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Blutdruckmessgerät
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Auf dem Informationsportal finden Sie nützliche Informationen zum Thema Blutdruckmessgerät bzw. Blutdruckmesser, Blutmessgerät und Blutzuckermessgerät.
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Kategorie: Druck des Blutes : Blutdruckmessung (Historisches)
 
Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein konnte man den Blutdruck nur direkt bestimmen, das heißt durch Einführen von Messsonden in große Körperarterien bzw. Venen. Diese "blutige" Methode war für die Betroffenen mit Ängsten, Beschwerden und bestimmten Risiken, wie Infektionen, verbunden. Erst die Entwicklung der "unblutigen" Verfahren erlaubte die Bestimmung des Blutdrucks auf einfache und risikolose Weise, z.B. durch Blutdruckmessgerät.

Frühe Blutdruckgeräte dieser Art waren z.B. die modifizierten Pulsmesser des Physiologen Karl Vierodt (1818-1884) und des Pathologen Samuel Siegfried von Basch (1837-1905). Riva-Rocci schuf dann mit seinem Sphygmomanometer (von griechisch sphygmos = Puls; griechisch metron = Maß; lateinisch manus = Hand) den Prototypen des modernen Blutdruckmessers. Ihm zu Ehren spricht man heutzutage von dem Blutdruck nach "RR" (Riva-Rocci), wenn im ärztlichen Alltag vom Blutdruck die Rede ist. Heute ist der jederzeit messbare Blutdruck zu einem wichtigen Maß für Krankheiten geworden.

Die unzulänglichen Methoden bei der Bestimmung von Herz-Kreislauf-Krankheiten, vor allem bei Kindern, veranlasste Riva-Rocci als Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik in Turin ab dem Jahre 1890 zur Entwicklung eines für Patienten schmerzlos einsetzbaren Blutdruckmessverfahrens. 1896 beschrieb er in dem Artikel "Un nuovo sfigmomanometro" eine einfache Methode der "unblutigen" Bestimmung des Blutdrucks und führte seinen Prototypen des modernen Blutdruckgeräts zur indirekten Bestimmung des Blutdrucks vor. Riva-Roccis Apparat bestand aus einer Art Fahrradschlauch, den er als Oberarmmanschette benutzte, aus einem Gummiballon zum Aufblasen der Manschette, und aus einem Quecksilberbarometer, mit dem er den Druck in der Armarterie maß. Durch Betasten der Pulsader an der Handwurzel (Pulsus radialis) prüfte Riva-Rocci das Verschwinden bei steigendem (systolischem) Druck. Trotz heftiger Proteste gegen die angebliche "Entsubjektivierung der Diagnostik" setzte sich Riva-Roccis Methode der Blutdruckmessung vor allem in Krankenhäusern rasch durch. Und schon um die Jahrhundertwende war die Illusion traditionsorientierter Ärzte, "dass kein Instrument den Finger zu ersetzen vermag" angesichts des unaufhaltsamen Einzugs technischer erzeugter medizinischer Daten in der ärztlichen Praxis zerstört.

Im Jahr 1905 verbesserte der russische Militärarzt Sergejewitsch Korotkow (1874-1920) die von Riva-Rocci angegebene Methode, wobei er das Stethoskop zur Bestimmung des Blutdrucks einsetzte. Dabei sind die typischen "Korotkowschen Geräusche", zu hören. Diese kommen dadurch zustande, dass das Blut verwirbelt wird, und dessen Bewegungsgeräusche daher hörbar sind. Ab Ende der 1920er Jahre waren Blutdruckmessgeräte nach dem "System Riva-Rocci" nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in ärztlichen Praxen anzutreffen. Die Hersteller priesen vor allem die nicht auslaufbaren Quecksilberbehälter und das "bruchfeste Etui" aus Pressstoff oder Holz an. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Instrumente kleiner und bestanden im Wesentlichen aus einer Art Blasebalg mit Federmanometer und Staumanschette.

1968 kam erstmals ein vollautomatischer Blutdruckmessgerät als Vorläufer der modernen 24-Stunden-Blutdruckmessgeräte zum Einsatz. Seit 1976 gibt es handliche, leicht zu bedienende elektronische Selbstmessgeräte, mit denen man seinen Blutdruck auch ohne Arzt messen kann. Seit 1989 sind Geräte zur Blutdruckmessung am Zeigefinger, und seit 1992 elektronische Blutdruck-Messgeräte mit Handgelenkmanschette verfügbar.

Quelle:http://gesundheit.msn.de/gesundheit_az/untersuchungen_az/blutdruckmessung.html?p=2
 
 
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Kategorie: Druck des Blutes : Erfindung aus NÖ revolutioniert die Blutdruckmessung
 
Erfindung aus NÖ revolutioniert die Blutdruckmessung

Der neue Apparat mit dem Namen "CardioMon" ermittelt neben den herkömmlichen Messergebnissen auch exakte Daten über das Schlagvolumen des Herzens, den peripheren Widerstand und den Augmentationsindex.

