedeutung, die ebenfalls Komplikationen verursachen können.<br /><br />Im AB0-System findet man die Blutgruppen A, B, AB und 0. Die Bezeichnung sagt aus, welche Antigene auf den Erythrozyten gefunden werden (bei A: nur A-Antigene, bei B: B-Antigene, bei AB: A- und B-Antigene und bei 0: keine der beiden) und welche Antikörper (des Typs IgM) im Serum vorhanden sind (bei A: B-Antikörper, bei B: A-Antikörper, bei AB: keine Antikörper und bei 0: A- und B-Antikörper).<br /><br />Rhesusfaktoren können in den Untergruppen C, D und E auftreten. Medizinisch relevant ist besonders der Faktor D. Ist das D-Antigen vorhanden, so spricht man von „Rhesus-positiv“, fehlt es, spricht man von „Rhesus-negativ“. Beim Rhesussystem entstehen die Antikörper (der Gruppe IgG) im Blut erst, nachdem der Körper das erste Mal auf Blut mit Antigenen trifft. Da IgG-Antikörper die Plazenta durchqueren können, besteht die Möglichkeit von Komplikationen während der zweiten Schwangerschaft einer Rhesus-negativen Mutter mit einem Rhesus-positivem Kind. Hierbei kommt es zunächst zu einer Auflösung (Hämolyse) der kindlichen Erythrozyten und einer anschließenden krankhaft gesteigerten Neubildung, die als fetale Erythroblastose bezeichnet wird.<br /><br />Die Blutgruppen sind neben ihrer Relevanz bei Transfusionen und Organtransplantationen sowie in der Schwangerschaft auch von Bedeutung in der Rechtsmedizin zur Identitäts- und Verwandtschaftsbestimmung, auch wenn die Aussagekraft von darauf beruhenden Tests weitaus geringer ist als bei der DNA-Analyse und sich auf Ausschlussnachweise beschränkt.<br /><br />Bluttransfusion <br /><br />Bei großen Blutverlusten, verschiedenen Krankheiten wie dem myelodysplastischen Syndrom und oft zur Bekämpfung von Nebenwirkungen bei allen Chemotherapien werden meist Bluttransfusionen durchgeführt, um das Blutvolumen aufzufüllen oder bestimmte Blutbestandteile, an denen ein Mangel vorliegt, gezielt zu ergänzen. Hierbei ist zu beachten, dass das Blut von Spender und Empfänger hinsichtlich der Blutgruppen und des Rhesusfaktors bestimmte Bedingungen erfüllen muss, da es sonst zu schweren Transfusionszwischenfällen kommen kann. Um Transfusionen zu ermöglichen sind jedoch Blutspenden nötig.<br /><br />Es wird zwischen Vollblutspenden, Eigenblutspenden und Spenden nur einzelner spezifischer Blutbestandteile (z. B. Blutplasma oder Thrombozyten) unterschieden. Bei einer Vollblutspende werden dem Spender ca. 500 ml venöses Blut entnommen, konserviert, untersucht und bei entsprechender Eignung in verschiedene Blutprodukte aufgetrennt. Diese werden in einer Blutbank eingelagert. Eigenblutspenden dienen der Bereitstellung von Blut vor einer Operation, das bei eventuell auftretendem Blutverlust ohne Komplikationen dem Patienten wieder verabreicht werden kann.<br /><br />Eine Blutspende kostet den Empfänger bzw. dessen Krankenkasse in Deutschland 109,90 €. Hauptbestandteil dieses Betrages ist die Durchführung der Blutspende, weitere Kostenpunkte sind Laboruntersuchungen, Haltbarmachung, Verteilung und Verwaltung.<br /><br />Alternativen zur Blutspende sind künstliches Blut, das aus lang haltbaren gefriergetrockneten roten Blutkörperchen in einer isotonischen Lösung besteht, und Blutersatz, das starken Blutverlust ausgleichen soll, wenn keine Blutkonserven verfügbar sind. Blutersatzmittel können entweder das noch vorhandene Restblut verdünnen und somit das für einen funktionierenden Blutkreislauf notwendige Volumen wiederherstellen (sog. Volumenexpander) oder das Blut durch aktives Übernehmen des Sauerstofftransports unterstützen.