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Niedriger Blutdruck: Was tun wenn der Blutdruck zu niedrig ist?

Geratherm BlutdruckmessgeräteWährend Bluthochdruck mittlerweile als Volkskrankheit gilt und in vielen Fällen mit Medikamenten behandelt werden muss, betrifft ein zu niedriger Blutdruck vor allem junge, schlanke sowie schwangere Frauen. Auch wenn die damit verbundenen Symptome wie Schwindel oder Müdigkeit unangenehm sein können, ist die Diagnose zumeist ungefährlich und eine Medikamenteneinnahme nur selten notwendig. Wenn Sie Ihren niedrigen Blutdruck erhöhen möchten, können Sie Hausmitteln und allgemeine Maßnahmen wie beispielsweise Veränderungen in Bezug auf die Ernährung oder mehr Bewegung im Alltag anwenden. Erfahren Sie nun mehr über die Ursachen und Symptome, die auf einen zu niedrigen Blutdruck hindeuten, und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten. Weiter erhalten Sie eine Reihe von Tipps, um den Blutdruck mit einfachen Mitteln zu erhöhen.

Ab wann ist der Blutdruck zu niedrig?

Niedriger Blutdruck: Was tun wenn der Blutdruck zu niedrig ist?Um den Blutdruck zu ermitteln, werden zwei verschiedene Werte gemessen: der systolische Blutdruckwert und der diastolische Blutdruckwert. Der systolische Wert misst den Druck in den Gefäßen, während das Herz Blut in die Arterien presst. Der diastolische Wert hingegen misst den Gefäßdruck zwischen zwei Herzschlägen; also dem Zeitpunkt, wenn sich das Herz mit Blut auffüllt. Beide Werte sind gleich aussagekräftig. Gemessen wird in der Einheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Diese Einheit stammt aus früheren Zeiten, in denen ein hoher oder niedriger Blutdruck mit Hilfe einer Glasröhre gefüllt mit Quecksilber gemessen wurde.

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Als normaler Blutdruck gilt ein systolischer Wert zwischen 100 und 120 mmHg, bzw. 129 mmHg, und ein diastolischer Wert zwischen 60 und 84 mmHg. Alle weiteren Grenzwerte können Sie der nachstehenden Tabelle entnehmen:

Bezeichnung Systolischer Wert (in mmHg) Diastolischer Wert (in mmHg)
Erhöhter Blutdruck 130 bis 139 85 bis 89
Bluthochdruck 140 oder höher 90 oder höher
Niedriger Blutdruck
  • 100 oder niedriger bei Frauen
  • 110 oder niedriger bei Männern
  • 60 oder niedriger

Für eine eindeutige Feststellung, dass Ihr Blutdruck zu niedrig ist, sollten Sie Ihren Blutdruck regelmäßig mit einem Blutdruckmessgerät am Handgelenk oder Oberarm messen. Doch wann am besten messen? Als ideal gilt, wenn Sie Ihren Blutdruck am Morgen und am Abend über mehrere Tage etwa zur gleichen Uhrzeit ermitteln. Vor den Messungen sollten Sie für einige Minuten zur Ruhe kommen.

Hinweis: Gemessen wird der Blutdruck üblicherweise in aufrecht sitzender Position. Falls Sie Ihren Blutdruck im Liegen messen möchten, dann sollten Sie ein Kissen unter Handgelenk oder Oberarm platzieren, damit sich das Messgerät und das Herz in derselben Höhe befinden.

Ursachen und Symptome von zu niedrigem Blutdruck

Der medizinische Fachbegriff, wenn der Blutdruck zu niedrig ausfällt, lautet Hypotonie. Unterschieden wird zwischen einer primären Hypotonie, deren Ursachen vor allem auf erbliche Faktoren und eine sehr schlanke Statur zurückgeführt werden können. Von einer sekundären Hypotonie sprechen Mediziner, wenn ein niedriger Blutdruck auf eine weitere Grunderkrankung oder andere körperliche Störungen hinweist. Häufig in unseren Breitengraden sind vor allem:

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  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Venenschwäche
  • Flüssigkeitsmangel
  • als Nebenwirkung von Medikamenten wie z.B. entwässernde Medikamente oder Antidepressiva

Bei wem vor allem beim Aufstehen oder beim Schlafen der Blutdruck abfällt, leidet an einer so genannten orthostatischen Hypotonie, die in der Regel auf eine Volumenverschiebung des Blutes vom Körperinneren in die Beine zurückgeführt werden kann.

Die häufigsten Symptome eines zu niedrigen Blutdrucks sind:

  • Kreislaufbeschwerden
  • Schwindel
  • Blässe
  • Herzrasen
  • Müdigkeit
  • Ohrgeräusche

Treten Kopfschmerzen und Atemnot hinzu oder die oben genannten Symptome treten sehr häufig in starkem Ausmaß auf, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser wird nicht nur Ihren Blutdruck überwachen, sondern auch ein EKG anfertigen.