Ein vollkommen neues Blutdruckmessgerät, das über die üblichen Parameter hinaus viele zusätzliche Diagnosewerte zu liefern imstande ist, haben die Austrian Research Centers (ARC) an ihrer Abteilung für Biomedical Engineering in Wiener Neustadt entwickelt. Der Apparat mit dem Namen "CardioMon" ermittelt neben den herkömmlichen Messergebnissen auch exakte Daten über das Schlagvolumen des Herzens, den peripheren Widerstand und den Augmentationsindex. Das ist deshalb von großer Bedeutung, weil zur Zeit viele Menschen mit Blutdruckproblemen medizinisch nicht optimal behandelt werden können.

"Der Blutdruck hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie u.a. der Elastizität der Gefäßwände oder dem Schlagvolumen des Herzens. Die konventionelle Art der Messung spiegelt mit den ermittelten Werten lediglich die Symptome wider, kann jedoch die Ursachen von Blutdruckproblemen nicht erklären. Dazu waren bis jetzt teure Zusatzuntersuchungen - z.B. unter Einsatz eines Katheters - erforderlich. Unser CardioMon hingegen liefert alle erforderlichen Messdaten auf einen Schlag", erklärt Walter Ettel, Marketing- und Vertriebsleiter von ARC Biomedical Engineering.

Sieben Jahre lang haben die ARC an der neuen Methode zur Blutdruckmessung geforscht. Innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen will man jetzt die ersten Geräte an Kliniken und Fachärzte ausliefern. "Wir hoffen natürlich, dass der CardioMon schon bald die herkömmlichen Apparate ablöst. Denn damit lassen sich die Patienten wesentlich effizienter behandeln", meint Ettel.
 
 
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Kategorie: Druck des Blutes : Blutdruck selber messen
 
Blutdruck selber messen

Mehr als ein Viertel der Österreicher leidet unter Bluthochdruck. Nur rund die Hälfte weiß davon. Stress, Bewegungsarmut, einseitge und fettreiche Kost sowie Übergewicht sind Risikofaktoren. Hypertonie und als Folge davon die Arterienverkalkung erhöhen das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Sehstörungen etc.

Im Tagesverlauf ist der Druck Schwankungen von 30 bis 50 mm Hg ausgesetzt. Als Faustregel empfiehlt die Österreichische Hochdruckliga mindestens 30 Messungen an einigen Tagen vozunehmen, um den genauen Blutdruckwert zu eruieren.

Immer mehr Menschen schaffen sich ein Blutdruckmessgerät an. Zwei Drittel der Befragten, die ein Gerät besitzen, haben aber Zweifel, ob sie dieses auch richtig anlegen und fehlerfrei messen. Das Magazin "Konsument" testete in der Ausgabe 3/2006 12 im Handel zu erwerbende Geräte. Ergebnis: Die Mehrzahl der Geräte ist hinsichtlich der Messgenauigkeit gut eingestellt. Auf besonders günstige Geräte oder Schnäppchen aus unklaren Internetquellen sollte aber laut "Konsument" verzichtet werden. Wer sich unsicher fühlt, sollte das Gerät im Fachhandel oder in der Apotheke erwerben.

Oberarmgeräte erwiesen sich im Test als weniger fehleranfällig, da sich der Messort automatisch in Herzhöhe befindet. Für ältere Menschen, die unter Arterienverkalkung leiden oder stark zittern, sind Oberarmgeräte eher empfehlenswert. Beim Kauf zusätzlich das Gerät auf seine Genauigkeit hin überprüfen lassen. Im Fachhandel und in der Apotheke steht dazu meist ein geeichtes Arzt-Blutdruckgerät bereit.

Tages-Protokoll

* Blutdruck mehrmals am Tag messen und ein Protokoll führen: morgens zwischen 6 und 9 Uhr; abends zwischen 18 und 21 Uhr vor der Einnahme von Medikamenten und Mahlzeiten messen.
* Jeden Tag zur gleichen Zeit messen.
* Bei der Erstuntersuchung rechts und links messen. Treten Abweichungen von mehr als 10 mm Hg auf, stets am Arm mit höherem Wert messen. Bei Differenzen von mehr als 20/10 mm Hg den Arzt konsultieren.
 
 
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Kategorie: Druck des Blutes : Blutdruckmessgerät - Physikalische Grundlagen
 
Physikalische Grundlagen

Das Blut durchströmt beim gesunden Menschen die Arterien mit einer mittleren Geschwindigkeit, die meist so gering ist, dass in den unverzweigten Strecken der Arterien keine Turbulenzen auftreten. Eine laminare Strömung erzeugt im Gegensatz zur turbulenten keine Geräusche. Ein Kriterium für das Entstehen von Turbulenzen ist die dimensionslose Reynoldsche Zahl Re

vm = mittlere Flüssigkeitsgeschwindigkeit (Blut)

R = Gefäß (Rohr) radius

p = Dichte der Flüssigkeit (Blut)

n = Viskosität der Flüssigkeit (Blut)

Es sei erwähnt, dass die Viskosität ein Maß für die innere Reibung ist und in den Einheiten Pascalsekunden (Pa × s) gemessen wird.

