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Was kann man gegen Herzrhythmusstörungen tun?

Geratherm BlutdruckmessgeräteProbleme mit dem Herzen? Damit ist nicht zu spaßen. Wenn die Herzfrequenz nicht im Normalbereich liegt, dann spricht man von Herzrhythmusstörungen. Diese Unregelmäßigkeiten liegen in der Bildung von elektrischen Impulsen, welche einen Herzschlag auslösen und Störungen der Weiterleitung dieser Impulse. Die Auslöser für Herzrhythmusstörungen können sehr vielfältig sein. Auch der Herzschlag kann unterschiedlich sein, zu langsam, zu schnell oder auch unregelmäßig. Wir stellen Ihnen die diversen Arten von Herzrhythmusstörungen sowie deren Ursachen vor. Zudem teilen wir Ihnen mit, was man gegen Herzrhythmusstörungen tun kann.

Die unterschiedlichen Arten von Herzrhythmusstörungen

Was kann man gegen Herzrhythmusstörungen tun?Für die Gesundheit ist es sehr wichtig einen gleichmäßigen Herzschlag zu haben. Jedoch kann es aufgrund von diversen Auslösern zu Unregelmäßigkeiten und Fehlfunktionen kommen. In der Medizin wird ein irregulärer Herzschlag als Arrhythmie bezeichnet.

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Bevor Sie sich die Frage stellen, was kann man selbst dagegen tun, zeigen wir Ihnen die zwei Hauptkategorien von Herzrhythmusstörungen. Die Einteilung erfolgt durch die Geschwindigkeit des Herzschlages.

Hier ein Überblick über die beiden wesentlichen Kategorien:

Art der Herzrhythmusstörung Beschreibung
Bradykardie
  • zu langsamer Herzschlag
  • weniger als 60 Schläge pro Minute
  • relevante Bradykardie bei weniger als 50 Schläge pro Minute
  • ein gut trainiertes Herz von Sportlern schlägt oft langsamer, ohne krank zu sein
Tachykardie
  • zu schneller Herzschlag
  • mehr als 100 Schläge pro Minute
  • gefährlich und sehr risikoreich
  • öfter verbreitet

Wenn Sie sich genauer mit dem Thema beschäftigen, dann werden Sie mit weiteren Begriffen wie ventrikuläre Herzrhythmusstörungen beziehungsweise supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen konfrontiert. Bei ventrikulären Herzrhythmusstörungen handelt es sich um Veränderungen des Herzschlages, wobei der Ursprung in den Herzkammern liegt. Diese werden in der medizinischen Fachsprache als Ventrikel bezeichnet. Zu typischen ventrikulären Herzrhythmusstörungen zählen

  • Extraschläge,
  • Kammerflimmern,
  • Kammerflattern sowie
  • Kammertachykardien.

Bei supraventrikulären Herzrhythmusstörungen werden die Unregelmäßigkeiten danach kategorisiert, wo die krankhaften Abläufe im Reizleitungssystem stattfinden. Dabei handelt es sich vornehmlich um den Sinusknoten, wobei es zu einer Sinusarrhythmie, Sinusbradykardie oder Sinustachykardie kommen kann.

Herzrhythmusstörung – auch Vorhofflimmern gehört dazu

Zu einer bekannten und weit verbreiteten Herzrhythmusstörung gehört auch das Vorhofflimmern. Dieses zählt zu einer sogenannte heterotopen Reizbildungsstörung, welche ihren Ursprung außerhalb des Sinusknotens hat. Vorhofflimmern wird auch als VHF abgekürzt und ist häufigste tachykarde Herzrhythmusstörung. Dabei kann es sein, dass die Betroffenen bei einem anfallsartigen Vorhofflimmern gar nichts beziehungsweise nur eine sehr geringe Leistungsminderung spüren. Jedoch kann Vorhofflimmern auch mit sehr unangenehmen Symptomen in Verbindung stehen. Diese können Schwindelgefühle, Atemnot, Angstgefühle, Herzrasen sowie Schmerzen in der Brust sein.

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Gegen Vorhofflimmern können Sie selbst nicht viel tun, aber Sie können Krankheiten, welche Vorhofflimmern hervorrufen, vorbeugen beziehungsweise verhindern. Das Risiko für eine Herzerkrankung können Sie durch einen gesunden Lebensstil verringern. Dazu zählen eine kalorien- und fettarme sowie vitaminreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf Genussmittel wie Süßigkeiten, Alkohol, Drogen sowie der Konsum von Nikotin. Zudem sollte permanenter Stress vermieden und auf einen ausreichenden Schlaf, also eine gute Nachtruhe, geachtet werden. Eine gestresste Psyche kann oft kaum in einen gesunden Ruhezustand kommen. Betroffene haben häufig Probleme mit dem Einschlafen.

Woher weiß ich, dass ich Herzrhythmusstörungen habe?

Die Beschwerden von Herzrhythmusstörungen können sehr unterschiedlich sein. Zu den typischen Anzeichen zählen Schwindel, Ohnmachtsanfälle, Herzstolpern sowie Herzrasen. Wenn Sie auch nur eines dieser Symptome haben, dann sollten Sie dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sollten einen Arzt aufsuchen, um festzustellen, um eine echte Unregelmäßigkeit beim Herzschlag und somit eine Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.