Was tun, wenn der Blutdruck zu niedrig ist? Hausmittel

Ein niedriger Blutdruck ist nur in seltenen Fällen gefährlich und die Behandlung erfolgt zumeist ohne Medikamente mit einfachen Maßnahmen im Alltag. Einige Blutdruck erhöhen Hausmittel werden Ihnen in der nachstehenden Tabelle vorgestellt:

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Blutdruck erhöhen Hausmittel Erläuterungen
Mehr Bewegung Bewegung und Sport stabilisieren das Herz-Kreislauf-System und gelten daher eine natürliche Hilfe gegen zu niedrigen Blutdruck und die damit verbundenen Symptome. Als besonders empfehlenswert gelten Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen oder Fahrradfahren. Was tun, wenn für Sport keine Zeit übrig bleibt? Bewegung fängt nicht erst mit dem Training für einen Marathon an. Bereits ein kurzer Spaziergang oder kleine Übungen auf der Bettkante regen den Kreislauf an und können den Blutdruckwert erhöhen.
Wechselduschen Eine natürliche Blutdruckerhöhung können Sie daneben mit Wechselduschen erreichen. Durch den Wechsel von warm zu kalt und kalt zu warm werden die Gefäßwände trainiert. Zudem regen Wechselduschen den Kreislauf an und lindern Beschwerden wie Schwindel oder Müdigkeit. Auf die Frage „Was hilft gegen niedrigen Blutdruck schnell?“ sind Wechselduschen die klare Antwort.
Kompressionsstrümpfe Kompressionsstrümpfe sind zwar nicht schön, sorgen aber für eine Unterstützung des Blutflusses zurück zum Herzen. Die Therapie mit Kompressionsstrümpfen empfiehlt sich insbesondere bei Krampfadern oder bei Personen, die lange Zeit im Stehen arbeiten.

Tipp: Auch Naturheilkunde und Homöopathie bieten vielfältige Möglichkeiten, um den Kreislauf auf natürliche Weise anzuregen und den Blutdruck zu erhöhen. Was hilft gegen niedrigen Blutdruck schnell und natürlich oder homöopathisch? Häufig zum Einsatz kommen Extrakte aus Weißdorn oder Kampfer sowie Schüssler Salze oder Globuli. In der Regel helfen die genannten Mittel auch in Akutfällen, wenn Kreislauf und Blutdruck absacken.

Welche Lebensmittel erhöhen den Blutdruck?

Wenn Sie Ihren niedrigen Blutdruck erhöhen möchten, sollten Sie vor allem viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Zwei bis drei Liter täglich gelten als ideal. Neben Wasser können Sie zu Getränken mit anregenden Inhaltsstoffen wie Kaffee, schwarzem Tee oder Komboucha greifen. Bei der Ernährung sind vor allem salzreiche Lebensmittel gefragt, wenn der Blutdruck zu niedrig ausfällt. Gute Blutdruck erhöhen Lebensmittel sind im Allgemeinen:

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Blutdruck erhöhen Lebensmittel Erläuterungen
Salz Salz enthält Natrium und bindet Wasser im Körper. In der Folge lässt es den Druck in den Gefäßen ansteigen. Natürliches Salz wie Meer- oder Steinsalz sollten dem klassischen Kochsalz jedoch vorgezogen werden.
Schokolade Kakaobohnen enthalten das Alkaloid Theobromin. Dieses wirkt ähnlich stimulierend wie Koffein und sorgt für eine Erweiterung der Gefäße. Die Konzentration von Theobromin fällt in Vollmilchschokolade jedoch sehr gering aus, weshalb Sie zu Zartbitterschokolade greifen sollten, um ein blutdrucksteigernde Wirkung zu erzielen.
Süßholz Was hilft natürlich? Süßholz! Diese Wurzel ist den meisten wahrscheinlich als Zutat für die Herstellung von Lakritze bekannt. Darüber hinaus wird Süßholzwurzel seit vielen Jahrhunderten in der Naturheilkunde verwendet. Zum Einsatz kommt Süßholz unter anderem bei Erkältungen, Magenbeschwerden und bei zu niedrigem Blutdruck. Die Inhaltsstoffe stehen im Wechselverhältnis mit körpereigenen Hormonen, die für die Blutdrucksteigerung zuständig sind.
Scharfe Gewürze Scharfe Gewürze sorgen für den nötigen Pepp in den Gerichten und wärmen den Körper angenehm von innen. Zudem gelten Chili, Peperoni und co. als stoffwechsel- und kreislaufanregend und können somit zu niedrigen Blutdruckwerten entgegenwirken.

Vor- und Nachteile der natürlichen Behandlung von niedrigem Blutdruck

  • einfach in den Alltag integrierbar
  • blutdrucksenkende Lebensmittel sind günstig in jedem Supermarkt erhältlich
  • keine Nebenwirkungen durch Medikamente zu erwarten
  • alle Maßnahmen sorgen für eine allgemeine Verbesserung des Gesundheitszustandes
  • bei sehr starken und langanhaltenden Beschwerden genügen allgemeine Maßnahmen zumeist nicht
  • Kaffee, Süßholz und Salz sollten nur in überschaubaren Mengen verzehrt werden

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