Die Viskosität von Blut beträgt z.B. bei 37° C etwa 2,3 bis 2,7 × 10-3 Pa × s.

Sofern die Reynoldsche Zahl den Wert von ca. 1 200 nicht überschreitet, liegt eine laminare Strömung vor. Bei höheren Werten kann sie turbulent werden.

Verringert man den Gefäßradius R, so steigt die mittlere Geschwindigkeit quadratisch an. Wenn also z.B. R halbiert wird, steigt die mittlere Geschwindigkeit auf das Vierfache an. Damit wächst die Reynoldsche Zahl nach Gl.1 insgesamt um den Faktor zwei an.

Der Druck ist definiert als Kraft pro Fläche und wird in bar oder Pascal (Pa) gemessen. Dabei herrscht ein Druck von 1 Pa, wenn eine Kraft von 1 Newton senkrecht auf eine Fläche von 1 m2 wirkt.

100 000 Pascal sind ein bar

105 Pa = 1 bar

In der Medizin hat sich bis heute die Einheit Millimeter Quecksilbersäule (mm Hg) erhalten, das man unproblematisch mir einem Blutdruckmessgerät messen kann. Dabei gilt, dass ein Druck von 750 mm Hg einem bar entspricht.

750 mm Hg = 1 bar

Der mittlere Luftdruck beträgt auf Meereshöhe 1,013 bar und damit 760 mm Hg.

Quelle:http://gesundheit.msn.de/gesundheit_az/untersuchungen_az/blutdruckmessung.html?p=3
 
 
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Kategorie: Druck des Blutes : Testbericht über Boso Medilife von Maxima24
 
Der Blutdruck eines Menschen ist nicht immer konstant, so dass es eigentlich nie zu einem gleichbleibendem Messergebnis kommen wird. Ein Blutdruck von 120/ 80 soll als allgemein anerkant am besten für das gesunde Körper und Geist sein, daher ist es wichtig immer ein Blutdruckmessgerät dabei zu haben.

Bei einem Blutdruck von 140 / 90 spricht man von einem zu hohen Blutdruck, den man im Auge behalten muss und der gegebenenfalls mit Medikamenten oder anderen medizinischen Maßnahmen behandelt werden sollte.
Bei einem niedrigen Blutdruck kommt es erst bei bestimmten Werten zu Unwohlsein. Dies ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche Menschen spühren garnicht, wenn sie einen hohen oder niederigen Blutdruck haben, andere dagegen reagieren sofort auf solche Veränderungen im Organismus. Allgemein aber, ist ein Wert von unter 110 bei Männern und bei Frauen bei unter 100 zu niedrig.
Den Blutdruck regelmäßig oder zumindest zwischendurch mal zu kontrollieren schadet eigentlich nie und ist einfach eine gute Sache, denn dies kann viel Aufschlüsse zum Lichte bringen und hat absolut keine Nebenwirkungen.

Solche Geräte sind äußerst hilfreich und arbeiten zuverlässig, solange man sich an die richtige Anwendungsweise hält und gute Batterien verwendet und nicht zu schnell nacheinander Messungen vornimmt.

Bis heute sind keinerlei Mängel aufgetreten, die Verarbeitung und die Leistung überzeugen sehr. Kleine Unregelmäßigkeiten können immer mal auftreten, was aber normal ist, da auch der Blutdruck wie bereits oben erwähnt nie gänzlich konstant ist.

Das Gerät befindet sich in einem Würfelförmigen Karton aus Pappe. Auf dem blauen Hintergrund wurden Produktbilder, sowie Produktinformationen angebracht. Hier werden das Gerät, die richtige Anwendungsweise, das Display, und einige Produktinformationen dargelegt. Die Informationen werden in mehreren Sprachen abgedruckt ( Deutsch, Spanisch Englisch, Französisch, Italienisch) Auf der Packung findet sich auch der Hinweis, dass es sich um ein geprüftes Gerät mit dem Siegel CE handelt.

Das Gerät hat eine flexible Stoffmanschette mit Klettverschlüssen und ist für Handgelenke mit einem Umfang von 13, 5 - 21, 5 cm geeignet. Die Verarbeitung der Manschette ist äußerst gut , denn sie ist reißfest, passt sich dem Handgelenk gut an und fasert kaum aus.

Auch die Klettverschlüsse verfügen über eine sehr gute Qualität. Denn in all der Zeit in der wie dieses Gerät nutzen, sind keinerlei Abnutzungserscheinungen aufgetreten. Die Klettverschlüsse haften perfekt aufeinander, geben aber dennoch einen nötigen Spielraum. Auch beim Pumpen lösen sich die Klettverschlüsse nicht auf. Zwar hört man ein leises typisches reißen an den Verschlüssen, dennoch springen diese keinesfalls auf.