<br /><br />Auch bei den übrigen Säugetieren gibt es verschiedene Blutgruppensysteme (bei Haustieren 7 bis 15) mit jeweils einer Mehrzahl von Blutgruppenfaktoren. Im Gegensatz zum Menschen gibt es allerdings bei der ersten Bluttransfusion kaum Reaktionen auf diese Blutgruppenunterschiede. Daraufhin gebildete Antikörper rufen erst bei Folgeblutspenden gegebenenfalls eine Unverträglichkeitsreaktion hervor.<br /><br />Blutgifte<br /><br />Blutgifte, auch als Hämotoxine bezeichnet, sind Stoffe, durch deren chemische Beschaffenheit das Blut-, Blutgerinnungs- oder Blutbildungssystem derart verändert wird, dass die Transport- und Stoffwechselfunktion des Blutes eingeschränkt oder verhindert wird. Dies kann eine Schädigung des Blutkreislaufs bis hin zum Kreislaufkollaps zur Folge haben. Zu den chemischen Verbindungen, die als Blutgifte wirken, zählen beispielsweise Kohlenmonoxid (CO), Benzol, organische Nitroverbindungen, Arsen- und Bleiverbindungen. Beispiele für pflanzliche Inhaltsstoffe mit hämotoxischer Wirkung sind die Saponine und Chinin. Auch eine Reihe von tierischen Giften wirkt auf das Blut, zum Beispiel die Hauptbestandteile der Gifte vieler Vipernarten.<br /><br />Kulturgeschichte des Blutes<br /><br />Blut wurde schon früh als Träger der Lebenskraft angesehen. Die biologischen Erfahrungen der weiblichen Menstruation und der damit zusammenhängenden Gebärfähigkeit als positive, Leben bringende Wirkung, und des Verblutens, als negative, Leben vernichtende Wirkung führten wahrscheinlich dazu, dass Menschen dem Stoff übernatürliche Kräfte zuschrieben. Die Beobachtung, wie beim Verbluten eines Menschen oder beim Ausbluten eines Schlachttiers dessen Kräfte schwinden, ließ die Menschen darauf schließen, dass das Blut ein Urstoff des Lebens wäre. In der griechisch-antiken und germanischen Mythologie galt der Mensch deshalb als aus dem Blut der Götter erschaffen. Diese Vorstellung prägt auch das Alte Testament: Danach bestehe der Mensch aus „Fleisch und Blut“. Dieses Verständnis des Blutes als Geheimnis der Entstehung des Lebens erklärt die besondere Bedeutung des Blutes und der Farbe Rot als Symbol von Leben und Fruchtbarkeit. In der politischen Symbolik, zum Beispiel auf Flaggen, symbolisiert Rot dagegen oft das Blut der Gefallenen oder steht allgemein für den Tod.<br /><br />Im Antiken Griechenland wurde frisches Blut teils als Heilmittel gegen die Epilepsie angesehen. Dahinter stand die Vorstellung, dass beim Ausfließen des Blutes die Seele den Leib verlasse. Die Bewusstlosigkeit der Epileptiker führte zu der Annahme, ihre Seele sei erschlafft und könne durch frisches Blut wieder zu Kräften kommen. So bestand die Nahrung der Schatten im Hades, also der Seelen der Toten, in der Odyssee (11) aus Widderblut, welches Odysseus in eine Grube gab, um die Schatten anzulocken.<br /><br />Blutwunder und Blutreliquien<br /><br />Aus dem Mittelalter stammen auch zahlreiche Blutwunder der Eucharistie (z. B. in Bolsena) oder von Märtyrern (z. B. Januarius in Neapel). Nach mittelalterlicher Vorstellung bildeten die sterblichen Überreste des Märtyrers ein Depositum seiner übernatürlichen Kräfte. Auch nachdem die Seele den Leib verlassen hatte, wurde dem Körper noch eine übernatürliche Kraft zugeschrieben, als deren begehrtester Träger das Blut galt. Dasselbe gilt für Heilig-Blut-Reliquien (des Blutes Christi), die wie andere Christusreliquien (Dornenkrone, Speer, Nägel, Kreuz), seit dem 4. Jahrhundert aufgefunden, ab etwa 800 zunehmend auch nach Europa verbracht wurden. Der Höhepunkt der Blutreliquienverehrung fan