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Bei den Symptomen von Herzrhythmusstörungen werden diese in zwei Kategorien unterteilt, da es einen Unterschied macht, ob es sich zu einem zu langsamen oder zu schnellen Herzschlag handelt.

Hier ein kurzer Überblick:

Symptome bei zu langsamem Herzschlag Symptome bei zu schnellem Herzschlag
Weiterleitung von zu wenig Blut, folglich zu wenig Sauerstoff im Blutkreislauf meist führt Unruhe und Stress zu Herzpochen und Herzrasen sowie Herzstolpern
Übelkeit und Schwindel Atemnot, Schwindel
Schweißausbrüche Schmerzen in der Brust
Müdigkeit, Leistungsschwäche Angstzustände, Nervosität
Benommenheit, Ohnmacht Benommenheit, Bewusstlosigkeit
Sehstörungen Verwirrtheitszustände

Herzrhythmusstörungen durch Sport?

Bei einer starken körperlichen Anstrengung oder auch intensiven Sporteinheiten kann die Herzfrequenz ansteigen. Es kann auch zu Extraschlägen des Herzens kommen – diese werden als Extrasystolen bezeichnet. Sie können zum Teil unangenehm sein, sind aber üblicherweise ungefährlich. Bei Profisportlern ist zudem das Herz auch besonders gut trainiert, sodass es auch mit weniger Schlägen den Kreislauf auf Trab hält. Dies wird der medizinischen Fachsprache auch Sinusbradykardie genannt. Es stellt keine Erkrankung vor und hat nichts mit gesundheitsgefährdenden Herzrhythmusstörungen zu tun.

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Übrigens: Auch bei Kindern und Jugendlichen kann die Herzfrequenz beim Einatmen und Ausatmen steigen und auch wieder sinken. Gerade junge Menschen spielen und toben viel. Diese Änderungen der Herzfrequenz heißt respiratorische Sinusarrhythmie. Doch dieser Prozess ist ebenfalls als normal anzusehen und es ist keine Behandlung oder Therapie erforderlich.

Diagnose und Untersuchung beim Arzt

Falls Sie aber erste Anzeichen und Symptome feststellen, die auf Herzrhythmusstörungen hinweisen, dann sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser wird Sie gründlich untersuchen. Falls Bedenken bestehen, dann wird er Sie sicherlich zu einem Kardiologen überweisen. Dies ist ein Spezialist für Herzrhythmusstörungen und wird zunächst eine Befragung zu den Beschwerden vornehmen – zum Beispiel: Haben Sie Schmerzen in der Brust? Verspüren Sie Atemnot? Ist Ihnen schwindelig? Haben Sie Herzrasen?

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Außerdem wird der Kardiologe auch Fragen stellen, die für die Krankheitsvorgeschichte wichtig sein können: Nehmen Sie Medikamente ein? Ist eine Herzerkrankung bekannt? Liegen Herzerkrankungen in der Familie vor? Leiden Sie unter anderen Krankheiten? Schilddrüsenfunktionsstörung?

Nach der sogenannten Anamnese nimmt der Arzt eine Untersuchung vor. Als Erstes wird der Blutdruck gemessen und der Puls ertastet. Anschließend wird das Herz vom Arzt abgehört. Sind irgendwelche Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten festzustellen, dann erfolgen apparative Untersuchungen. Der Arzt zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens und somit auch vorhandene Herzrhythmusstörungen mit einem Elektrokardiogramm auf. Dieses wird in der Umgangssprache als EKG bezeichnet. Häufig wird eine Langzeit-EKG-Untersuchung vorgenommen. Diese registriert durchgehend die Herzaktionen über einen Zeitraum von 24 Stunden.

Es ist auch möglich, dass in dieser Zeit keine Herzrhythmusstörungen auftreten, dann können sogenannte Eventrekorder zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um externe und implantierbare Aufzeichnungsgeräte. Diese speichern Herzrhythmusstörungen. Weitere apparative Untersuchungen können sein: Fahrradergometer (Belastungs-EKG), Herzultraschall (Echokardiografie), Röntgenbild des Brustkorbs, elektrophysiologische Untersuchung.

Was hilft bei Herzrhythmusstörungen? Behandlung und Therapie

Bei Herzrhythmusstörungen bekommen Sie Hilfe beim Arzt. Dieser wird Ihnen Tipps und Ratschläge hinsichtlich Medikamenten, aber auch bezüglich der Belastung und Umgang damit im Alltag geben. Mit einigen Hausmitteln, einer Stressreduzierung sowie einer gesunden Ernährungsweise können Sie viel zu einer Verbesserung des Zustandes beitragen.

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Es ist aber jedoch auch möglich, dass Ihnen der behandelnde Arzt Medikamente verschreibt, der Herzrhythmusstörungen verhindert beziehungsweise eindämmt. Auf dem Markt gibt es bereits unzählige Mittel, die Abhilfe schaffen können.

Sind die Herzrhythmusstörungen aber mit einem großen Risiko behaftet, dann benötigen betroffene Personen einen Herzschrittmacher, einen Defibrillator oder ein Modell, welches beides beinhaltet. Diese Gadgets werden unter die Haut implantiert.

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