Das Blutdruckmessgerät sieht wie ein kleiner Computer ist fest an der Manschette befestigt und löst sich nicht ab. Alles ist stabil angebracht worden, so dass diesbezüglich keinerlei Auffälligkeiten bestehen. Auf der Manschette wurde eine kleine Folie aufgestickt, auf der nochmal die genauen Anwendungshinweise als kleine Bildchen aufgedruckt werden. Dahinter befindet sich auch das Gütesiegel CE.

Der Blutdruckmessgerät selbst rechteckig und ist in den Farben weiß/ grau gehalten. In der Mitte befindet sich ein rechteckiges Display mit den Maßen von: 2 cm Breite x ca. 4 cm Höhe.
Dieses Display ist übrigens sowohl im ausgeschaltetem als eingeschalteten Zustand grau. Auf der linken Seite des Displays befindet sich die Markenbezeichnung und was noch viel wichtiger ist die einzelnen Kürzel der Werte.

Oben steht also der systolische Wert mit der Abkürzung: SYS mmHG. Darunter dann natürlich der diastolische Wert mit dem Kürzel: DIA mmHG. Ganz unten werden auch die Pulswerte pro Minute angegeben. Das Kürzel lautet hier: PUL / min.
Auf der rechten Seite des Displays wurde ein halbkreisförmiger Schalter angebracht, der sich gut erkennen lässt und mit roten Punkten und dem Wörtchen "Start" gekennzeichnet wurde. Mit diesem Schalter wird das Aufpumpen in Gang gesetzt.

Oben links am Gerät befindet sich eine kleine Schiene, die sich zurückziehen lässt. Dort befindet sich das Batteriefach. Benötigt werden zwei 1,5 Volt Microzellen Batterien

Vor dem Messen soll man sich zunächst ein wenig entspannen, damit die richtigen Werte gemessen werden können. Das heißt, dass man nicht sofort dann messen soll, wenn man Treppen gestiegen ist, gerade vom Sport kommt oder sich über die Nachrichten geärgert hat.

Zum Messen wird die Manschette straff um das Handgelenk gelegt. Der Messcomputer muss sich dabei an der Unterseite des Handgelenks befinden, also dort wo auch der Puls gemessen wird. Nun wird der Armleicht gebeugt und in Richtung Herz gehalten. Dabei soll der Arm locker liegen und nicht etwa angespannt werden.
Mit der anderen Hand wird dann der START Knopf gedrückt, was auch sehr einfach zu handhaben ist ohne stark drücken zu müssen.

Nachdem dieser Schalter betätigt worden ist, fängt das Gerät an das Luft in die Manschette zu pumpen und sich immer enger um das Handgelenk zu legen. Ich spüre den Druck immer deutlich, denn der Aufpumpvorgang macht keine halben Sachen und die Manschette liegt äußerst straff am Handgelenk. Dies tut jedoch in den meisten Fällen nicht sonderlich weh. Während des Aufpumpens fängt der Computer an zu zählen. Hierbei soll sich der Anwender ruhig verhalten und auch nicht sprechen.

Die Zählung erfolgt anhand einer einzigen Zahl im Display, die stetig nach oben klettert. Erreicht die das Maximum, wird wieder rückwärts nach unten gezählt, bis die aktuellen Messwerte erreicht werden. Ist dieser Punkt erreicht, erscheinen nun die drei wichtigen Werte. Oben wie bereits der systolische Wert, in der Mitte der diastolische Wert und ganz unten der Puls pro Minute.
Kurz nachdem die Werte auf dem Display angezeigt werden, erfolgt ein leises "Seufzen" des Geräts, es klingt so als ob Luft abgelassen wird und der Druck lässt nach, so dass die Manschette nicht mehr so erdrückend am Handgelenk sitzt.

Die Werte lassen sich sehr einfach ablesen, da die Ziffern gut lesbar und groß dargestellt werden. Das Gerät kann bis zu 30 Werte speichern, die sich natürlich auch problemlos abrufen lassen. Diese Werte können folgendermaßen abgerufen werden: Das Gerät wird eingeschaltet und dabei wird der Startknopf einfach solange kontinuierlich gedrückt gehalten, bis die Messwerte eingeblendet werden. Dabei wird nicht der zuletzt gespeicherte Wert, sondern der zuerst gemessene Wert angezeigt, welcher die Kennung " n1" trägt. Nacheinander werden dann alle Werte angezeigt. Der Vorgang wird dadurch abgebrochen, indem die START Taste erneut gedrückt wird.

Manchmal kann es bei solchen Blutdruckmessgeräten zu Unregelmäßigkeiten kommen.

Freundlicherweise hat ein Hausarzt das Blutdruckmessgerät begutachtet und mit seinen einwandfreien Messungen verglichen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dieses Gerät einwandfrei funktioniert. Nur zu schnell hintereinander sollte man bei digitalten Messgeräten nicht messen. Zudem ist es wichtig, dass qualitative Batterien verwendet werden. Sind die Batterien bereits schwach, so kommt es zu ungenauen und meistens niedrigen Messungen, was ja auch logisch ist, da dann der Aufpumpvorgang nicht kraftvoll genug vorgenommen werden kann.

Verhält man sich während des Messens nicht ruhig, oder liegt die Manschette nicht richtig an, dann kann es zu ERROR Meldungen kommen. Keine Sorge, ihr habt dann noch einen Puls, aber ihr solltet einfach nochmals messen und nicht reden oder sich zu sehr bewegen. Diese ERROR Meldungen treten aber eher selten auf.

Das Gerät darf keinesfalls mit Wasser in Berührung kommen. Zur Reinigung sollte nur ein trockenes Tuch verwendet werden mit dem man das Gerät vorsichtig abwischt.. Größere Verunreinigungen werden für gewöhnlich ohnehin nicht auftreten, da das Gerät nach der Anwendung ohnehin meist wieder in die Schatulle kommt.

Schatulle
Dem Blutdruckmessgerät liegt eine kleine stabile Schatulle anbei, welche das Gerät bei einem Transport oder auch einfach bei der Lagerung vor Stößen und Schmutz schützt. Diese Tasche ist grau gehalten und hat an den Seiten kleine Netze, die beispielsweise kleine Zettel gesteckt werden können. Hinten befindet sich eine kleine feste Schlaufe. Diese dient nach Angaben des Herstellers dazu, dass man die Schatulle am Gürtel festmachen kann, und das Gerät immer griffbereit am Körper mittragen kann. Ich sage dazu: NEIN NEIN! Ich schere mich zwar wenig um Modetrends, aber Handy, Blutdruckgerät am Gürtel zu tragen?

Dann ist natürlich auch noch die Gebrauchsanweisung in Form eines kleines Heftes enthalten. Dies verfügt über 18 Seiten in deutscher Sprache und enthält alles notwendigen Informationen zur Anwendungsweise des Geräts, wie die technische Daten, der genauem Markenbeschreibung. Zudem finden sich hilfreiche Erklärungen zu dem Thema Blutdruck, sowie eine verallgemeinerte Tabelle darüber, welche Werte im normalem, kontrollbedürftigen oder eindeutig erhöhten Bereich liegen.
Die Gebrauchsanweisung ist äußerst verständlich und sehr eindeutig gestaltet, also ganz einfach zu verstehen. Kleine Bilder erleichtern das Verständnis enorm und es bleiben eigentlich keine Fragen offen.

Quelle:
Die Autorin Maxima24
URL:http://www.yopi.de/rev/289644
 
 
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Kategorie: Druck des Blutes : Wenn der Blutdruck steigt
 
Wenn der Blutdruck steigt

Der Blutdruck ist für einen optimal funktionierenden Kreislauf verantwortlich. Er passt sich den Verhältnissen an. Im Ruhezustand, z.B. wenn wir schlafen, liegt er im Normalfall durchschnittlich bei um 105-115 mit seinem oberen und 65-75 mit seinem unteren Wert. Bei körperlicher Belastung kann er ohne Schaden für uns Werte von über 200 zu über 100 erreichen.
Merke: Gefährlich kann es für Bluthochdruckpatienten (Hypertoniker) werden, wenn nach einem Saunagang das Tauchbecken aufgesucht wird. Hierbei können Werte bis zu 300 (!) erreicht werden. Sind die Blutgefäße nicht mehr ausreichend elastisch und durch Ablagerungen (Arteriosklerose = Verkalkungen) vorgeschädigt, sind Hirnblutungen mit Schlaganfall oder auch Herzinfarkt möglich.

Der Kreislauf besteht aus Flüssigkeiten, die in speziellen Gefäßen transportiert werden: Blut in den Arterien, wenn es von der Lunge mit Sauerstoff gesättigt zu den Organen strömt oder in den Venen, wenn es mit Abfallprodukten des Zellstoffwechsels (auch Schlacken genannt) sauerstoffärmer geworden, zunächst zur Leber, dann, nach Entgiftung der festen Bestandteile, zur Lunge strömt, wo die gasförmigen Stoffe, vor allem Kohlendioxid dem Blut entweichen können. Der „Motor“ für den Umlauf der 4-5 Liter Blutes ist das Herz. Ein Zweites Flüssigkeitssystem durchströmt unseren Körper, die Lymphe. Sie fließt in speziellen Adern, den Lymphgefäßen und entstammt unserem Zwischenzellgewebe, das alle Organe miteinander verbindet und mündet im oberen Brustkorb in das Blut. „Motor“ für diesen „Nebenkreislauf“ mit 10-15 Litern Flüssigkeit ist die Atmung.

Kann der Blutdruck nicht den Erfordernissen des Körpers angepasst werden, spricht man von Kreislaufstörungen, meint damit aber eher zu NIEDRIGEN Blutdruck. Die Regulation ist gestört, häufig sind Wettereinflüsse mit ihren starken Magnetfeldern daran beteiligt. Organisch sind keine Schäden nachweisbar. Ausnahme: schwere Herzmuskelschwäche, die sich in mangelndem Blutdruckaufbau bei Belastung zeigt.

40% aller Menschen mit ERHÖHTEM Blutdruck haben Übergewicht. Übergewicht ist vermeidbar, also auch ein Großteil des Bluthochdruckes. Jeder Zweite im Rentenalter weist erhöhte Blutdruckwerte auf.
Wegen der gefährlichen Folgen des Bluthochdruckes auf unseren Körper, wie z.B. geistige und körperliche Behinderungen, sind die Normalwerte und Grenzbereiche von Experten neu festgelegt worden:
- optimaler Blutdruck unter 120/80
- normaler Blutdruck unter 130/85
- erhöhter Blutdruck ab 140/90 (gilt bereits als behandlungspflichtig).

16 Millionen Deutsche haben zu hohen, 4 Millionen leiden an zu niedrigem Blutdruck. Die wenigsten wissen von ihren erhöhten Werten, nur 1/3 der Betroffenen werden ausreichend behandelt.

WOMIT MISST MAN DEN BLUTDRUCK?
Mit einem Blutdruckmessgerät, bestehend aus einer aufblasbaren Manschette, einem Druckmesser, der die Werte in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angibt und einem Stethoskop, einem Hörrohr (Schlauch), mit dem gehört werden kann, wann die Geräusche des Pulses in der betreffenden Arterie, die durch den Manschettendruck zusammengedrückt wird, wieder hörbar werden (oberer Messwert) und wann sie wieder verschwinden (unterer Messwert). Inzwischen gibt es sowohl für den Oberarm als auch für das Handgelenk vollautomatische Blutdruckgeräte, die den Blutdruck und den Puls digital anzeigen und die Werte speichern können.
Merke: Der genaueste Messwert ist immer noch der mit Hand am linken (evtl. rechten) Oberarm gemessene („alte“ Methode). Je mehr Elektronik im Spiel ist, desto ungenauer werden die Blutdruckmessergebnisse. Da die Werte aber relativ konstant sind, sind sie mit den am Arm gemessenen vergleichbar. Im Zweifel lassen Sie parallel bei Ihrem Arzt den Blutdruck mit beiden Messverfahren messen und merken sich die Differenz zu Ihrem Blutdruckmessgerät. Dann kann nichts mehr schief gehen.


SPÄTSCHÄDEN BEI BLUTHOCHDRUCK
- Arteriosklerose, v.a. im Zusammenspiel mit Rauchen, erhöhten Blutfetten, Übergewicht, Rauchen, Diabetes, d.h. Verkalkung und Brüchigkeit der Arterien.
- Schlaganfall (Gehirn) mit Nervenausfällen, die von Bewusstseins- und Intelligenzstörungen, Sprach- und Sprechstörungen bis zu Lähmungen von Armen und Beinen (der selben Seite) führen können.
- Bauchschlagaderverkalkung mit lebensgefährlichen Komplikationen; wenn sie reißt, kann nur eine sofortige Notoperation das Leben retten.
- Herzinfarkt mit dauerhafter, unwiederbringlicher Mangeldurchblutung der betroffenen Herzmuskelanteile.
- Nierenschädigungen.
- Sehnerv- und Augenhintergrundschädigung mit Schwächung der Sehkraft.

Merke: all das ist vermeidbar.


WORAN KANN MAN BLUTHOCHDRUCK (HYPERTONIE) ERKENNEN?
Vielleicht an Schmerzen im Hinterkopf, selten an Dauerkopfschmerzen, weil sich der Organismus an dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte gewöhnt und sich darauf einstellt. Er hält diese Werte dann für normal. Auch Herzbeklemmung ist bei raschem Anstieg des Blutdruckes möglich.
Weitere Symptome wie Herzklopfen, Schweißausbrüche, Luftnot, Sehstörungen, Schwindel und Angst sind meist Ausdruck der Folgeschäden der Hypertonie, kommen aber auch bei massiv angestiegenem Blutdruck vor, z.B. bei körperlicher oder seelischer Belastung.
Merke: Treten solche Symptome bei Ihnen mehr als einmal auf, sollten Sie sofort den Check-Up beim Hausarzt vornehmen lassen: Cholesterin und Blutzucker, Harnuntersuchung, sowie Blutdruckmessung im Sitzen und Stehen und gegebenenfalls ein EKG

WAS SOLLTEN SIE BEI ERHÖHTEM BLUTDRUCK TUN?
- Leben umstellen – bringen Sie eine neue Ordnung in ihren Tagesablauf. Stress, Hektik und Unerledigtes sollte abgebaut werden. Auseinandersetzungen mit Partner, Familie oder am Arbeitsplatz, mangelnde Stressbewältigung aktivieren den Teil des Nervensystems, der für die Erhöhung des Blutdruckes zuständig ist: den Sympathikus. Was früher lebenswichtig war, gilt durch unsere heutige Lebensweise nicht mehr.
- Ernährung: weniger Fette, rotes Fleisch reduzieren, Fastentage einlegen, 5 Portionen frisches Obst und Gemüse täglich verzehren, keine Saucen, keine Mayonnaise, Pellkartoffeln statt Pommes Frites, Safttage, Reistage etc.
- Jeder Dritte reagiert auf Salz, besonders Übergewichtige. Eine Verringerung der Kochsalzzufuhr sollte auf jeden Fall versucht werden – also salzarm essen und den Blutdruck kontrollieren.
- Ausdauersport oder wenigstens regelmäßig wandern oder strammen Schrittes 60 Minuten 3 mal pro Woche gehen („Walking“).
- Regelmäßig Sauna oder Kneippsche Therapiemaßnahmen (Wechselwaschungen mit warm-kalten Lappen und anschließenden Bewegungen) – hierbei Vorsicht walten lassen, denn zu lange zu kalt kann den Blutdruck auch steigen lassen. Es geht um jahrelange regelmäßige Anwendungen unter Blutdruckkontrolle plus Bewegung.
- Fasten mit Gewichtsabnahme oder reines Heilfasten zur Entschlackung und Umstellung der inneren hormonellen Regulationskreise.
- Entspannungsverfahren wie Autogenes Training und Jacobson´sche Relaxation. Auch Yoga senkt nachweislich den Blutdruck, das ist wissenschaftlich bewiesen, ebenso wie die extrem positive Wirkung der Meditation.
- Vitamin-C-Zufuhr steigern: 1. Durch Ernährung, 2. zusätzlich durch Vitamin C Extra-Gaben in der Höhe von 2-4 Gramm täglich; Vitamin E 600 mg täglich; Magnesium 400-600 mg tägl.; Kalium aus Obst und Gemüse; Omega 3-Fettsäuren aus Seefisch und/oder in Form von Kapseln. Es gibt inzwischen auch Omega 3FS aus Pflanzen.
- Regelmäßige Einläufe (1x pro Woche) entlasten die Entgiftung und den Darm. Dadurch verbessert sich die allgemeine Regulationsfähigkeit des Körpers.
- Bäder mit Lavendel, Melisse, Baldrian .
- Aufgüsse (auch Tees genannt): Mistel – 1 TL pro Tasse über Nacht kalt ansetzen, am Morgen oder zu einer anderen Tageszeit 1-2 Tassen warm trinken; Weißdorn – 1TL pro Tasse mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und gut warm, nicht zu heiß trinken, 3x tägl. eine Tasse zügig trinken.
- HOMÖOPATHIE: Aconitum D6 bei Blutdruck-Krise mit Angst und Unruhe: einen Tropfen pro Minute oder alle 5 Minuten je 5 Tropfen; Arnica D4 bei Schwindel, Nasenbluten und rotem Gesicht: alle 3 Minuten 3 Tropfen; Barium jodatum D4 bei älteren Menschen mit Arteriosklerose, Vergesslichkeit, Schlafstörungen, Wirkung eher auf die Nebensymptome, weniger auf den Blutdruck; Secale D6 bei Neigung zu Kopfschmerzen und Kribbeln in den Gliedmaßen.

Merke: Das funktioniert. Ihr Körper wartet nur auf diese Signale. Er reguliert dann den Blutdruck wieder herunter, wenn Sie genau so ausdauernd mit der Lebensumstellung sind wie vorher mit der Anhäufung von Fehlverhalten.
Daneben helfen Akupunktur, Akupressur, Neuraltherapie, Reflexzonentherapie und Schröpfen

WORAN ERKENT MAN NIEDRIGEN BLUTDRUCK?
- Müdigkeit, v.a. am Morgen nach dem Aufstehen
- Leistungsschwäche und Schlafneigung am Tage
- Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen bei schnellem Aufstehen
- Kälte in den Füßen oder Händen
- Leeregefühl im Kopf, Reizbarkeit, Ohrensausen, Konzentrationsstörungen
Merke: niedriger Blutdruck kann auch völlig symptomfrei sein


WAS VERSTEHT MAN UNTER NIEDRIGEM BLUTDRUCK?
Messwerte unter 100-105 des oberen (systolischen) und unter 60 des unteren (diastolischen) Blutdruckes.
Merke: Dabei kommt es noch am ehesten auf das subjektive Empfinden an. Es gibt Menschen, die sich bei einem Blutdruck von 95/60 sehr wohl fühlen.
Mit einem eher niedrigen Blutdruck ist auch eine höhere Lebenserwartung verbunden.
Merke: die Ursachen eines niedrigen oder besser eines zu niedrigen Blutdruckes sind wissenschaftlich nicht zu ergründen. Mögliche Ursachen können darüber hinaus folgende Medikamente sein: Psychopharmaka, Herz-Kreislaufmedikamente, besonders gegen hohen Blutdruck, Entwässerungstabletten. Auch schwere Herzmuskelschwäche, Verengung der Aortenklappe am Ausgang der linken Herzkammer oder Schilddrüsenunterfunktion kommen in Frage.
STEHTEST nach Schellong: erst liegen, dann aufstehen und in Abständen von 1-2 Minuten den Blutdruck messen weist besonders den Blutdruckabfall im Stehen nach, das sogenannte „Orthostasesyndrom“.


WAS KANN MAN GEGEN ZU NIEDRIGEN BLUTDRUCK TUN?
- Kneippsche Güsse und Kaltwaschungen mit Lappen und anschließende Gymnastik (Zeitaufwand etwa 5 Minuten morgens).
- Bewegungstherapie mit Anspannung von Muskeln ohne Bewegung, morgens vor dem Aufstehen im Bett (Isomatrik), immer wieder Muskeln anspannen bei jeder Gelegenheit.
- Immer ausgiebig atmen.
- Sport treiben.
- Sauna mit Tauchbad, in der Sauna liegen.
- HOMÖOPATHIE: Haplopappus D2 oder D3 bei Bedarf viertelstündlich 5 Tropfen, sonst 3x10 Tr.
- Kreislauftropfen mit Weißdorn und Kampfer.
- Kältereize suchen.
- Akupressur, Akupunktur.
- Mehr trinken.
- Salzen ist erlaubt – ausprobieren, z.B. öfters mal eine Hühner- oder Gemüsebrühe
- Reflexzonenmassage.
- Sauerstofftherapie (Ozon).


WAS SOLLTEN SIE VERMEIDEN BEI HYPOTONIE (NIEDRIGEM BLUTDRUCK)?
- Rauchen
- Alkohol
- Coca Cola
- Schwarzen Tee
Merke: eventuell in kleinen Mengen Tee oder Kaffee – ausprobieren.

TIPP DER WOCHE:
Gehen sie in die Hocke mit übereinander gekreuzten Beinen, atmen Sie ein und halten Sie die Luft für 4-8 Sekunden an. Der Blutdruck steigt an. Bei Bedarf beliebig oft wiederholen.

Quelle:MDR.de
 
 
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Kategorie: Druck des Blutes : Blutdruckmessung (nach Riva-Rocci)
 
Blutdruckmessung (nach Riva-Rocci)

Der Blutdruck ist der vom Herz ausgehende, in den Arterien erzeugte Druck. Dieser Druck ist kein konstanter Wert, sondern besitzt einen kontinuierlichen zeitlichen veränderlichen Verlauf, der von der jeweiligen Aktion des Herzens abhängt. Für die klinische Routine werden aber nur zwei Werte gemessen, der systolische und der diastolische Blutdruck. Diese beiden Werte werden nach Riva-Rocci gemessen. Der systolische Blutdruck ist dabei der höchste.

Der Blutdruck nach Riva-Rocci (RR) wird in Millimeter Quecksilber (mm Hg) gemessen. Dabei entspricht ein Druck von 750 mm Hg einem bar bzw. 105 Pascal (Pa). Als Vergleich – der mittlere Luftdruck auf Meereshöhe beträgt 1,013 bar, also 760 mm Hg.

Als Normwerte gelten für Erwachsene ein diastolischer Druck, der kleiner ca. 90 mm Hg ist, sowie ein systolischer Druck kleiner als ca. 140 mm Hg (140/90).
 
 
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Kategorie: Druck des Blutes : Handgelenk oder Oberarm - was ist genauer ?
 
Für eine verlässliche Blutdruckmessung ist unter anderem die korrekte Armhaltung wichtig, da die Messung in Höhe des Herzens erfolgen soll. Seit kurzem gibt es Handgelenk-Geräte mit Positionssensor, die eine korrekte Durchführung erleichtern sollen. Mediziner der Universität Bonn wollen nun überprüfen, wie zuverlässig die damit gewonnenen Blutdruckwerte sind. Für ihre Studie suchen sie nach Probanden zwischen 40 und 70 Jahren mit Verdacht auf Bluthochdruck.

Der Effekt heißt "Weißkittel-Hypertonie" und ist gar nicht mal so selten: Etwa 20 Prozent aller Patienten, bei denen der Arzt erhöhte Messwerte feststellt, haben zu Hause einen normalen Blutdruck; allein die Stresssituation bei der ärztlichen Untersuchung treibt ihre Werte in die Höhe. Schon deshalb sollten Bluthochdruckpatienten ihren Blutdruck regelmäßig zu Hause überprüfen. Doch leider unterlaufen Laien dabei immer wieder Fehler, beispielsweise durch eine falsche Armhaltung bei der Messung.

Als verlässlichste Methode gilt daher noch immer die 24-Stunden-Langzeitmessung, bei der die Patienten ein Blutdruckmessgerät während eines ganzen Tages mit sich herumtragen. Weniger aufwändig sind Handgelenksmessgeräte mit Positionssensor, die bei falscher Handhabung warnen. Noch gibt es allerdings kaum Studien, inwieweit die Selbstmesswerte Aussagen über das Risiko von Hochdruckschäden am Herz-Kreislauf-System erlauben.


Quelle:http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-36257.html